Präzision und Genauigkeit

Ich bin iM EINsatz: als Startgeräteführerin des Waffensystems PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target

Ich bin iM EINsatz: als Startgeräteführerin des Waffensystems PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target

  • Ich bin im Einsatz
  • eVA
Datum:
Ort:
Sliac
Lesedauer:
3 MIN

Auf drei Kontinenten und zwei Weltmeeren: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an? In der Serie „Ich bin iM EINsatz“ stellen wir einige von ihnen ganz persönlich vor.

Eine Soldatin bedient eine Fernsteuerung für das Startgerät Patriot

Per Fernsteuerung wird die Position des Startgerätes PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target millimetergenau austariert

Bundeswehr/Christian Schneider

Ich bin Oberstabsgefreiter Natascha J., 30 Jahre alt und seit vier Jahren bei der Bundeswehr. In der Heimat bin ich bei der Flugabwehrraketengruppe 26 in Husum, in Schleswig-Holstein eingesetzt. Da dies mein erster Einsatz ist, war ich natürlich sehr aufgeregt, als ich erfuhr, dass ich im ersten Kontingent in der Slowakei mit dabei bin. Bevor es jedoch losging, habe ich zu Hause noch alles Wichtige geregelt. Die Fahrt hierher hat insgesamt vier Tage gedauert. Es war natürlich anstrengend, aber wir sind auf den Rastplätzen gut versorgt worden und haben unser Ziel sicher erreicht.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Eine Soldatin steht mit einem Gerät in der Hand vor einem Einsatzfahrzeug

Natascha J. und ein Kamerad richten die genaue Position des Startgerätes PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target auf betoniertem Untergrund aus

Bundeswehr/Christian Schneider

Im Einsatz bin ich als Startgeräteführerin des Flugabwehrraketensystems PatriotPhased Array Tracking Radar to Intercept on Target  eingesetzt. Der wesentliche Teil dieser Aufgabe besteht in der Ausrichtung und Wartung des Systems. Dafür hat uns die Gastnation betonierte Flächen geschaffen und uns damit diese Aufgabe sehr erleichtert.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Eine Soldatin tippt auf einem Bedienfeld am Startgerät Patriot

Auch in fixierter Position sind regelmäßige Kontrollen und Wartungsarbeiten unabdingbar

Bundeswehr/Christian Schneider

Da so ziemlich alle von uns die jeweilige Tätigkeit im Einsatz auch zu Hause ausüben, ist das Team natürlich super eingespielt. Die größte Besonderheit ist dennoch die Tatsache, dass wir hier das erste Kontingent sind. Ich kannte den Ort vorher gar nicht und wir mussten uns alle erst einmal zurechtfinden. Wo soll das Startgerät hin, wo ist der Gefechtsstand meiner Staffel, wo ist die Truppenküche und wo kann ich schlafen? All das haben wir zusammen kennengelernt und uns mit den Gegebenheiten vertraut gemacht. Da auch unsere Versorgung improvisiert werden musste, war natürlich auch interessant, wo man neue Zahnpasta oder mal frisches Obst herbekommt. Gerade in der Anfangsphase hatten wir auch viele hochrangige Besucher im Kontingent. Neben dem Bundespräsidenten waren schon die Verteidigungsministerin, der Generalinspekteur und der Inspekteur der Luftwaffe hier. Alle waren sehr zufrieden und beeindruckt, wie schnell und professionell der Transport und Aufbau gelungen ist. Innerhalb kürzester Zeit waren wir einsatzbereit.

Das vermisse ich hier am meisten

Was ich natürlich nach einiger Zeit vermisst habe, war ein bisschen Privatsphäre. Ich teile mir mein Zelt mit drei weiteren Soldatinnen, mit denen ich auch in unterschiedlichen Schichten arbeite. Da ist es mit der Ruhe nicht immer einfach, aber wir haben uns gut organisiert und jede für sich hat ihren eigenen persönlichen Bereich geschaffen. Wir nehmen große Rücksicht aufeinander und bemühen uns, die Ausruhphasen der anderen nicht zu stören.

Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Ich wünsche mir und uns allen, dass wir gesund und fit bleiben. Außerdem hoffe ich, dass wir die wichtigsten Vorbereitungen getroffen haben beziehungsweise noch treffen und unsere Nachfolger davon profitieren. Selbst wenn der Wechsel auf das Folgekontingent noch etwas länger dauern sollte, bin ich darauf eingerichtet meinen Dienst noch mehrere Monate hier zu leisten. Aber ich freue mich auch schon auf zu Hause. Bis es so weit ist, grüß ich meine Mama und meinen besten Freund Simon ganz herzlich aus der Slowakei.

von Natascha J.

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