MINUSMA: Aufklärung ist der Schlüssel zum Erfolg

MINUSMA: Aufklärung ist der Schlüssel zum Erfolg

  • Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
3 MIN

Um bei Operationen die Gefährdung für die am Boden eingesetzten Soldatinnen und Soldaten zu minimieren, werden im Deutschen Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali Drohnen eingesetzt. LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung, ALADIN und MIKADO überwachen, klären auf und unterstützen den militärischen Patrouillenführer vor Ort bei der Erfüllung seines Auftrages. Dabei wird eines deutlich: Rechtzeitige Aufklärung ist ein Mittel für den militärischen Erfolg.

Hilfe aus der Luft

Die Drohne LUNA im Himmel

Die LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung begleitet Operationen auch fernab des Camps Castor, ihr Flugradius umfasst bis zu 80 Kilometer

Bundeswehr/PAO Minusma

Die Drohnen LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung, ALADIN und MIKADO sind eine große Hilfe für das Deutsche Einsatzkontingent MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali in Mali. Je nach Art und Zweck des Einsatzes liefern sie Echtzeitbilder oder können Videosequenzen für eine spätere Auswertung aufzeichnen. Alle Drohnen können am Tage sowie in der Nacht eingesetzt werden. Sie dienen unter anderem dazu, Informationen über Ortschaften, Personen und Fahrzeuge zu erfassen oder diese zu identifizieren. Die Reichweite variiert je nach Drohne – bei der MIKADO beträgt sie einen Kilometer, bei der LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung sind es bis zu 80 Kilometer. Jede Drohne darf nur von ausgebildetem Personal gesteuert werden.

MIKADO: die unkomplizierteste von allen

Die Drohne MIKADO steht mit laufenden Rotoren auf dem Boden, im Hintergrund ein Soldat mit Fernbedienung

Die MIKADO wird vom Boden aus gestartet und über ein Handbedienfeld mit Verbindung zu einer Bodenkontrollstation gesteuert

Bundeswehr/Thomas Bierbaum

MIKADO steht für Mikro-Aufklärungsdrohne im Ortsbereich. Sie kommt in Mali hauptsächlich im Nahbereich zum Einsatz und unterstützt die Aufklärungs- sowie Objektschutzkompanie dabei, ihren Auftrag zu erfüllen. Die MIKADO ist unkompliziert und extrem schnell startklar: Aufgrund ihrer Reichweite von bis zu einem Kilometer und einer Flughöhe von 30 Metern muss sie vor dem Start nicht extra im Luftraum angemeldet werden. Sie ist innerhalb von fünf Minuten zusammengebaut und ohne weitere Genehmigungsverfahren in der Luft.  

Die Bilder der MIKADO werden per stör- und täuschresistenter Funkübertragung übermittelt. Der Patrouillenführer kann sich dank des Livebildes innerhalb kürzester Zeit ein Bild vor Ort verschaffen, sein weiteres Vorgehen planen und auf mögliche Bedrohungen schnellstmöglich reagieren. Sollte der Kontakt zum Drohnenbediener einmal abreißen, fliegt die MIKADO automatisch zum Ausgangspunkt zurück.

Alles bestens im Blick: die ALADIN im Einsatz

Ein Soldat in der Wüste startet die Drohne ALADIN

Hand- und Spanngummistart sind zwei Möglichkeiten, die ALADIN in die Luft zu bekommen

Bundeswehr/PAO MINUSMA

Die Abbildende Luftgestützte Aufklärungsdrohne im Nächstbereich, besser bekannt unter dem Namen ALADIN, wird ebenfalls in Mali eingesetzt. Aufgrund ihrer Flughöhe von bis zu 150 Metern wird sie wie ein normales Flugobjekt behandelt und muss deshalb im Luftraum angemeldet werden. Die ALADIN wird mittels Wurftechnik – dem sogenannten Handstart – oder über einen Spanngummi in die Luft geschleudert und gestartet. Nachdem der Vorflugcheck sowie die Streckenplanung abgeschlossen sind und die Fluggenehmigung erteilt ist, ist die ALADIN innerhalb von 10 bis 15 Minuten in der Luft.

