Sanitätsdienst

Ich bin iM EINsatz: Einsatzsanitäter und Kraftfahrer BATBeweglicher Arzttrupp

Ich bin iM EINsatz: Einsatzsanitäter und Kraftfahrer BATBeweglicher Arzttrupp

  • Ich bin im Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat steht vor einem gepanzerten Fahrzeug

Oliver B. ist als Einsatzsanitäter bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali und steht vor seinem Fahrzeug, dem Transportpanzer Fuchs

Bundeswehr/Falk Bärwald

Servus und hallo, mein Name ist Oliver B. und ich bin seit 2019 im Sanitätsdienst der Bundeswehr tätig. Anfangs war ich in der Sanitätsstaffel Einsatz in Beelitz eingesetzt und derzeit verrichte ich in Deutschland meinen Dienst im 4./Sanitätslehrregiment in Feldkirchen. Dies ist mein erster Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Als militärischer Kraftfahrer ist Oliver B. auch für die Sauberkeit des Fahrzeuges verantwortlich

Als militärischer Kraftfahrer ist Oliver B. auch für die Sauberkeit des Fahrzeuges verantwortlich

Bundeswehr/PAO MINUSMA

Als militärischer Kraftfahrer und Einsatzsanitäter lenke ich den Transportpanzer Fuchs (TPz Fuchs), hier in der Version als BATBeweglicher Arzttrupp (Beweglicher Arzt Trupp). Neben dem Lenken sind natürlich auch der technische Dienst am Fahrzeug sowie das Vor- und Nachbereiten von Fahrten am und im Fahrzeug meine Hauptaufgaben. Außerdem unterstütze ich bei nationalen und internationalen Ausbildungen, zum Beispiel bei der Ersthelferausbildung oder technischen Ausbildungen bei Notöffnung eines Fahrzeuges. 

Ein BATBeweglicher Arzttrupp setzt sich zusammen aus einem Arzt oder einer Ärztin, dem Kommandanten oder der Kommandantin sowie dem militärischen Kraftfahrer oder der Kraftfahrerin (MKFMilitärkraftfahrerin bzw. Militärkraftfahrer). Wir begleiten bei Patrouillen oder mehrtägigen Operationen der Aufklärer (MSO = Multi-Sensor-Operationen) die jeweiligen Züge der Objektschützer und halten dementsprechend bei längeren Fahrten die Zeitvorgaben  in der Rettungskette im Einsatzland aufrecht. Dabei geht es darum, innerhalb von maximal 60 Minuten eine erkrankte, verletzte oder verwundete Person notfallmedizinisch versorgt zu haben. Meist sind es kleine Blessuren, die wir auf unseren Fahrten behandeln. Manchmal beantworten wir am Abend zusätzlich Fragen, die während unserer mehrtägigen Tour aufkommen. In diesem Fall wird der BATBeweglicher Arzttrupp zum Sprechzimmer.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Ein Fuchs fährt durch ein Schlammloch

Oliver B. muss seinen Transportpanzer Fuchs durch jedes Gelände fahren können

Bundeswehr/Falk Bärwald

Meine Kenntnisse und Erfahrungen als Fahrer und in erster Linie als Einsatzsanitäter unter Beweis stellen zu können, sind meine persönliche Motivation und Erfolg zugleich. Einmal durfte ich sogar als Sprachmittler bei einer Patrouille fungieren, da machte sich der Sprachunterricht in der Schule bezahlt. Auch die Übung mit den Hubschraubern im Einsatz und dem Zug der Objektschützer, hier Forward Air MedEvacMedical Evacuation (FAE), waren spektakuläre Ereignisse. Bei einer solchen Übung wird der oder die Verwundete beziehungsweise Verletzte mit einem Hubschrauber abgeholt, nachdem wir als BATBeweglicher Arzttrupp die notfallmedizinische Versorgung durchgeführt haben. Durch die Rettungskette ist es möglich, den Soldatinnen und Soldaten im Einsatz eine medizinische Versorgung zu garantieren, die im Ergebnis einer Behandlung in Deutschland entspricht.

Das vermisse ich hier am meisten

Zwei Soldaten befördern einen Kameraden

Oliver B. wurde im Einsatz zum Stabsunteroffizier befördert

Bundeswehr/Falk Bärwald

In erster Linie vermisse ich natürlich meine Frau und meine Kinder, den Alltag in Deutschland und die gemeinsamen Unternehmungen. Trotz guter Versorgung unserer Truppenküche hier vor Ort fehlen mir natürlich auch die heimische Küche und meine Leibspeisen wie Rouladen mit Klößen und Rotkraut.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Für den Rest des Einsatzes wünsche ich mir für alle Beteiligten am und im Einsatz weiterhin viel Soldatenglück, dass wir alle gesund und munter nach Hause kommen und positive Eindrücke mitnehmen.

von Oliver B.

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