Abschussfeldwebel

Ich bin iM EINsatz: Verantwortlich für das PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target-Startgerät

Ich bin iM EINsatz: Verantwortlich für das PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target-Startgerät

  • Ich bin im Einsatz
  • eVA
Datum:
Ort:
Siliac
Lesedauer:
3 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Ein Soldat hat ein Funkgerät in einem Auto am Ohr

Andreas O. gibt die Ergebnisse des Prüfberichts über Funk an die Staffelführung durch

Bundeswehr/Christian Schneider

Ich bin Hauptfeldwebel Andreas O. und 32 Jahre alt. Ich bin seit 2010 bei der Bundeswehr und in der Heimat Angehöriger der Flugabwehrraketentruppe. Meine Funktion im Einsatz ist identisch mit der zu Hause. Nachdem ich die Ausbildung zum Wartungsfeldwebel am Waffensystem PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target 2012 absolviert hatte, war ich seit dem Folgejahr als so genannter Abschussfeldwebel eingesetzt und bin es bis heute. Genau so wie die Verwendung in Deutschland und hier dieselbe ist, so sind es auch die Soldatinnen und Soldaten, die ich in meinem Bereich führe.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Zwei Soldaten beobachten ein Bedienfeld am Startgerät Patriot

Die Kontrolle aller Funktionen am Startgerät ist Voraussetzung für den Einsatz des Startgeräts PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target

Bundeswehr/Christian Schneider

Mein Bereich besteht aus rund einem Dutzend Soldatinnen und Soldaten. Zusammen sind wir verantwortlich für die taktische und technische Einsatzbereitschaft der Startgeräte unserer Staffel. Davon können bis zu acht Stück angebunden werden, hier im Einsatz wird die Anzahl gemäß der aktuellen Bedrohungslage festgelegt. Die Arbeiten an den Geräten umfassen tägliche Prüfroutinen, Be- und Entladevorgänge der Lenkflugkörper, Betankung und anfallende Wartungsarbeiten. Da wir im Schichtsystem arbeiten und zwischendurch auch Freiräume entstehen, nutzen wir diese Zeit unter anderem für die Ausbildung. Die ersten Teile meines Bereichs sammeln mittlerweile Erfahrung beim Bedienen eines Krans, was sie zusätzlich weiter für die Flugabwehrraketentruppe qualifiziert.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Zwei Soldaten stehen vor einem Fahrzeug und lesen einen Prüfbericht

Hauptfeldwebel Andreas O. kontrolliert den Prüfbericht aller Funktionen am Startgerät PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target

Bundeswehr/Christian Schneider

Als Angehöriger der zweiten Einsatzstaffel bin ich seit circa einem Monat in der Slowakei. Unsere Unterbringung erfolgt momentan in Zelten, was natürlich besondere Disziplin durch Kameradschaft, aber auch Kompromisse und Entbehrungen mit sich bringt. Gegenseitige Rücksichtnahme ist hier oberstes Gebot. Mit uns zusammen ist das niederländische Kontingent untergebracht. Wir arbeiten hier nicht nur Hand in Hand, sondern verbringen unsere freie Zeit miteinander. So treffen wir uns regelmäßig auf dem Beachvolleyballfeld, und wir durften sogar den Kaffee probieren, den der niederländische König seinen Soldatinnen und Soldaten geschickt hat.

Das vermisse ich hier am meisten

Da ich noch nicht so lange in der Slowakei bin, vermisse ich bisher „nur“ meine Frau. Mit weitem Abstand hinter ihr denke ich auch manchmal daran, wie schön es wäre, mit meinem Motorrad das hügelige Gelände hier zu durchkreuzen. Durch das freundliche Verhalten der Bevölkerung fühle ich mich hier sehr willkommen. Und es ist natürlich eine große Ehre, Teil des ersten Kontingents zu sein. Mitzuerleben und mitzumachen beim Aufbau, der Bildung von Strukturen und einem Arbeitsalltag, ist für mich eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Ich bin sehr stolz darauf, wie hier bisher alles zusammengewachsen ist. Deshalb ist mein größter Wunsch, dass wir im August, wenn unsere Nachfolger kommen, alles so weit vorbereitet und ausgebaut haben, sodass diese alles in bester Ordnung übernehmen können. Deshalb gehen meine Grüße und besten Wünsche für den Einsatz auch an die, die für unsere Ablösung schon in den Startlöchern stehen. Und natürlich grüße ich meine Frau, die ich sehr vermisse. Auch wenn ich die Zeit und die Zusammenarbeit hier sehr schätze, vermisse ich natürlich das zu Hause und die Familie.

von Andreas O.

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