Mit dem Alpha-Zug auf Patrouille in Mali – Teil 2

Mit dem Alpha-Zug auf Patrouille in Mali – Teil 2

  • Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
3 MIN

Die Soldatinnen und Soldaten des deutschen Einsatzkontingents sowie weiterer Nationen haben sich auf Patrouille begeben. Den ersten Beobachtungspunkt haben sie erreicht, jetzt geht es weiter durch die Savanne Malis. Für den besseren Überblick kommt eine Drohne zum Einsatz.

Ein Blick in eine ausgedehnte Savanne mit Bäumen und Gras

Der Blick von der Anhöhe Richtung Osten: weites Land, gespickt mit Grün

Bundeswehr/Stephan Voges

Soweit das Auge reicht: Eine ausgedehnte Savanne, die zum Ende der Regenzeit von sattem Grün geprägt ist. Ab und an findet man eine Lehmhütte. Rote Sandpisten, welche die Hauptverkehrsadern hier im Sektor Ost darstellen, durchziehen das vor der Patrouille liegende Gelände. Oberleutnant Felix S. lässt seine Augen schweifen und stellt fest: „Hier fehlen nur noch die Giraffen, das ist eine wirklich schöne Gegend.“

Von den Höhen aus können die Soldaten weit blicken und die vor ihnen liegende Savanne beobachten. Die Optiken auf den Fahrzeugen ermöglichen bei der Rundumsicherung ebenfalls einen guten Überblick. Das sich daraus ergebende Lagebild wird kontinuierlich zwischen den Fahrzeugen ausgetauscht. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass alle den gleichen Informationsstand haben.

Drohne MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich kommt zum Einsatz

Ein Soldat in Wüstentarn entnimmt aus einem großen Flecktarn-Koffer eine Drohne vom Typ MIKADO

Zusätzliche Beobachtungsmöglichkeit aus der Luft: Ein Soldat macht die Drohne MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich startklar, um das Lagebild zu verdichten

Bundeswehr/Stephan Voges

Auf einem Patrouillenfahrzeug vom Typ Eagle IV befindet sich, in mehrere Koffer sicher verpackt, die Drohne MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich des Heeres. Die Mikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich (MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich) ist eine kleine Drohne, die mit vier Rotoren in Echtzeit sowohl am Tag als auch in der Nacht Aufklärungsergebnisse erzielen kann. Die Reichweite der Drohne beträgt 1.000 Meter. Sie wird von einem Soldaten der Luftwaffensicherungstruppe gesteuert, er hat für diesen Zweck eine besondere Qualifikation bei der Bundeswehr erworben.

Die Drohne ist mit drei Kameras ausgestattet und wird per Handgerät ferngesteuert. Sollte die Verbindung zur Bodenstation einmal abreißen, fliegt die Drohne automatisch zum Startpunkt zurück. Oberstabsgefreiter K. freut sich, die Drohne steuern zu dürfen, denn „mit der MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich können wir über das Gebiet fliegen und sogar nachts Objekte über Wärmesignaturen überprüfen.“

Keine besonderen Aufklärungsergebnisse

Zwei Soldaten mit Schutzweste und Funkgeräten schauen von einem Hügel in die Savanne, am Himmel eine Drohne

Der Zugführer beobachtet mit seinem Funker das Vorfeld. Über ihnen schwebt die MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich-Drohne am malischen Himmel.

Bundeswehr/ Stephan Voges

Der Zugführer weist seinen Drohnenbediener ein und bespricht mit ihm das weitere Vorgehen. „Über die Häuser und Lehmhütten fliegen wir nicht mit der Drohne“, präzisiert der Zugführer seine Auflagen. Die Drohne ist innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit. Beim Starten gibt es einen Sicherheitsbereich zu beachten, ansonsten sollte die Flugbahn nach oben frei von Bewuchs sein.

Schon erhebt sich die MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich mit einem sonoren Brummen in den Himmel. Der Drohnen-Bediener meldet seine Aufklärungsergebnisse über Funk an seinen Zugführer: „A, hier MIKADOMikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich, keine besonderen Aufklärungsergebnisse, kommen.“ Der Zugführer entschließt sich dazu, zwei Fahrzeuge weiter vorfahren zu lassen. Die auf der Höhe verbleibenden Fahrzeuge überwachen das Umfeld und sichern die beiden vorausfahrenden Fahrzeuge. Bis auf eine große Ziegenherde sowie das gelegentliche Vorbeifahren eines Lastkraftwagens oder Motorrads ist alles ruhig.

 Auf zum nächsten Beobachtungshalt 

Ein Fahrer in Wüstentarnuniform schaut nach rechts durch die Frontscheibe des Eagle

Immer in Kontakt: Der Fahrer des Eagle V hält die Verbindung mit dem vorausfahrenden Fahrzeug

Bundeswehr/Stephan Voges

Die Soldaten achten genauestens darauf, wie sie sich im Gelände bewegen und die Sicherung ist durchgehend besetzt. Zudem ist ein Eagle mit einem Rettungstrupp fester Bestandteil der Patrouille. Dieser kann bei Bedarf eigene Kräfte sanitätsdienstlich unterstützen.
Der Fahrer und der Bordschütze bleiben immer am Fahrzeug, um die abgesessenen Kräfte unterstützen zu können. Solange der Kommandant abgesessen ist, hält der Fahrer die Funkverbindung. Alle Soldaten informieren sich gegenseitig über die nächsten geplanten Schritte oder halten sich für neue Befehle vom Zugführer bereit – damit die Patrouille sicher und erfolgreich verläuft.  


von Stephan  Voges

Mehr zum Thema