Malisches Kunsthandwerk im Camp Castor

Malisches Kunsthandwerk im Camp Castor

  • Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN
Holzfiguren und weitere Verkaufsgegenstände

Die angebotenen Holzfiguren sind von den Maliern handgeschnitzt und bemalt worden. Vom Affen bis zum Krokodil ist alles im Angebot

Bundeswehr / Daniel Richter

Am Vormittag öffnet der Kunst- und Handwerksmarkt im Camp Castor. Auf einer Freifläche im Camp bieten insgesamt 13 Händler aus der Region Gao und Umgebung ihre Waren an. Schnell füllt sich der Platz mit deutschen Soldaten. Auch die Kameraden aus EL Salvador, Litauen, Belgien, Estland und Kanada sind an den künstlerischen Produkten der Malier interessiert.

Holzskulpturen und Masken als Verkaufsschlager

Die meisten Soldaten verschaffen sich erst einmal einen Überblick über die angebotenen Waren. Neben großen und schweren Holzfiguren aller Art, bieten die Händler vor allem Masken und Schmuckkästchen, aber auch Metallschmuck und Bilder an. Die meisten Waren produzieren malische Kunsthandwerker selbst. Die Produkte erzählen eine eigene Geschichte. „Ich finde es toll, dass die malischen Händler ihr Kunsthandwerk im Camp anbieten können“, sagt Stabsfeldwebel Daniel R. Die Preise sind natürlich Verhandlungssache. Die malischen Händler haben sichtlich Spaß daran, mit den Käufern einen guten Preis auszuhandeln.

Oberstes Gebot: Feilschen!

Maler zeichnet

Landestypisch sind malische Aquarelle, die vor allem Land und Leute darstellen. Aber auch religiöse Motive und Tierporträts werden ausgestellt

Bundeswehr / Daniel Richter

„Wo hat man denn schon mal die Gelegenheit, ein landestypisches Produkt zu erwerben“, meint Oberstleutnant Gerald S. und freut sich über die soeben erworbene Schmuckschatulle.

Gute Gelegenheit für ein kurzes Gespräch

Gegen Nachmittag naht das Ende des Marktes. Die Händler packen langsam ihre restlichen Waren zusammen. Der Interkulturelle Einsatzberater des Kontingents hat den Markt vorbereitet. Die zivile Beraterin des Auswärtigen Amtes, Kristine D., unterstützte ihn dabei. Ihr Fazit: „Ich freue mich, dass das Interesse für den Markt so groß ist und dass gerade die Soldatinnen und Soldaten, die das Camp nicht verlassen, die Möglichkeit erhalten, Erinnerungsstücke zu erwerben und mit Maliern in Kontakt zu kommen.“


von Gerald Schinn

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