Ich bin iM EINsatz: Ein Berliner in Afrika

Ich bin iM EINsatz: Ein Berliner in Afrika

  • Ich bin im Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Mein Einsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat im Portrait

Hauptgefreiter Philipp S. vor seinem Arbeitsbereich, der Materialgruppe

Bundeswehr/Daniel Richter

Ich bin Hauptgefreiter Philipp S. und 20 Jahre alt. Ich komme aus Berlin. In meiner Heimat leiste ich meinen Dienst beim Gebirgsversorgungsbataillon 8 im 700 Kilometer entfernten bayrischen Mittenwald. Dort bin ich im ITInformationstechnik-Trupp der 4. Kompanie eingesetzt, wo ich ITInformationstechnik-Nutzungsanträge und Zutrittsberechtigungen bearbeite und erstelle. Seit Ende Juni bin ich Angehöriger des deutschen Einsatzkontingentes im Rahmen der VNVereinte Nationen-Mission MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali in Gao. Dies ist mein erster Einsatz.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Ein Soldat hockt vor einem Regal

Hauptgefreiter Philipp S. sortiert das Material für den Sanitätsdienst ein

Bundeswehr/Daniel Richter

Im Camp Castor bin ich als Nachschubsoldat in der Materialgruppe tätig. Das bedeutet: Ich nehme die Gepäckstücke der ankommenden Kameraden an und gebe sie im Camp aus. Bei den Abfliegern nehme ich es wieder an und bereite es für den Versand nach Deutschland vor. Des Weiteren führe ich in der Materialgruppe die Annahme und den Versand von Versorgungsgütern und Material durch. Nebenbei kann man bei mir in der Tauschkammer defekte Bekleidung tauschen.


Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Ein Soldat steht neben einem Reifenstapel

Ohne Nachschub im Camp Castor gibt es keine Ersatzteile für die Instandsetzung

Bundeswehr/Daniel Richter

Ich finde es gut, dass ich hier die Möglichkeit habe, mich mit Soldaten anderer Nationen, wie El Salvador, Kanada, Niederlande und Belgien auszutauschen. Die Soldaten der Materialgruppe leisten einen wichtigen Beitrag in der Materialversorgung. Ohne uns gibt es keinen Nachschub von Ersatzteilen für die Instandsetzung, keine Gepäckverladung und auch keinen Nachschub von Medikamenten; auch könnte keiner defekte Bekleidung tauschen. Kurz: Ohne uns geht es nicht.


Das vermisse ich hier am meisten.

Ich vermisse meine Familie, Freunde und das Gassi gehen mit meiner Hündin Kira am Potsdamer Jungfernsee. Auch wäre es schön, wenn ich mit meiner Familie ein gemütliches Bierchen am See trinken könnte.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Nach meinem Einsatz möchte ich die versäumte Zeit mit meiner Familie nachholen; einfach mal abschalten und die Privatsphäre genießen. Ich grüße meine Familie und meine Freunde in der Heimat.

von Phillip S.

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