Ich bin iM EINsatz: Für die Materialbewirtschaftung bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali verantwortlich

Ich bin iM EINsatz: Für die Materialbewirtschaftung bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali verantwortlich

  • Ich bin im Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat steht auf einer Straße im Camp. Im Hintergrund fährt ein Auto vorbei.

Stabsunteroffizier Sascha S. befindet sich bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali in seinem ersten Auslandseinsatz

Bundeswehr/Gerrit Hohmann

Ich bin Stabsunteroffizier Sascha S., 32 Jahre alt, wohnhaft in Eutin und gelernter Bürokaufmann. Diesen Abschluss habe ich bei der Bundeswehr über eine zivile Aus- und Weiterbildung erreicht. Seit 2008 bin ich mit einer Unterbrechung von drei Jahren bei der Bundeswehr. Meine erste Dienstzeit ging von 2008 bis 2010 als Freiwillig Wehrdienstleistender in Hamburg. Seit 2013 bin ich als Materialbewirtschaftungsunteroffizier in der 3. Kompanie des Aufklärungsbataillon 6 in Eutin eingesetzt. Der jetzige Einsatz ist der erste innerhalb meiner bisherigen Dienstzeit.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat sitzt an einem Tisch und zählt Munition

Zuverlässigkeit ist in dem Beruf des Materialbewirtschafters extrem wichtig

Bundeswehr/Niklas Siekmann

Hier in Mali bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali bin ich als Materialbewirtschaftungsfeldwebel  eingesetzt. Dieser kümmert sich um alles, was mit Material – ob Waffen, Munition oder ITInformationstechnik-Geräte – zu tun hat: von der Beschaffung des Materials über die Bewirtschaftung verschiedenster Dinge bis hin zur Vorbereitung und fachlichen Überwachung bei Materialübergaben. Bei der Schadensbearbeitung und Aussonderung leite ich ebenfalls die nötigen Schritte ein, damit wir schnellstmöglich das benötigte Material wieder zur Verfügung haben.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ein Soldat steht hinter einem Tisch, auf dem Material aufgebaut ist. Im Hintergrund stehen befüllte Regale.

Neues Material abzuholen und zu verteilen gehört zu den Aufgaben von Stabsunteroffizier Sascha S.

Bundeswehr/Gerrit Hohmann

Mich persönlich motiviert am meisten der abwechslungsreiche Dienst im Einsatz. Kein Tag ist wie der vorherige.
Ich freue mich, wenn ich den Kameradinnen und Kameraden, die außerhalb des Camps unterwegs sind, Arbeit abnehmen und erleichtern kann. Materialbewirtschaftung ist mein Ding und so trage ich meinen ganz persönlichen Teil zu einer erfolgreichen Auftragserfüllung bei.

Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich meine Freundin, meine Familie sowie meine Katzen Wurmi und Wursti. Auf das Wiedersehen freue ich mich riesig, insbesondere, wenn ich von meinen Erfahrungen und Erlebnissen berichten kann. Zum Glück haben wir ein stabiles Internet, das sogar Videotelefonie mit der Familie ermöglicht.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Für den Rest des Einsatzes wünsche ich mir, dass alle weiterhin gesund bleiben und alles so reibungslos läuft wie bisher. Auch hoffe ich, dass die gute Laune und der Humor innerhalb der Abteilung bestehen bleiben. Das macht vieles angenehmer und erleichtert den Alltag. Nach dem Einsatz werden meine Freundin und ich drei Wochen nach Amerika fliegen. Obwohl das Essen hier im Einsatz sehr gut ist, freue ich mich auf einen guten Burger und auf eine Pizza.
Ich grüße meine Familie, meine Freundin und Freunde, Wurmi und Wursti und natürlich das Aufklärungsbataillon 6 in Eutin.

von Sascha S.

Mehr zum Thema