Ich bin iM EINsatz: Bei mir laufen alle Informationen zusammen

Ich bin iM EINsatz: Bei mir laufen alle Informationen zusammen

  • Ich bin im Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat im Portrait vor vielen verschiedenen Flaggen

Oberstabsgefreiter Nick S. im vierten Einsatz – jetzt bei MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali

Bundeswehr / Patrik Bransmöller

Ich bin Oberstabsgefreiter Nick S. und in der 1. Kompanie des Jägerbataillon 291 in Illkirch-Graffenstaden (Frankreich) stationiert. Dort bin ich Fahrer des Kommandeurs auf der gepanzerten beweglichen Befehlsstelle. Ich bin 35 Jahre alt, verheiratet und habe einen 8-Jährigen Sohn. Ich bin vor 17 Jahren zur Bundeswehr gekommen. Bis 2012 war ich im Jägerbataillon 292 in Donaueschingen in der gleichen Verwendung eingesetzt. Für mich ist es bereits der vierte Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Zwei Soldaten sitze am Schreibtisch vor ihren Computern. Ein Soldat hält einen Telefonhöhrer a seinem Ohr.

Über Sprechfunk hält die Einsatzzentrale Verbindung zu den Kameraden im Gelände

Bundeswehr / Patrik Bransmöller

Hier im Einsatz bin ich im Joint Operation Center (JOC) eingesetzt. Das ist die Einsatzzentrale, in der alle Informationen zusammenlaufen. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem der Sprechfunkbetrieb mit den eigenen und den multinationalen Einsatzkräften. Dazu stehen mir zahlreiche Fernmelde- und Kommunikationsmittel zur Verfügung. An allen diesen Geräten muss ich Fehler erkennen und abstellen können, damit die Funkverbindungen zu unseren Truppen nach „draußen“ nicht abreißen. Ich unterstütze auch beim Führen der Lagekarten. Dazu muss ich Lageinformationen und Meldungen systematisch erfassen und eintragen. Zudem bediene ich die mobile Überwachungsanlage und die Rundumbeobachtungsanlage für den Schutz des Camps Castor.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ein Soldat zeichnet etwas in eine Karte

Wichtige Informationen werden auf einer Karte zu einem großen Lagebild zusammengefasst

Bundeswehr / Patrik Bransmöller

Da ich im JOC eingesetzt bin, habe ich das aktuellste Lagebild und bin somit immer auf dem Laufenden. Alles, was im und um das Feldlager Camp Castor passiert, erfahre ich mit als Erster. Das Sammeln von Informationen im multinationalen Umfeld ist interessant und macht mir Spaß. In Zusammenarbeit mit dem Gefechtsstandfeldwebel und dem Gefechtsstandoffizier, den Chef des Stabes oder den Kommandeur in die aktuelle Situation einzuweisen, ist etwas Besonderes. Das Arbeiten mit vielen verschiedenen Nationen ist nicht immer leicht, aber es gibt immer eine Lösung. Wir ziehen hier schließlich alle zusammen an einem Strang.

Das vermisse ich hier am meisten.

Ein Soldat telefoniert mit einem Mobiltelefon

Nick vermisst seine Familie. Zum Glück kann er telefonisch Kontakt zu ihnen halten

Bundeswehr / Patrik Bransmöller


Natürlich ganz klar meine Familie. Aber auch einfach die Zeit mit meinem Hund. Die Freunde. Den Schwarzwald mit seinen Waldwegen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Ein Soldat hält eine Feldwebelschulterklappe in der Hand

Feldwebel werden, Eins seiner Ziele für die Zukunft

Bundeswehr / Patrik Bransmöller

Ich möchte erstmal ganz in Ruhe zu Hause ankommen und die Zeit mit der Familie genießen. Ich strebe einen Laufbahnwechsel zum Feldwebel an und hoffe, dass ich die Ziele, die ich mir gesteckt habe, auch erreichen werde. Weiterhin wünsche ich mir, dass wir alle gesund nach Hause heimkehren. Den Nachfolgern wünsche ich eine sichere und angenehme Zeit hier im Camp. Ich grüße meine Familie sowie das Jägerbataillon 291 und ganz besonders meinen „Buddy“, meinen guten Freund, Oberstabsgefreiter Martin P. Ich möchte mich bei ihm für seine Kameradschaft in den letzten sechs Monaten bedanken.


von Nick S.

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