Weihnachtsgruß Einsatzführungskommando

Grußbotschaft des Befehlshabers Einsatzführungskommando

Liebe Kameradinnen und Kameraden,
liebe Angehörige unserer Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr,

ja, es ist wieder Weihnachten geworden. Unzählige Menschen haben heute, so wie jedes Jahr, das Weihnachtsevangelium gehört und die Geburt Jesu Christi gefeiert. In Millionen von Wohnzimmern erstrahlen wieder die Lichter der Weihnachtsbäume. All das ist uns sehr vertraut. Und doch ist dieses Jahr alles anders.
Statt sich im großen Kreise mit Familie und Freunden unter dem Weihnachtsbaum zu versammeln, ist das Gebot der Stunde, die Zahl der Kontakte zu reduzieren.
Statt über die Feiertage alle Freunde und Bekannten zu besuchen, sind wir nun dazu aufgerufen, auf alle nicht zwingend notwendigen Reisen und Feierlichkeiten zu verzichten.

Der Befehlshaber Einsatzführungskommando sitzt vor einem Adventskranz
Bundeswehr/Marc Tessensohn


Der Aufruf unserer Bundeskanzlerin ist klar, wenn sie sagt: „Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.“
Sie jedoch, und gut 3.000 weitere Soldatinnen und Soldaten, verbringen die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel in einem Auslandseinsatz oder einer einsatzgleichen Verpflichtung. Insbesondere in einem solch entbehrungsreichen Jahr wie diesem hinterlassen Sie damit zu Hause eine große Lücke in Ihren Familien beziehungsweise Ihrer Partnerschaft.  
Und dennoch bringen Sie sich jeden Tag ein, Sie schauen nicht nur zu. Das ist gut so.
Denn die Herausforderungen einer Zeit des Umbruchs, vor denen wir stehen, sind vielfältig: Im Auftrag der Vereinten Nationen, der NATO oder der Europäischen Union leisten Sie fern von Zu Hause Ihren Beitrag für mehr Sicherheit und Stabilität in den Krisenregionen dieser Welt.  
Sie tun dies mit einer Hingabe und einem Maß an Pflichterfüllung, die mich mit besonderem Stolz erfüllen. Dabei ist unmissverständlich klar, dass dieses berufliche Selbstverständnis ohne die herausragende Unterstützung Ihrer Lieben zu Hause nicht möglich wäre.
Deshalb richte ich meinen ausdrücklichen Dank nicht nur an Sie, liebe Kameradinnen und Kameraden, sondern ebenso an Ihren Familien- und Freundeskreis sowie die Kameradinnen und Kameraden in der Heimat.
Nicht zuletzt die Einweihung des kürzlich zurückgeführten Ehrenhains aus dem Kosovo erinnert uns stets an die Risiken unseres Berufes. Wir vergessen auch unsere im Einsatz ums Leben gekommenen Kameradinnen und Kameraden nicht. Ihren Angehörigen und Familien sichern wir weiterhin unsere uneingeschränkte Unterstützung zu und spenden Ihnen Trost, soweit das überhaupt möglich ist.

Liebe Kameradinnen und Kameraden,
auch wenn die Corona-Pandemie unser aller Leben verändert hat und auch, wenn die Herausforderungen, die vor uns liegen, gewaltig sind:
Wir sind uns unserer Stärke und unserer kameradschaftlichen Kraft bewusst. Wir handeln mit der großen Kraft derjenigen, die sich ihrem Auftrag stellen.
Und wir schöpfen aus dem Zuspruch der vielen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die hinter uns stehen und sich gemeinsam mit uns für eine sichere und stabile Gesellschaft einsetzen.
Meine Gedanken begleiten Sie in den kommenden Tagen. Ich wünsche Ihnen, liebe Soldatinnen und Soldaten, viele besinnliche Momente im Kreise Ihrer Kameradinnen und Kameraden, ein friedliches Weihnachtsfest, Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit für das vor uns liegende Jahr 2021.

Kommen Sie gesund an Leib und Seele in die Heimat zurück!
Gott schütze Sie!
Ihr Erich Pfeffer