Materialschleuse bei EUTMEuropean Union Training Mission

Die Logistikprofis der Bundeswehr in Mali

Die Logistikprofis der Bundeswehr in Mali

  • Einsatz
  • EUTM Mali
Datum:
Ort:
Koulikoro
Lesedauer:
2 MIN

Wie gelangt das Material aus dem Einsatz bei EUTMEuropean Union Training Mission zurück nach Deutschland? Hierfür ist ein logistischer Umschlagepunkt vonnöten – die Materialschleuse. Hier sind unter anderem Disponenten, Luftumschlagsoldaten, Kraftfahrer, Dekontaminationspersonal und Gefahrgutbeauftragte vor Ort, damit die Materialrücklieferung reibungslos verläuft.

Ein Soldat zählt elektronisches Gerät auf einem Tisch

Alles muss gezählt, technisch geprüft und sauber sein, bevor es von der Materialschleuse übernommen wird

Bundeswehr/Nico Kleditzsch

Damit die Truppe im Einsatzland das Material zurückgeben kann, kümmern sich die Soldatinnen und Soldaten der Materialschleuse um Überprüfung, Vollzähligkeit und Vollständigkeit des zurückzuführenden Materials. Dazu gehört die Übernahme des Materials in die Zentrallogistik sowie die Klassifizierung und Kennzeichnung von Gefahrgut. Anschließend werden die Packstücke in Containern verstaut und die notwendigen Begleitpapiere für den Lufttransport ausgedruckt. In Deutschland angekommen, wird alles durch das Logistikzentrum der Bundeswehr weiter koordiniert und verteilt.

Eine gute Vorbereitung gehört zum Erfolg dazu

Mehrere Kisten stapeln sich auf dem Platz zwischen Containern

Sobald ein Teil des Materials abgearbeitet und für den Weitertransport fertig ist, warten schon die nächsten Kisten vor der Materialschleuse

Bundeswehr/Nico Kleditzsch

Damit der gesamte Rückführungsprozess reibungslos abläuft, treffen die jeweiligen Materialverantwortlichen des deutschen Einsatzkontingentes einige Vorbereitungen, bevor das Material in die Materialschleuse gelangt.  Material, das nach Deutschland zurückbefördert werden soll, muss an erster Stelle auf Vollzähligkeit und Vollständigkeit überprüft werden. Bei Bedarf müssen die Materialverantwortlichen eine Schadensbearbeitung einleiten oder Fehlteile dokumentieren. Neben der obligatorischen Reinigung des Materials gehört auch die Vorbereitung im digitalen Materialbewirtschaftungssystem der Bundeswehr zu den Aufgaben des abgebenden Personals. Es dauert also nicht lange, bevor sich neben unzähligen Kisten, Boxen und Paletten auch die dazugehörigen Dokumente in großer Anzahl stapeln und zur weiteren Bearbeitung bereitstehen.

Viele Arbeitsschritte sind für den Gesamterfolg wichtig

Nach Abschluss aller Vorbereitungen kontrollieren die Soldatinnen und Soldaten der Materialschleuse alles auf Sauberkeit und einwandfreien Zustand. Daran anknüpfend gleichen sie alle Positionen aus dem jeweiligen Anlagenblatt ab. Sobald diese Arbeitsschritte erfolgreich abgeschlossen sind, übernimmt die Materialschleuse im Einsatz die Verantwortung für das abgegebene Material. Die übergebenden Soldatinnen und Soldaten sind damit aus der Materialverantwortung entlassen. Von nun an steuert das Personal der Materialschleuse alle weiteren Verfahrensabläufe. 

Neben einer umfassenden systemischen Equipmentpflege wird alles rundum mit speziellen Desinfektionsmitteln behandelt, damit nicht versehentlich Tierseuchen nach Deutschland eingeschleppt werden. Danach wird das Material verpackt. Überall werden Paletten in schwarze Folie gewickelt, zugeklebt und für den weiteren Transport zwischengelagert. Wie in einem gut organisierten Ameisenbau sind überall im Camp Gecko Soldatinnen und Soldaten mit dem Annehmen, Einpacken und Verladen von Material beschäftigt. Auch der Stapel an verschiedensten Dokumenten lässt erahnen, wie exakt die gesamte Dokumentation abläuft.

Das gemeinsame Ziel stets vor Augen

Ein Gabelstapler transportiert mehrere Kisten, die in schwarze Folie gewickelt sind

Am Flughafen angekommen, wird das Material in die Luftumschlaghalle gebracht und dort für den Lufttransport vorbereitet

Bundeswehr

An Aufgaben mangelt es den Logistikprofis der Materialschleuse im Einsatz nicht. Bis zum Verlassen des deutschen Camps in Koulikoro müssen mehrere tausend Artikel an Material kontrolliert, desinfiziert und auf den Weg in die deutsche Heimat gebracht werden. Ziel ist es, das zurückgeführte Material möglichst schnell für die weitere Nutzung in Deutschland verfügbar zu machen. Für den Führer der Materialschleuse, Oberstleutnant Andreas F., stellt dies kein Problem dar. „Wir arbeiten täglich, sieben Tage die Woche mit insgesamt 25 Soldatinnen und Soldaten, allesamt mit hoher fachlicher Expertise, an dem Ziel, das Kontingent schnellstmöglich zu entlasten. Und nur gemeinsam mit diesem können wir das schaffen!“, zeigt sich der erfahrene Logistikstabsoffizier zufrieden über den Fortschritt und das Arbeitsklima.

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Eine Soldatin und ein Soldat zählen elektronisches Gerät auf einem Tisch

Technisch einwandfrei und vollzählig muss das Material sein, damit es durch die Materialschleuse bearbeitet werden kann

Bundeswehr/Nico Kleditzsch
Eine Soldatin und ein Soldat umwickeln eine Box mit schwarzer Folie

Mit Spannfolie umwickelt, ist jedes Packstück bestens vor Sonne, Regen oder Staub geschützt

Bundeswehr/Nico Kleditzsch
Ein Soldat im Schutzanzug besprüht eine Transportbox mit Desinfektionsmittel

Um keine Tierseuchen nach Deutschland einzuschleppen, wird das gesamte Material samt Verpackung desinfiziert. Der Schutzanzug dient dabei, das Material nicht zu kontaminieren.

Bundeswehr/Nico Kleditzsch
Ein Kran hebt einen Container auf die Ladefläche eines LKW

Mit schwerem Gerät verlädt die zivile Transportfirma einen fertig gepackten Container für den Transport zum Flughafen

Bundeswehr
Ein Gabelstapler transportiert mehrere Kisten, die in schwarze Folie gewickelt sind

Mit dem starken gelben Helfer werden am Flughafen rasch die Container in die Luftumschlagshalle gebracht

Bundeswehr/Nico Kleditzsch
Zwei Soldaten entladen mit einem Hubwagen einen Container

Zum Entladen der Container ist neben Kraft auch ein Hubwagen und Geschicklichkeit in dem engen Raum gefragt

Bundeswehr/Nico Kleditzsch

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von Nico Kleditzsch

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