Erfahrungsbericht - Holger Witschorek

Erfahrungsbericht - Holger Witschorek

  • Kooperation
  • Berufsförderungsdienst
Datum:
Lesedauer:
3 MIN


Holger Witschorek

Holger Witschorek, Stopftechnik Bahnbau Gruppe GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung

Deutsche Bahn

Wie sieht Ihr Werdegang aus? Wie sind Sie zur Bundeswehr gekommen?

Ich habe nach der zehnten Klasse von 1983 bis 1985 eine Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/Gleisbauer bei der Deutschen Bahn in Hannover-Leinhausen absolviert. Anschließend bin ich zum Grundwehrdienst bei den Pionieren in Hannover-Münden einberufen worden. Zu den Pionieren kam ich, weil ich mit meiner Berufsausbildung aus der Baubranche dorthin passte.

Was haben Sie bei der Bundeswehr gemacht?

Angesichts meiner guten sportlichen Leistungen beim Schwimmsport, Marathonlauf, 100 Kilometer-Läufen und so weiter wurde in den ersten Monaten eine bei der Bundeswehr ansässige Gruppe von Tauchern auf mich aufmerksam und ich wechselte dorthin. Aufgrund diverser Spezialausbildungen habe ich mich dann für 13 Jahre verpflichtet. Neben den militärischen Ausbildungen gehörten auch die Ausbildung „Geprüfter Taucher (IHK)“ und die Berufsausbildung „Bürokaufmann (IHK)“ an einer Abendschule dazu. Ich habe in der Zeit bei der Bundeswehr die Führerscheine zum Führen von Sportbooten, LkwLastkraftwagen und Personenbeförderungsschein (Busschein) erworben. Weiterhin erhielt ich pädagogische und didaktische Ausbildungen und später die Spezialausbildung zum Feuerwerker (Munitionstechnik). Unser Alltag sah sehr viel Sport und sehr viele Übungen und Einsätze vor. Wir waren oft wochenlang unterwegs und im Einsatz. Die letzten zwei Dienstjahre habe ich dann genutzt, um die Ausbildung zum Bautechniker zu absolvieren. Ich bin dann Ende der 1990er Jahre als Oberfeldwebel in den Status der Reserve gewechselt.

Skizzieren Sie kurz Ihren Werdegang bei der DBDeutsche Bahn. Wie sieht Ihr aktueller Alltag aus?

Nachdem ich wieder im zivilen Sektor tätig war, habe ich die Tätigkeit als Bauleiter im Gleisbau bei einer Privatfirma angenommen und wurde unter anderem zum „Bauüberwacher Bahn im Bereich Oberbau/Ingenieurbau„ ausgebildet. 2001 wechselte ich dann zur damaligen Deutsche Bahn Gleisbau nach Augsburg, die eine hundertprozentige Tochter des DBDeutsche Bahn Konzern war. Dort war ich als Bauleiter für Neu-, Umbau- und Instandsetzungsprojekte im Bereich Oberbau verantwortlich. Mein Aufgabenbereich umfasste die Kostenverantwortung, die Baustellenvorbereitung, Abwicklung und Kontrolle von Baumaßnahmen, die Sicherheit der Baumaßnahmen, die Abnahme und Abrechnung der Projekte und viele weitere damit verbundene Tätigkeiten. Ich wickelte dabei die Projekte hauptsächlich im bayrischen Raum ab.

Zu den Weiterbildungen gehörten unter anderem die Ausbildung zum „Technischen Betriebswirt (IHK)“ im Fernstudium und die Ausbildung zum „Projektleiter Management International (IHK)„. Zahlreiche fachliche Weiterbildungen im Bereich der Führungskräfte bei der DBDeutsche Bahn, sowie Mitarbeiterführung, folgten.

Mittlerweile bin ich einer von sieben Bauleitern im DBDeutsche Bahn Konzern. Wir sind im Bereich der Stopf- und Messtechnik für die Maschinen und vor allem für die Menschen, die diese bundesweit bedienen, zuständig.

Parallel zu meiner Tätigkeit als Bauleiter bin ich zusätzlich als Örtlicher Betriebsleiter an unserem Standort Augsburg für den sicheren schienengebundenen Verkehr zuständig.

Was hat Sie damals dazu bewogen, sich bei der DBDeutsche Bahn zu bewerben?

Die Gründe sind sehr vielschichtig und haben sich mit den Jahren verändert.

Damals, 2001, war der berufliche Einstieg bei der Bahn für mich ausschlaggebend und wichtig. Neben den Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln und in einem großen Konzern an vielen spannenden Themen mitzuwirken, wiegt natürlich auch der Gedanke der beruflichen Sicherheit. Ein weiterer Aspekt war und ist es bis heute, meinen persönlichen Beitrag für das Gemeinwohl der Bevölkerung und die Umwelt zu leisten.

Welche Fähigkeiten aus der Zeit bei der Bundeswehr können Sie bei der DBDeutsche Bahn anwenden?

Viele verschiedene Fähigkeiten kann ich anwenden.

Es gibt einige Parallelen zwischen der Bundeswehr und dem DBDeutsche Bahn Konzern. Beides sind staatlich geprägte Systeme, die entsprechende Strukturen und Prozesse aufweisen, die einen gewissen Umgang, Verständnis und Sensibilität fordern. Mit Durchhaltevermögen, Leistungsstärke, Toleranz und Aufgeschlossenheit für neue Themen kann man bei der DBDeutsche Bahn viel erreichen. Eine ganz wichtige Fähigkeit ist der respektvolle und kameradschaftliche beziehungsweise kollegiale Umgang untereinander.

Welche Tipps geben Sie ausscheidenden Kameradinnen und Kameraden für einen beruflichen Werdegang bei der DBDeutsche Bahn?

Der DBDeutsche Bahn Konzern besitzt eine Vielzahl von Tätigkeiten, die hochinteressant sind und in denen man sich beruflich wie auch persönlich ständig weiterentwickeln kann. Durch die unterschiedlichen Untergesellschaften der DBDeutsche Bahn und den damit verbundenen Aufgaben besteht zudem die Möglichkeit, je nach persönlicher Neigung und Fähigkeit, seinen ganz persönlichen Beitrag zu leisten.

Schaut Euch die Tätigkeiten an, macht Euch selber eine Bild vom Konzern und bringt Eure eigenen Ideen und Visionen ein!

von  BAPersBw II 2.3  E-Mail schreiben