MINUSMA: Unterstützung aus der Luft – Internationale Übung

MINUSMA: Unterstützung aus der Luft – Internationale Übung

  • Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Gao
Lesedauer:
2 MIN

Die Turbinen eines kanadischen Hubschraubers vom Typ Chinook starten. Die Rotorblätter fangen langsam an sich zu drehen. Es wird lauter und windiger im Hangar. Eine Gruppe von kanadischen, belgischen, el salvadorianischen und deutschen Soldatinnen und Soldaten wartet, dass sie in den Hubschrauber steigen kann. Ziel? Die Schießbahn in Amakouladji.

Am Abend zuvor

Soldat mit Gewehr im Anschlag

Ein Soldat beobachtet den Horizont. Aufgestellte Seecontainer dienen als Zielscheibe

Bundeswehr / Stefano Guagliano


Am Abend zuvor sitzen 15 deutsche Soldatinnen und Soldaten in einem Besprechungsraum. Eine letzte Einweisung wird durch den kanadischen Hubschrauberpilot Captain Kelly vorgenommen. Mit dem Durchgehen der Funksprüche endet das Briefing und die Vorbereitung für das Training. Knapp zwölf Stunden später sitzen die Soldatinnen und Soldaten im Hubschrauber. Ein Teil des Fluges geht am Fluss Niger entlang, der andere querfeldein. Mehrere Doorgunner sichern aus den Hubschrauber. Nach 30 Minuten ist die Schießbahn erreicht. Rasch wird abgesessen und das Umfeld gesichert. Nachdem die Sicherung steht, beginnt die praktische Ausbildung. Die Funkverbindung zur Luftunterstützung wird aufgebaut. Eine Authentifizierung erfolgt binnen Sekunden. Es kann losgehen.


Im Tiefflug über die Köpfe der Soldatinnen und Soldaten

Ein Soldat sitzt an einem Maschinengewehr an der offenen Luke im Hubschrauber

Ein kanadischer Doorgunner – Türschütze beobachtet das Gelände beim Flug über Mali

Bundeswehr/Stefano Guagliano


Alle nötigen Informationen zum Ziel, wie eigene oder feindliche Position sind in einem standardisierten Verfahren enthalten und werden per Funk an das Luftfahrzeug weitergegeben. Wenige Minuten später nähern sich zwei Hubschrauber vom Typ Griffon im Tiefflug. Sie fliegen über die Köpfe der Soldatinnen und Soldaten. Schüsse sind zu hören, Staub wird aufgewirbelt. Am Horizont sind die Treffer zu sehen. Aufgestellte Seecontainer dienen dabei als Zielscheibe.



Beobachten, abwarten, erneut Anfliegen

Soldat mit Funkgerät, weitere Soldaten um ihn herum

Die Verbindung zum Luftfahrzeug wird durch einen deutschen Soldaten hergestellt. Hier werden alle wichtigen Informationen durchgegeben

Bundeswehr / Stefano Guagliano

Nun heißt es beobachten und abwarten – sind alle Ziele bekämpft? Ist das nicht der Fall, dreht die Griffon eine Schleife am Horizont und fliegt nochmals an. Unter Einsatz des Maschinengewehrs vom Typ MG6 - Mini-Gun, donnert dann erneut die Griffon über die Soldatinnen und Soldaten. Übung erfüllt, Feind bekämpft. Alle Soldatinnen und Soldaten durchlaufen diese fordernde Ausbildung. Trotz der Anstrengungen macht es auch Freude, diese Abläufe zusammen mit den Kameradinnen und Kameraden anderer Nationen zu üben. Nach zahlreichen Durchgängen der kanadischen Hubschrauber und dem Verschuss der für die Übung bereitgestellten Munition, meldet der Pilot den Rückflug ins Camp. Nun übernimmt die Verantwortung, für die Zielbekämpfung, ein kleiner bewaffneter el salvadorianischer Hubschrauber: Ein sogenannter „Little Bird“.


Übungsende – zurück ins Camp

Mehrere Soldaten schauen einen Hubschrauber am Himmel an

Die Soldaten beobachten erneut. Wieder und wieder fliegt der Hubschrauber an und bekämpft die durchgegebenen Ziele

Bundeswehr / Stefano Guagliano


Im Camp Castor angekommen wird abgesessen und die Ausrüstung abgelegt, Sicherheit an den Waffen hergestellt sowie die Vollzähligkeit des Materials überprüft. Die Verantwortlichen der Ausbildung starten eine kurze Abschlussbesprechung. Das Resümee fällt positiv aus. Ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde noch einmal erklärt, worauf es bei diesem Verfahren ankommt. Schnell wird klar, eine Fortsetzung der Ausbildung soll bald folgen.

von Stefano Guagliano