Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge

Ich bin iM EINsatz: Instandsetzungssoldatin des Kampfpanzers Leopard 2

Ich bin iM EINsatz: Instandsetzungssoldatin des Kampfpanzers Leopard 2

  • Ich bin im Einsatz
  • EFP
Datum:
Ort:
Rukla
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Eine Soldatin steht vor einem zu reparierenden Kampfpanzer und blickt in die Kamera

Stabsunteroffizier Maria S. ist ausgebildete KfzKraftfahrzeug-Mechatronikerin und seit vier Jahren Soldatin der Bundeswehr

Bundeswehr/Florian Sorge

Ich bin Stabsunteroffizier Maria S. aus Mecklenburg-Vorpommern und 25 Jahre alt. Seit Anfang Februar 2022 gehöre ich zu der 11. Rotation der enhanced Forward Presence Battlegroup Litauen. Ich bin eingesetzt in der Combat Support and Service Company als Instandsetzungssoldatin und verantwortlich für Wartungsarbeiten und Reparaturen am Kampfpanzer Leopard 2
In Deutschland bin ich in Torgelow stationiert. Nach meinem Schulabschluss habe ich mich für eine Ausbildung zur KfzKraftfahrzeug-Mechatronikerin entschieden und anschließend im April 2018 die Grundausbildung bei der Bundeswehr begonnen. 

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Eine Soldatin arbeitet im Inneren einer Panzerwanne an der Notausstiegsluke des Fahrzeuges

Maria S. beim Ausbau einer Notausstiegsluke des Leopard 2A6, die sich unter dem Fahrersitz befindet

Bundeswehr/Florian Sorge

Zu meinen wichtigsten Aufgaben gehört die Instandsetzung am Wannensystem des Kampfpanzers Leopard 2. Hier bin ich insbesondere dafür verantwortlich, alle eventuell angefallenen Schäden des Fahrgestells festzustellen und zu beheben. Außerdem sind zahlreiche Fristenarbeiten zu erledigen, um die Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges langfristig sicherzustellen.
Mein Arbeitstag beginnt um 7 Uhr mit dem Frühstück und der anschließenden Fahrt in den Technischen Bereich. Da ich bei den Arbeiten am Fahrgestell oft mit Schmutz- und Schmierstoffen zu tun habe, ziehe ich mich vor Beginn der Arbeit an den Fahrzeugen zunächst einmal um. Anschließend arbeiten wir anfallende Reparaturen ab.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Eine Soldatin liegt zwischen dem Fahrwerk eines Leopard 2A6 und arbeitet über Kopf an der Fahrzeugwanne

Nachdem die Notausstiegsluke ausgebaut wurde, wird die Gummidichtung entfernt und erneuert

Bundeswehr/Florian Sorge

Fahrzeugschäden reparieren oder technische Fehler finden: Das macht mir einfach Spaß! Grundsätzlich finde ich es klasse, mit einem Waffensystem wie dem Leopard 2 zu arbeiten. Wir leisten hier mit den Kameradinnen und Kameraden vom Instandsetzungszug einen wesentlichen Beitrag zur Einsatzbereitschaft unserer Battlegroup. Am Ende eines jeden Arbeitstages macht es mich sehr zufrieden, wenn wir wieder ein repariertes Fahrzeug an die Truppe zurückgeben können. 
All jenen, die immer gesagt haben: „Du bist eine Frau – du kannst das nicht“, beweise ich Tag für Tag, dass das Geschlecht keine Rolle spielt. Den Job mache ich genauso gut wie jeder andere Instandsetzungssoldat auch.

Das vermisse ich hier am meisten

Am meisten vermisse ich natürlich meine gesamte Familie. Die Monate in Litauen können manchmal sehr lang werden. Dann muntern wir uns gegenseitig auf und lenken uns vom Arbeitsalltag ab. Vor Kurzem haben wir meinen Geburtstag gefeiert und gemeinsam gegrillt. Allerdings empfinde ich diese Erfahrung von Distanz und Heimatferne nicht nur als negativ, sondern auch als etwas, das mich in der Zukunft stärker machen kann. Abgesehen davon erkennt man durch das Erleben dieser Trennungsphase von seinen Lieben, auf was es wirklich ankommt und wer wirklich wichtig für einen ist. 

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Liebe Grüße schicke ich an alle Kameradinnen und Kameraden in Torgelow. Den Kameradinnen und Kameraden unserer Battlegroup wünsche ich eine gesunde Rückkehr in die Heimat, wo auch immer sie herkommen. Am wichtigsten aber: Ich sende liebe Grüße an meine Freunde und Familie in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg!

von Maria S.

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