Ich bin iM EINsatz: Satellitenspezialist und Schießausbilder

Ich bin iM EINsatz: Satellitenspezialist und Schießausbilder

  • Ich bin im Einsatz
  • CD/CBI
Datum:
Ort:
Al-Asrak
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat steht auf der Schießanlage und beobachtet andere Soldatinnen und Soldaten bei der Schussabgabe

Während der Schießausbildung beobachtet Hauptfeldwebel Julian S. die Handhabung der Waffe ganz genau

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Ich bin Hauptfeldwebel Julian S. und 30 Jahre alt. Meinen Dienst in Deutschland versehe ich in der 4. Kompanie des Informationstechnikbataillons 381 in Storkow. Dort bin ich als Spezialist für die Satellitenkommunikation eingesetzt.
Nach 2017 bin ich nun das zweite Mal in Jordanien im Einsatz, davor leistete ich bereits im Rahmen von ISAFInternational Security Assistance Force in Afghanistan Dienst im Ausland. Insgesamt ist dies also mein dritter Einsatz, in dem ich als Spezialist für Satellitenkommunikation eingesetzt bin.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat steht in der Wüste neben zwei Zielscheiben und betrachtet sein Schießergebnis

Während eines multinationalen Schießens kann Hauptfeldwebel Julian S. seine Schießfähigkeiten weiterentwickeln

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

Gemeinsam mit den mir unterstellten Soldatinnen und Soldaten überwachen wir die Satellitenkommunikationsanlage und sind für das Aufrechterhalten der Verbindungen verantwortlich. Insgesamt sind wir zu dritt in unserem Trupp. Um die ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen, sind wir rund um die Uhr erreichbar. Als Bediener der Anlage stellen wir den Nutzern die Zugänge zur Verfügung und unterstützen sie beim Beheben von Fehlern oder bei Verbindungsproblemen.

Da die ununterbrochene Verbindung nach Deutschland sehr wichtig ist, werden beispielsweise gesicherte Telefon- und Videokonferenzen ständig zur Verfügung gestellt. Diese Verbindungen gewährleisten das sichere Übertragen der Informationen und sind weniger anfällig für Störungen. Aufgrund der klimatischen Bedingungen hier in der Wüste führen wir zudem regelmäßig Wartungen durch. Dabei werden zum Beispiel Filter ausgetauscht, die dafür sorgen, dass mit der Kühlluft kein Sand in die Geräte gelangt. Als Truppführer trage ich die Verantwortung für das gesamte Material, das zur Anlage gehört.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ein Soldat in der Wüste hält eine Handfeuerwaffe und zielt mit gestreckten Armen

Die eigenen Schießfähigkeiten werden durch regelmäßiges Schießen gefestigt

Bundeswehr/PAO Counter Daesh

In Deutschland wurde ich ergänzend zu meiner Haupttätigkeit zum Schießlehrer für Handwaffen, beispielsweise für die Pistole P8, und Panzerabwehrhandwaffen ausgebildet. Die damit verbundenen Fähigkeiten kann ich in diesem Auslandseinsatz optimal einbringen. Bei der Weiterbildung der Kontingentangehörigen kann ich mein Fachwissen und wertvolle Tipps weitergeben.

Schwerpunkt ist dabei das Auffrischen von theoretischer Schießlehre und sogenanntem taktischen Schießen. Dieses Training ist für das in der Bewachung eingesetzte Personal äußerst wichtig. Nur durch das sichere Bedienen der Handfeuerwaffen können die Kameradinnen und Kameraden den Wachauftrag erfüllen. Eine Besonderheit stellt für mich das Schießtraining unserer Piloten dar. Die sichere Handhabung der Waffen ist ein Bestandteil zum Erhalt der Flugfähigkeit unserer Piloten im Einsatz.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten fehlen mir hier im Einsatz meine Frau und unsere Kinder. Zudem vermisse ich den Regen sowie die kühleren Temperaturen in Deutschland.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Zunächst möchte ich mit meiner Familie einen gemeinsamen Urlaub genießen. Danach stehen bereits weitere Ausbildungen und Übungen mit meiner Einheit auf dem Plan. Auf diesem Weg sende ich liebe Grüße an meine Frau und unsere Kinder sowie kameradschaftliche Grüße an meine Stammeinheit.

von Julian S.

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