Interview

Erfahrungen aus der Bundeswehr im Zivilberuf einbringen

Erfahrungen aus der Bundeswehr im Zivilberuf einbringen

  • Kooperation
  • Berufsförderungsdienst
Lesedauer:
2 MIN


Martin Stadtmüller von der Deutsche Post DHL

Martin Stadtmüller von der Deutsche Post DHL

Deutsche Post


Martin Stadtmüller ist ehemaliger Hauptfeldwebel der Bundeswehr. Nach zwölf Jahren Wehrdienst hat er im Oktober 2018 einen beruflichen Neuanfang bei der Niederlassung BRIEF Augsburg gewagt. Hier arbeitet er als Managementsystemkoordinator für Qualität, Umwelt, Energie und Arbeitsschutz. Im Interview berichtet er, wie er den Wechsel zur Deutsche Post DHL Group erlebt hat.

Herr Stadtmüller, wie kamen Sie zur Deutsche Post DHL Group?

Am Ende meiner Wehrdienstzeit habe ich mich vom militärischen Dienst freistellen lassen, um BWL Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Gleich zu Beginn des Studiums wollte ich zivilberufliche Erfahrungen in Form eines längeren Praktikums sammeln. Dank meiner Zusatzqualifikation im Bereich der Zertifizierung für Qualitätsmanagementsysteme und privater Kontakte bei der Deutschen Post ergab sich dann die Möglichkeit, in der Niederlassung Augsburg ein solches Praktikum zu absolvieren.

Wie wurden Sie in der Niederlassung Augsburg aufgenommen?

In der Niederlassung wurde ich sehr gut und mit großer Spannung aufgenommen, da in der Niederlassung noch keinerlei Erfahrungswerte mit ehemaligen Soldatinnen und Soldaten vorlagen. Um mir einen guten Einstieg zu ermöglichen, stand mir für die Dauer des Praktikums eine erfahrene Kollegin als Mentorin für den Bereich des Qualitätsmanagements zur Seite.

Welche Bereiche haben Sie in Ihrem Praktikum durchlaufen?

In meiner Praktikumsphase konnte ich sehr unterschiedliche Bereiche kennenlernen. Darunter fielen zum Beispiel die stationäre Bearbeitung von Briefen und Paketen, sowie der Transport und die Auslieferung. Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit lag aber im Bereich der Administration und der Zertifizierung im Qualitätsmanagement.

Welchen Herausforderungen sind Sie in dieser Zeit begegnet?

Die sicherlich größte Herausforderung bestand darin, eine angegliederte Tochtergesellschaft innerhalb kürzester Zeit zur Zertifizierungsreife im Energiemanagement zu bringen. Hierbei halfen mir meine Erfahrungen aus der Dienstzeit bei der Bundeswehr, denn insbesondere psychische Belastbarkeit sowie gute Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten waren gefragt. Daneben musste ich mich innerhalb kürzester Zeit in ein komplett neues Aufgabengebiet, nämlich in das Immobilienmanagement, einarbeiten, um den Ausfall eines Kollegen zu kompensieren.

Welchen Tipp haben Sie für die aktuellen Kameradinnen und Kameraden, die sich auf Zeit bei der Bundeswehr verpflichtet haben?

Erstens, nutzt das wirklich vielseitige Angebot des Berufsförderungsdienstes und lasst euch regelmäßig beraten! Zweitens, macht euch klar, dass ihr als Soldatinnen und Soldaten aufgrund eurer vielseitigen Kompetenzen in der Wirtschaft sehr begehrt seid und bringt diese auch bei zivilen Arbeitgebern wie der Deutschen Post ein!