Für das leibliche Wohl

Wir sind iM EINsatz: Verpflegungsgruppe Niamey

Wir sind iM EINsatz: Verpflegungsgruppe Niamey

  • Ich bin im Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Niamey
Lesedauer:
3 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Gruppenbild mehrerer Soldaten und einer Soldatin

Die Verpflegungsgruppe in Niamey sorgt mit seinem Essen für gute Laune bei den Kameradinnen und Kameraden

Bundeswehr/Niklas Siekmann

Wir sind Oberfeldwebel Robert H., 35 Jahre, Stabsunteroffizier Christoph K., 33 Jahre, Stabsunteroffizier Alexander B., 31 Jahre, Oberstabsgefreiter David S., 38 Jahre, Oberstabsgefreiter Alexander M., 36 Jahre, Oberstabsgefreiter Janine N., 30 Jahre, und Stabsgefreiter Alexandru-Laurentiu M., 22 Jahre. Wir kommen aus ganz Deutschland und aus verschiedenen Stammeinheiten.
Hier in Niamey sind wir alle zusammen als Verpflegungsgruppe für das leibliche Wohl unserer Kameradinnen und Kameraden verantwortlich. Unser Erfahrungsspektrum an Auslandseinsätzen reicht von einem bis zu vier Einsätzen.

Das ist unsere Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat mit weißem Kittel steht an der Spülmaschine

Stabsgefreiter Alexandru-Laurentiu M. sorgt für sauberes Besteck

Bundeswehr/Gerrit Hohmann

Manch einer würde vielleicht denken, unsere Aufgabe hier sei ausschließlich das Kochen. Das ist aber nur ein Teil unseres Aufgabenspektrums. Ohne Frage macht das Zubereiten des Essens am meisten Spaß – aber zu unserer Aufgabe gehört viel mehr, als „nur“ zu kochen.

Wir sind auch für die Bestellung der Ware und ihre richtige Lagerung verantwortlich. In der Regel gibt es drei Mahlzeiten, für deren Zubereitung sowie Ausgabe wir zuständig sind. Der vermutlich unbeliebteste Teil des Jobs ist das Spülen. Doch ohne diese Arbeit hätten unsere circa 100 hungrigen Kameradinnen und Kameraden kein sauberes Geschirr oder Besteck. Wenn jemand Geburtstag hat oder eine Beförderung ansteht, sind wir auch immer gerne bereit, einen Kuchen oder andere Leckereien zur Verfügung zu stellen.   

Das macht unsere Tätigkeit hier besonders.

Ein Soldat steht hinter einem fertig aufgebauten Buffet

Mit Liebe zum Detail schafft der Verpflegungstrupp kulinarische Höhepunkte fern der Heimat

Bundeswehr/Niklas Siekmann

Wir sind eine der letzten Verpflegungsgruppen im Einsatz. Darauf sind wir stolz, genauso wie auf unseren Slogan „Soldaten kochen für Soldaten“.
Kein Tag ist wie der andere. Wir versuchen, unseren Frauen und Männern hier vor Ort ein abwechslungsreiches Essen zuzubereiten. Die Förderung unserer eigenen Kreativität ist dabei eine weitere angenehme Abwechslung. Es ist unser Ziel, allen Verpflegungsteilnehmenden eine Freude zu bereiten, denn das Auge isst bekanntlich mit. Die Essenausgabe verzieren wir gerne mit selbstgeschnitzten Gemüse- oder Obstfiguren. Das Lächeln auf den Lippen der Truppe ist unser Lohn, der für die Strapazen entschädigt. Genau dieses positive Feedback der Kameradinnen und Kameraden ist für uns alle von großem Wert und freut uns sehr. Es ist schön zu wissen, dass unser Beitrag zu diesem Einsatz geschätzt wird, denn das Meiste von unserer Arbeit passiert hinter dem Vorhang.

Das vermissen wir hier am meisten.

Eine Soldatin und ein Soldat bereiten in der Küche die Speisen zu

Die Vorbereitung im Team ist wichtig, um die Speisen pünktlich auf den Tisch zu bringen

Bundeswehr/Gerrit Hohmann

Uns geht es wohl wie jedem, der über einen längeren Zeitraum weit weg von daheim ist. Wir vermissen unsere Liebsten zu Hause und freuen uns schon auf den Tag, an dem wir sie wieder in unsere Arme schließen können. Der normale Alltag zu Hause unterscheidet sich auch von der Dienstroutine hier im Einsatz. Wir versuchen, als Einheit füreinander da zu sein. Da wir hier alle auf engstem Raum zusammenleben, sind Rücksichtnahme und ein offener Umgang miteinander wichtig. Wir nennen es unsere „kleine Prävention“. Sie hilft uns dabei, dass Probleme gar nicht erst entstehen.

Das sind unsere Pläne, unsere Wünsche und Grüße.

Wir hoffen, dass wir den Einsatz alle gesund zu Ende bringen und weiterhin unsere Kameradinnen und Kameraden mit leckerem Essen versorgen können.
Wir wünschen uns, dass wir in der noch vor uns liegenden Zeit viele interessante und lehrreiche Tage haben werden.
Wir möchten, dass alle Soldatinnen und Soldaten, die sich im Einsatz befinden, heil und gesund nach Hause kommen und nicht mehr allzu viele
„Einpersonenpackung (EPA)-Tage“ vor sich haben.

von Die Verpflegungsgruppe

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