In der Einsatzwehrverwaltung

Ich bin iM EINsatz: Als Tischler und Maler

Ich bin iM EINsatz: Als Tischler und Maler

Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat steht neben einem Stapel Holzlatten

Oberfeldwebel Sebastian W. überprüft regelmäßig die Qualität des Baumaterials

Bundeswehr/Julia Dahlmann

Ich bin Oberfeldwebel Sebastian W., 37 Jahre alt und verheiratet. Seit 2006 bin ich bei der Bundeswehr, seit 2015 ziviler Oberflächenbehandlungstechniker in Landsberg am Lech. Davor war ich neun Jahre aktiver Soldat in derselben Verwendung im Instandsetzungszentrum 13. Hier in Mali bin ich zum ersten Mal als Reservistendienst Leistender im Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Ein Soldat hockt neben einem Holzbrett

Die Holzqualität ist für die Weiterverarbeitung wichtig, auch im Einsatz

Bundeswehr/Julia Dahlmann

Hier in Mali bin ich Tischler und Maler in einer Person. Zu meinen Aufgaben gehört es, Aufträge für zivile Firmen zu schreiben und zu prüfen, ob diese richtig ausgeführt werden. Außerdem prüfe ich, ob beispielsweise das Holz, was wir angeliefert bekommen, die erforderlichen Qualitätsansprüchen erfüllt. Sollte im Camp etwas defekt sein, versuche ich schnellstmöglich, eine Lösung zu finden. Mir macht es Spaß mit diesem Team zu arbeiten, da wir alle super miteinander auskommen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Meine besten Erlebnisse sind, wenn ich mit meinen eigenen Augen sehe, wie die Arbeiten in mein Bereich vorangehen. Und es macht mich stolz zu sehen, wie meine Mitarbeiter mit Elan ihre Arbeiten erledigen. Natürlich gibt es auch immer mal wieder Probleme mit der Materialbeschaffung und schwer umsetzbaren Arbeitsaufträgen. Aber wir versuchen immer eine Lösung zu finden.

Das vermisse ich hier am meisten

Ein Soldat sitzt in einem Büro vor einem PC

Von seinem Büro ordert Oberfeldwebel Sebastian neues Baumaterial aus Deutschland und verwaltet die Aufträge im Camp Castor

Bundeswehr/Julia Dahlmann

Am meisten vermisse ich meine Familie, mit denen ich viel Zeit verbringe. Außerdem fehlen mir die Berge und ein bisschen grüne Wiese oder einfach mal ruhig im Garten liegen und entspannen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße    

Ich wünsche mir, dass alle gesund und munter zurückkommen. Nach meinem Einsatz möchte ich erstmal zu Hause entspannen und zur Ruhe kommen. Mit  meiner Familie werde ich dann einen schönen Urlaub verbringen. Wo, steht noch nicht fest. Ich grüße meine Frau, meine Kinder, meine Kameraden in Landsberg am Lech in der Lechfeldkaserne und natürlich auch meine Kameraden im Einsatz.

von Sebastian W.

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