Erste Meilensteine der Digitalisierung des Luftfahrtamtes erreicht

Erste Meilensteine der Digitalisierung des Luftfahrtamtes erreicht

  • Digitalisierung
  • Luftfahrtamt der Bundeswehr
Ort:
Köln-Wahn
Lesedauer:
2 MIN

Am 6. September 2018 wurden die Ergebnisse der ersten Projektphase zur Digitalisierung von Lizenzierungsprozessen im LufABw vorgestellt. Die Unterabteilung 4 II (Oberst i. G. Schröter) des LufABw arbeitete hierfür seit April 2018 mit Experten der BWI sowie der externen Software-Entwicklungsfirma Accenture Strategy Hand in Hand.Damit sind nun die Grundsteine für eine neue, zukunftsorientierte Digitalisierung des personellen Lizenzierungswesens gelegt.

Die Projektgruppe Digitalisierung des Luftfahrtamtes bei einer Besprechung am Tisch

Lizenzierung wird digitalisiert. Die Projektgruppe Digitalisierung präsentiert die ersten Ergebnisse.

Bundeswehr/Nurgün Schmidt

Die Digitalisierung der Bundeswehr auch im Bereich des LufABw mit Priorität voranzutreiben, war schon eines der Ziele des ehemaligen Amtschefs Generalmajor Badia. Noch unter seiner Ägide wurde die Unterabteilung 4 II „Lizenzierung Personal“ als einer derjenigen Arbeitsbereiche identifiziert, in dem durch Digitalisierung eine große Effizienzsteigerung möglich wäre. Das Personal verwaltet ca. 15.000 Lizenzen und der Lizenzierungsprozess ist geprägt von zahlreichen, sich größtenteils wiederholenden, administrativ aufwändigen Tätigkeiten. Aufgrund sehr knapper personeller Ressourcen fehlte dadurch zunehmend die Zeit für die Wahrnehmung notwendiger Prüf-, Bewertungs- und Entscheidungsaufgaben. Zusätzlich stützten sich Lizenzierungsprozesse teilweise auf veralteten Datenbanken ab, die weder gewartet noch in einer anderen Form unterstützt wurden.

Mit Kooperation zum Erfolg

Diese Umstände boten den Startschuss für die Digitalisierungsinitiative. In einem ersten Schritt wurden mit Hilfe von Experten der BWI sowie des Software-Entwicklers Accenture Strategy die vorhandenen Datenbanken direkt am betroffenen Arbeitsplatz analysiert. Zusammen mit den jeweiligen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern wurden passgenaue Lösungen erarbeitet und unter Nutzung bestehender BWI-Standards integriert, was zu einer deutlichen Verschlankung der vorhandenen Datenbanken und somit zu einer größeren Übersicht und einfacheren Bedienung führte. Damit konnte bereits nach kurzer Zeit ein erster Meilenstein des perspektivischen Gesamtprojekts „Digitalisierung LufABw“ erreicht werden.

Ein wesentlicher Erfolg dieser ersten Phase ist zusätzlich, dass es gelang, den Prototypen eines Software-Roboters zu programmieren. Dieser ist in der Lage, sich stets wiederholende Aufgaben nicht nur zu übernehmen, sondern diese auch wesentlich schneller und rund um die Uhr, sieben Tage die Woche auszuführen. Ein solcher Roboter kann und sollte in eine umfassende „Lizenzierungssoftware“ eingebunden werden.

Im Rahmen der Ergebnispräsentation der ersten Phase konnten außerdem Vertreter des BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sowie des BMVgBundesministerium der Verteidigung CITCyber- und Informationstechnik für eine Weiterführung des Projekts gewonnen werden. Diese werden dabei helfen, die Optimierungspotenziale auszuschöpfen, die im Zusammenhang mit der Zielerreichung der ersten Phase erkannt wurden. Auch Dank dieses kooperativen Ansatzes geht die Digitalisierung im Bereich der Unterabteilung 4 II des LufABw zielstrebig voran.



von Stephan Schröter