Meisterin ihres Faches

Ich bin iM EINsatz: Betriebsstofffeldwebel in Litauen

Ich bin iM EINsatz: Betriebsstofffeldwebel in Litauen

  • Anerkannte Missionen
  • EFP
Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Eine Soldatin hockt auf dem Dach eines Gefechtsfahrzeuges und betankt es mit Kraftstoff

In ihrem ersten Einsatz ist Oberfeldwebel Kimberley K. der Betriebsstofffeldwebel bei eFPenhanced Forward Presence in Litauen

Bundeswehr/Willi Blank

Ich bin Oberfeldwebel Kimberley K., 25 Jahre jung und in der 11. Rotation in Litauen als Betriebsstofffeldwebel eingesetzt. Dies ist mein erster Einsatz. Seit 2015 bin ich Soldatin bei der Bundeswehr. In Deutschland bin ich im Versorgungsbataillon 141 in Munster eingesetzt. Meine Laufbahn habe ich als Materialbewirtschaftungsunteroffizier bei den Feldjägern in Hannover begonnen, bevor ich mich zu einem Wechsel in die Laufbahn der Feldwebel entschieden habe.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Die Soldatin hält ein großes Glas mit Dieselkraftstoff in ihren Händen

Kimberley K. prüft den Diesel auf seine Qualität. Die Bundeswehr stellt hohe Ansprüche an Kraftstoffe.

Bundeswehr/Willi Blank

Zu meinen Aufgaben im Einsatz gehört die Kraftstoffversorgung der eFPenhanced Forward Presence-Battlegroup. Das bedeutet, dass ich alles, was an Kraftstoff zu uns nach Litauen geliefert wird, auf Qualität prüfe. Ich bewerte den Kraftstoff nach festgelegten Kriterien und entscheide dann, ob eine Nutzung durch die Bundeswehr erfolgen kann oder nicht. Mein Tagesablauf beginnt damit, dass der Kraftstoff durch zivile Firmen angeliefert wird. Anschließend übernehme ich diesen und erledige im Büro die notwendige Buchführung. Außerhalb des Übungsbetriebes leite ich eine stationäre Tankstelle in der Temporary Logistic and Support Area (TLSA). Während der Übungen werden die Fahrzeuge im Feld betankt. Unser Auftrag besteht darin, den Kraftstoff zu befördern, um die mobilen Tankcontainer zu befüllen, damit diese anschließend die zu versorgenden Truppenteile betanken können.

Mein Team hier besteht aus einem deutschen Stabsunteroffizier, der zugleich mein Kraftfahrer für den Straßentankwagen ist, einem deutschen Oberstabsgefreiten und zwei tschechischen Hauptgefreiten. Das Arbeiten in einem multinationalen Umfeld macht viel Spaß. Die Kommunikation untereinander funktioniert besser, als ich erwartet habe. Ein herzliches Lächeln verstehen alle.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Eine deutsche Soldatin ist im Gespräch mit einem niederländischen Kameraden, während sie einen Lkw betankt

An der „Tanke“ werden alle „Kunden“ der multinationalen Battlegroup bedient

Bundeswehr/Willi Blank

Was meine Tätigkeit in diesem Einsatz besonders macht, ist die Tatsache, dass ich hier der einzige Betriebsstofffeldwebel bin. Durch mein fachliches Wissen und meine Ausbildung kann ich meine Kameradinnen und Kameraden im Einsatz unterstützen, die bislang keine Berührungspunkte mit der Materie hatten. Es ist dann doch nicht einfach nur Tanken. Logistisch gesehen gehört sehr viel Arbeit dazu. Aus meiner Tätigkeit als Betriebsstofffeldwebel schöpfe ich meine persönliche Motivation, weil ich sehr viel Spaß an meinem Job habe und mit guten Kameradinnen sowie Kameraden zusammenarbeiten kann.

Das vermisse ich hier am meisten

Ich vermisse hier am meisten meine Partnerin, meine Familie und meine Freunde. Aber natürlich fehlen mir auch meine Kameradinnen und Kameraden von zu Hause.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Meine Pläne sind, nach dem Einsatz erst einmal Urlaub zu machen und etwas Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen. Danach möchte ich mich auf meinem Fachgebiet weiterbilden.
Grüße gehen nach Hause, an meine Einheit in Munster sowie die Feldjäger in Hannover.
Ich bin bald wieder da.

von Kimberley K.

Mehr zum Thema