Sicherheit in Gao

Patrouillen im Nahbereich Camp Castor

Patrouillen im Nahbereich Camp Castor

  • Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Die sogenannten „Ground Defense Area“ (GDA) Patrouillen werden in unmittelbarer Umgebung vom Camp Castor durchgeführt. Zu unterschiedlichen Zeiten werden diese von den Zügen der Objektschutzkompanie oder den Feldjägern durchgeführt. Sie zeigen dadurch Präsenz im Raum.

Sandboden mit Steinen

Die Veränderungen am Boden sind schwer zu erkennen

Bundeswehr/Marcus Schaller

Wie wichtig solche Patrouillen sind, hat sich erst vor Kurzem wieder gezeigt. Bei einer routinemäßigen GDA Patrouille durch die Objektschutzkompanie wurde eine verdächtige Stelle aufgeklärt. Diese wurde vermutlich zum Abschuss von Raketen auf Camp Castor vorbereitet. Nur durch eine Ausbildung und ein geschultes Auge im Erkennen von Bodenveränderungen konnte diese Veränderung im Gelände aufgeklärt werden. Das Weapons Intelligence Team untersuchte daraufhin die Stelle. Das Team besteht aus Spezialisten zur Spurensicherung.

Präsenz zeigen

Ein Soldat läuft durch Gao

Auch die Patrouille zu Fuß ist eine Art um Präsenz zu zeigen. Auf diese Weise hat man mehr Kontakt zur Bevölkerung und sie zu uns.

Bundeswehr/Christoph Liesmann

Durch die ständigen Patrouillen in und um Gao zeigt das deutsche Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali nicht nur gegenüber der malischen Bevölkerung Präsenz. Sie tragen dazu bei, dass die verschiedenen Terrorgruppierungen keine Möglichkeit haben, hier Fuß zu fassen und sich zu etablieren.
Nicht nur das deutsche Einsatzkontingent führt solche Patrouillen im Nahbereich durch. Afrikanische und europäische Truppensteller teilen sich diese Aufgabe um eine zeitlich- und flächendeckende Aufklärung zu gewährleisten. Dafür sind die Bewohner von Gao und Umgebung sehr dankbar.

Eine Patrouille – mehrere Aufgaben

Ein Soldat mit Karte in der Wüste.

Auch das Ermitteln des eigenen Standortes mit Hilfe von Karte und Kompass will in der Wüste gelernt sein

Bundeswehr/Markus Schaller

Die täglich stattfindende Patrouille kann noch weitere Aufträge abdecken. Sie kann der Aufklärung von behelfsmäßigen Feuerstellungen, aus denen das Lager durch indirektes Feuer beschossen werden kann, dienen oder die Absicherung des Einsatzflughafens bei einem möglichen Beschuss auf Luftziele in niedrigen Höhen beinhalten. Diese werden individuell und lageabhängig in bestimmten Räumen durchgeführt.

Erkunden und Dokumentieren

Ein Schützenpanzer steht auf einem Hügel

Vororterkundung mit Blick ins Gelände besser als eine Erkundung aus der Luft durch Drohnen und Hubschrauber

Bundeswehr/Markus Schaller

Ein weiterer Auftrag für die Patrouille kann die Erkundung und Dokumentation von bestimmen Geländepunkten, die Gangbarkeit von Straßen und Sandpisten sein. Dafür ist immer eine Vororterkundung mit Blick ins Gelände besser als eine Erkundung aus der Luft durch Drohnen und Hubschrauber. Diese Informationen können für spätere Patrouillen und Operationen ausschlaggebend sein. Die Erkenntnisse werden schriftlich und bildlich dokumentiert und zur Auswertung an das Hauptquartier MINUSMAMultidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali weitergegeben. In Mali sehen Ortschaften, Geländepunkte und das Straßennetz bei jeder neuen Erkundung anders aus. Auffälligkeiten werden sofort gemeldet und weitergegeben. Dies können Ansammlungen, verdächtiges Verhalten von Personen und Fahrzeugen sein.

Selbstschutz hat höchste Priorität

Der Monitor der Waffenanlage.

Mit der Waffenanlage kann Tag und Nacht das Gelände beobachtet werden. Das sorgt für große Sicherheit.

Bundeswehr/Markus Schaller

Um den bestmöglichen Schutz und Versorgung sicherzustellen, fahren die Kräfte nie alleine aus dem Lager, obwohl sie sich dank ihrer Bewaffnung selbst verteidigen könnten. Bei einer längeren und räumlich größeren Patrouille werden die Kräfte der Objektschutzkompanie oder Feldjäger von Unterstützungskräften begleitet.

von Markus  Schaller

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