Stabilisierung in Mali

MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali: Holz-Recycling für einen guten Zweck

MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali: Holz-Recycling für einen guten Zweck

Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Nicht nur Sicherung und Aufklärung sind Aufträge der Bundeswehr in Mali. Bei MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali geht es auch um die Stabilisierung des Landes. Je höher die Zahl der Arbeitstätigen, desto geringer ist die Kriminalitätsrate. Einen Beitrag dazu leisten die Holzlieferungen der Bundeswehr in das Camp der malischen Armee für Auszubildende in der Holzverarbeitung.

Zwei militärische Lkw stehen nebeneinander. Einer hat einen Container geladen.

Die Unterstützungskompanie des deutschen Einsatzkontingentes MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali liefert regelmäßig Holzreste an das benachbarte Camp der malischen Streitkräfte. Schreiner verarbeiten den Rohstoff dort zu Möbelstücken weiter.

Bundeswehr/Oliver Richter

Alle zwei Wochen macht sich ein LkwLastkraftwagen der Unterstützungskompanie des deutschen Einsatzkontingentes MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali auf den Weg in das benachbarte Camp der malischen Streitkräfte. Die Beladung sieht auf den ersten Blick nach einfachen Holzresten aus. Doch es verbirgt sich so viel mehr dahinter! Die bei Baumaßnahmen im Camp Castor anfallenden Holzreste dienen einem guten Zweck. Denn der aufgrund klimatischer Bedingungen knappe Baumbestand in Mali macht Holz zu einer raren und teuren Ressource. Umso dankbarer ist das malische Militär für die Holzspenden, die in ihrem Camp für die Ausbildung von Schreinern genutzt werden.

Holz: Chance für Familien und Senkung der Kriminalität

Drei junge Erwachsene stehen neben einem Container. Davor liegt ein Haufen Holz.

Sobald das Holz angeliefert ist, wird es durch die Schreiner und ihre Auszubildenden nach Art und Größe sortiert und eingelagert

Bundeswehr/Oliver Richter

Der angelieferte Rohstoff wird sofort bei Eintreffen durch die malischen Beschäftigten nach Materialart und -qualität sowie Größe vorsortiert. Viele flinke Hände entladen dabei in kürzester Zeit den Container. In unmittelbarer Nähe wird das Material danach zu Möbelstücken oder anderen Produkten weiterverarbeitet. Die Handwerker nutzen diese Möglichkeit auch, um ihre zivilen Auszubildenden im fachgerechten Umgang mit Drehbank, Hobel und Säge zu schulen. Jugendliche und junge Erwachsene erhalten dadurch eine Chance, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und ihre Familie zu versorgen. So kann vermieden werden, dass Arbeitssuchende sich illegaler Methoden bedienen müssen und zunehmende Kriminalität die Sicherheit in der Region weiter gefährdet.

Neue Möbelstücke für malische Bevölkerung und Armee

Zwei Männer stehen vor einem Arbeitstisch. Einer arbeitet mit einem Elektrogerät an einem Möbelstück.

Vom Holzlager zur Arbeitsbank ist es nicht weit. In der Schreinerei entstehen aus den Holzresten Stühle, Tische, Schränke und vieles mehr. Das Mobiliar geht an die malische Armee und an die Bevölkerung rund um Gao.

Bundeswehr/Falk Bärwald

Die so produzierten Stühle, Tische, Schränke und Regale sind begehrt und finden schnell Abnehmer. „Für die malische Armee ist das Holz ein wertvolles Geschenk. Die hergestellten Holzgegenstände werden sowohl für die Armee selbst als auch für die Zivilbevölkerung verwendet“, berichtet Hauptfeldwebel Sven M., Transportgruppenführer in der Unterstützungskompanie. Er ist unter anderem für den Transport der Holzreste verantwortlich. „Ich weiß, wie wichtig der Beitrag für die Zusammenarbeit mit unseren militärischen Partnern und der Bevölkerung ist“, betont der Hauptfeldwebel. Wertschätzung und Dankbarkeit seien bei jedem Holztransport aufs Neue zu spüren. „Das bestätigt uns darin, auf dem richtigen Weg zu sein und etwas Gutes zu tun“, so Sven M.

von Christoph Paul

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