Mit ihr werden komplexere Aufgaben in bis zu fünf Kilometern Entfernung wahrgenommen. Während des Fluges ist eine ununterbrochene Videoaufzeichnung sichergestellt, auf Knopfdruck können zusätzlich Bilder aufgenommen werden. Der Bediener hat die Bedieneinheit immer im Blick und kann darauf die Sensordaten ablesen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend in einem Bericht zusammengefasst und unter anderem dem MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali-Hauptquartier in Bamako zur Verfügung gestellt.

LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung kommt am weitesten

Die Drohne LUNA steht auf einem Standfuß, im Hintergrund ein Lkw der Bundeswehr

Die LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung fliegt in einer Flughöhe von bis zu 4000 Metern, der LkwLastkraftwagen im Hintergrund dient als Bodenkontrollstation

Bundeswehr/Thomas Bierbaum

Mit der LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung, Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungs-Ausstattung, werden mehrstündige Operationen begleitet und aus der Luft überwacht. Mögliche Bedrohungen werden so in einer Entfernung von bis zu 80 Kilometern aufgeklärt. Die 40 Kilogramm schwere Drohne wird über ein Startkatapult in den Himmel geschossen. Das an Bord befindliche Zweitakt-Benzingemisch verleiht dem Fluggerät eine Flugdauer von mehr als vier Stunden.

Mit der Kamera liefert die LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung bei allen Tages- und Witterungsbedingungen Video- und Infrarotfilme sowie Standbilder in Echtzeit. Somit können Marschwege für die eigenen Truppen erkundet und bewertet werden. Gesteuert wird sie über eine Bodenkontrollstation im Inneren eines LkwLastkraftwagen Duro 3 Yak. In Summe bietet das Trio der Drohnen für jeden Zweck die passenden Funktionen und sorgt somit für Sicherheit im Einsatz.

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Ein Soldat putzt mit einem Tuch das Display vom Bedienteil für die MIKADO

Der malische Staub setzt sich überall ab, weshalb Sauberkeit eine Voraussetzung für die Einsatzbereitschaft des Materials ist

Bundeswehr/Thomas Bierbaum
Ein Soldat blickt auf das Bedienteil der MIKADO

Der Oberstabsgefreite Toni T. fliegt die MIKADO für die Objektschutzkompanie und sorgt somit für Sicherheit

Bundeswehr/PAO MINUSMA
Die MIKADO in der Luft, im Hintergrund Wolken

Die MIKADO wird von vier kleinen Rotoren angetrieben und ist in weniger als fünf Minuten startbereit

Bundeswehr/Thomas Bierbaum
Die Drohne ALADIN ist in Einzelteilen in Schaumstoff eingepackt

Die ALADIN ist sicher und stoßfest verpackt

Bundeswehr/PAO MINUSMA
Ein Soldat baut die Drohne ALADIN zusammen, im Hintergrund ein Fahrzeug der Bundeswehr

Schnell und unkompliziert: Der Zusammenbau der ALADIN dauert nur wenige Minuten

Bundeswehr/Thomas Bierbaum
Die Drohne ALADIN liegt zusammengebaut auf der Motorhaube eines Fahrzeugs der Bundeswehr

Nachdem die Streckenplanung abgeschlossen und die ALADIN zusammengebaut ist, kann es losgehen

Bundeswehr/PAO MINUSMA
Ein Fahrzeug der Bundeswehr, der Lkw Duro 3 Yak, steht in einem Camp in der Wüste

In einem LkwLastkraftwagen Duro 3 Yak wird die LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung sicher verstaut zu ihrem Startpunkt transportiert

Bundeswehr/Thomas Bierbaum
Ein Fahrzeug der Bundeswehr, ein Lkw Duro 3 Yak, der als Bodenkontrollstation dient

Die Bodenkontrollstation, aus der die LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung gesteuert wird

Bundeswehr/Thomas Bierbaum

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von Thomas Bierbaum

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