Ich bin iM EINsatz: Das Material kehrt zurück

Ich bin iM EINsatz: Das Material kehrt zurück

  • Ich bin im Einsatz
  • EUTM Mali
Datum:
Ort:
Koulikoro
Lesedauer:
3 MIN

Dieser Artikel ist vor mehreren Tagen entstanden. Wegen der aktuellen COVID-19Coronavirus Disease 2019 Lage, wurden Art und Umfang der Aufträge in den einzelnen Kontingenten und Missionen gegebenenfalls bereits angepasst.

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.


Jens G. kontrolliert Artikel auf ihre Vollzählig- und Vollständigkeit, im Hintergrund verschiedene Materialien

Bei der Materialannahme kommt es auf sorgfältige Arbeit an: Jens G. muss jeden Artikel einzeln überprüfen

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Ich bin Hauptfeldwebel Jens G., 35 Jahre alt und seit 2005 bei der Bundeswehr. In Deutschland bin ich im Materialwirtschaftszentrum Einsatz der Bundeswehr in Hesedorf stationiert. Bei der Europäischen Trainingsmission in Mali bin ich in der Materialannahme der Materialschleuse Logistische Drehscheibe im Einsatz eingesetzt. Wir sind dafür verantwortlich, dass das Material der deutschen Sanitätseinrichtung Role 2 wieder vollzählig und vollständig zurück nach Deutschland geliefert wird. 2013 war ich bereits in Afghanistan im Einsatz, zusammen mit Kameradinnen und Kameraden der Materialschleuse Logistische Drehscheibe.



Das ist meine Aufgabe im Einsatz.

Zwölf Kameraden vom Materialwirtschaftszentrum Einsatz der Bundeswehr

Ein eingeschworenes Team: Die zwölf Männer aus Hesedorf arbeiten Hand in Hand

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Ein regulärer Tag beginnt bei mir bereits um halb sechs Uhr morgens. Der ein oder andere begleitet mich in der Früh beim Joggen durch das Koulikoro Training Center. Danach frühstücke ich gemeinsam mit meinen elf Kameraden der Materialschleuse. Um halb acht folgt unsere Morgenbesprechung. In dieser besprechen und planen wir den weiteren Tagesablauf.

Beim Rückbau der Sanitätseinrichtung Role 2 bin ich in der Materialannahme eingesetzt. Das bedeutet, dass die Teileinheitsführer sowie die Materialverantwortlichen mit ihrem Material zu mir kommen. Zusammen überprüfen wir anhand der Anlagenblätter und Lieferscheine, ob alles vollzählig und vollständig ist. Wenn alles seine Richtigkeit hat, geht das Material in unseren Bestand über und wir bereiten es transportsicher für den Rücktransport nach Deutschland vor.

Wir zwölf Männer vom Materialwirtschaftszentrum kennen uns schon länger und arbeiten auch zu Hause in Hesedorf und Wester-Ohrstedt Hand in Hand. Besondere Freude bereitet mir die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Einsatzkontingent EUTMEuropean Union Training Mission Mali. Man lernt dabei ständig neue Kameradinnen und Kameraden sowie interessantes Material kennen.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders.

Jens G. bewegt mit einem Hubwagen das Material an seinen Platz

Nach der Materialannahme ist vor dem Verpacken: Jens G. packt überall mit an

Bundeswehr/Sebastian Vogt

Mein und unser Ziel ist es, die Role 2 sauber, ordentlich und vor allem vollständig zurück nach Deutschland zu liefern, damit sie anschließend einer neuen Verwendung zugeführt werden kann. Es macht mich stolz, dass das, was wir leisten, innerhalb der Bundeswehr einzigartig ist. Das gibt es an keinem weiteren Standort. Wann immer Material in den Einsatzgebieten zurückgebaut oder -geliefert wird, sind wir vom Materialwirtschaftszentrum Einsatz der Bundeswehr vor Ort.

Eine kleine Anekdote oder einen täglichen Spruch haben wir dabei immer auf den Lippen. Einige meiner Kameraden meinen es besonders gut mit dem transportsicheren Verzurren des Materials. Wir witzeln dann immer und sagen: „Wo soll‘s denn eigentlich hin?“ Dabei ist aber keineswegs der Empfänger des Materials gemeint, sondern der Spielraum auf der Palette.


Das vermisse ich hier am meisten.

Am meisten vermisse ich natürlich meine Frau und meine Tochter. Auch wenn ich hier nur zehn Wochen im Einsatz bin, fehlen mir die beiden ungemein. Ich freue mich auch, meine Freunde sowie Kameradinnen und Kameraden in der Heimat demnächst wiederzusehen.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße.

Jens G. in der Wüste, im Hintergrund der Fluss

Den Blick nach vorne: Jens G. freut sich, bald seine Familie wiederzusehen

Bundeswehr/PAO EUTM Mali

Ich wünsche mir, dass wir alle gesund bleiben und unseren Einsatz sauber, ordentlich und sicher zu Ende bringen. Nach der Zeit in Mali verbringe ich zuallererst ein paar Tage zu Hause mit meiner Familie, bevor ich wieder meinen Dienst in Hesedorf aufnehme. Ich grüße meine Frau und meine Tochter sowie alle Kameradinnen und Kameraden, die mich kennen. Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn wir uns alle wiedersehen.


von Jens G.

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