Ready for Takeoff – Neue Runway für Niamey und MINUSMA

Ready for Takeoff – Neue Runway für Niamey und MINUSMA

  • Einsatz
  • MINUSMA
Datum:
Ort:
Niamey
Lesedauer:
2 MIN

Die Transall C-160 ESSElektronische Selbstschutzanlage weiht die neue behelfsmäßige Start- und Landebahn in Niamey ein. Hier wurde getestet, ob es noch Diskrepanzen für die kontinuierliche Nutzung der Bahn gibt. „Wir gehen natürlich nicht davon aus, müssen uns aber mit diesem Start- und Landemanöver davon vergewissern“, betont Oberstleutnant Markus Z., Leiter des Lufttransportstützpunktes in Niamey, kurz nach dem Start.

Das Flugzeug hebt gerade ab

Premiere: Die Transall C-160 hebt als erstes Luftfahrzeug von der neuen behelfsmäßigen Start- und Landebahn ab

Bundeswehr/Elisabeth Rabe

Was ist der Grund für eine neue behelfsmäßige Start- und Landebahn?

Zwei Soldaten stehen auf der Landebahn und unterhalten sich

Oberstleutnant Markus Z. (l.) im Interview nach dem ersten Start

Bundeswehr/Elisabeth Rabe

Markus Z.: „Der Ursprung der behelfsmäßigen Start- und Landebahn liegt in der Zusage der deutschen Bundeskanzlerin gegenüber dem nigrischen Stützpunkt im  Oktober 2016. Die Absicht war es, die Belastbarkeit des Flughafens Niamey vor dem Hintergrund eines zu erwartenden erhöhten zivilen, aber vor allem militärischen Luftverkehrs – der „Drehscheibe Niamey“ – deutlich zu erhöhen.“ Zunächst als „Taxiway“ bezeichnet, wurde das Projekt notwendigerweise aufgrund der Arbeiten an der zivilen Start- und Landebahn als behelfsmäßige Bahn mit direktem Anschluss an die zukünftige deutsche Flugbetriebsfläche realisiert. Nach Fertigstellung wird die behelfsmäßige Start- und Landebahn vollständig in die Gesamtarchitektur des Flughafens eingebunden.


Welche Auswirkungen hat der Ausbau auf den Flugbetrieb?

Ein Soldat hock und berührt den Boden

Große Freude nach dem ersten Start: Oberstleutnant Markus Z. prüft „seine“ neue behelfsmäßige Start- und Landebahn

Bundeswehr/Michael Zacher

Durch die Etablierung der behelfsmäßigen Start- und Landebahn ist die permanente Operationsführung der Western Partner Nations auch dann gewährleistet, wenn die einzig nutzbare Start- und Landebahn des Flugplatzes Niamey durch Ausbesserungsarbeiten nur halbtags nutzbar ist. Das bedeutet, dass der Hauptauftrag des Lufttransportstützpunktes Niamey, nämlich die Bereitstellung und Durchführung der Taktischen Luftmedizinischen Evakuierung mit der Transall C-160 ESSEuropäische Sicherheitsstrategie für deutsche sowie alliierte Kräfte, jederzeit gewährleistet ist. Ohne die behelfsmäßige Start- und Landebahn wären verschiedenartige Bodenoperationen nicht mehr durchführbar. Da diese Aufklärungsergebnisse und die zwingend notwendige Sicherstellung durch medizinische Evakuierung, rund um die Uhr erfordern.

Also ein besonderer Tag insbesondere für Niamey und die Bevölkerung?

Ein Flugzeug in der Luft

Die Transall nach ihrem ersten Start auf der neuen Landebahn in Niamey

Bundeswehr/Elisabeth Rabe

Markus Z.: „Die Eröffnung war für uns, unsere Partner, sowie für das Land und auch die Bevölkerung von elementarer Bedeutung. Demzufolge waren neben den vier Kommandeuren aus Deutschland, Frankreich, den Vereinigten Staaten von Amerika und Italien auch der Leiter des militärischen Teils des Flughafens, Colonel Salifou Mainassara und der Verbindungsoffizier, Major Ibrahim Maikanti zugegen.“ Auch der deutsche Botschafter war vor Ort. Markus Z. ist sichtlich zufrieden: „Es war ein überaus erfolgreicher Tag für uns alle. Die multinationale Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Italien, Frankreich und den U.S.A. hat wunderbar funktioniert. Das enge Zeitfenster von nur vier Wochen bis zum ersten Start haben wir in Team-Arbeit realisiert. Eine besondere Herausforderung war natürlich, dass wir die Eigenschaften und Anforderungen eines jeden hier eingesetzten fliegenden Waffensystems berücksichtigen mussten. Das war wirklich Team Spirit at its best!“

von Michael Zacher

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