Ingenieurin im technischen Dienst: Manavdip Singh-Bhangu

Ingenieurin im technischen Dienst: Manavdip Singh-Bhangu

Manavdip Singh-Bhangu hatte eigentlich andere Pläne. Aber mit dem Abbruch ihres Studiums der Mathematik verändert die gebürtige Hamburgerin ihren Lebensweg. Sie bewirbt sich für ein duales Studium der Wehrtechnik im gehobenen technischen Dienst der Bundeswehr. Die richtige Entscheidung? Das verrät Manavdip hier persönlich.

Porträtbild der Bundeswehr Ingenieurin Manavdip Singh-Bhangu

Das Mathematik-Studium war nicht ganz Manavdip Singh-Bhangus Fall. Das der Wehrtechnik schon.

Bundeswehr/Ronald Rogge

Markenbotschafterin für technische Berufe 

Ein abgebrochenes Studium eröffnet manchmal ganz neue berufliche Perspektiven. So ging es Manavdip Singh-Bhangu. „Ich hatte nach dem Abbruch meines Mathematikstudiums in Berlin einen richtigen Hänger, wollte aber unbedingt einen Abschluss“, erzählt die heute 30-Jährige . Ihre Schwester schlug damals vor, sich für ein duales Studium bei der Bundeswehr zu bewerben. „Ich hatte schon immer großen Respekt vor Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und dem, was sie leisten. Also habe ich es versucht.“ 
Bei Ihrer Bewerbung für die Universität der Bundeswehr in München bleibt sie sich treu. „Ich bin offen und ehrlich mit meinem Lebensweg umgegangen – und es hat funktioniert“, erklärt Singh-Bhangu. Sie erhält den Studienplatz für Wehrtechnik in der Fachrichtung Elektrotechnik. Der Clou: Das duale Studium ist bezahlt und Singh-Bhangu damit finanziell unabhängig. „Im Laufe des Studiums muss man Praktika abschließen“, erzählt sie. Gerade die vielfältigen Einblicke in die berufliche Praxis haben ihr geholfen, zu entscheiden, worauf sie Lust hat. Auch ein Auslandseinsatz ist grundsätzlich möglich. Singh-Bhangu entscheidet sich unter anderem für ein Praktikum an der WTDWehrtechnische Dienststellen 71 in Eckernförde. Hier arbeitet sie an der Weiterentwicklung und Erprobung von Torpedos und übernimmt eigene Teilprojekte.

Damit Personal und Material den richtigen Weg finden

Heute arbeitet Singh-Bhangu als Technische Regierungsoberinspektorin für das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz . Sie berät Nutzerinnen und Nutzer des Softwarefamilie SASPF und ist Markenbotschafterin der Bundeswehr für technische Berufe. 

Manavdip Singh-Bhangus sitzt am Laptop

Der Computer ist Singh-Bhangus wichtigstes Arbeitsgerät

Bundeswehr/Ronald Rogge

„Meine Hauptaufgaben sind Nutzerberatung und die Vergabe von Zugriffsrechten. Jeder, der im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr mit Materialbewirtschaftung, Logistik, Haushalt oder Rechnungswesen zu tun hat, braucht dieses Programmpaket“, sagt Singh-Bhangu. „Wir überprüfen auch, ob die Rechtevergabe Sinn ergibt – schließlich hilft es niemandem, wenn jemand für die Marine einen Panzer bestellen kann“, so die Ingenieurin. Damit unterstützt sie quasi vom Schreibtisch aus dabei, dass Personal und Material der Bundeswehr den richtigen Weg finden – auch in die zahlreichen Auslandseinsätze. 

Bereits mit ihrem Studium wird Singh-Bhangu zur Beamtin auf Lebenszeit ernannt. Doch darauf ruht sich die ambitionierte Ingenieurin nicht aus: „Ich komme aus Hamburg und möchte im Verlauf meiner Karriere wieder gerne in den Norden, etwas im Bereich der Marine machen. Sonartechnik etwa war das Thema meiner Bachelorarbeit“, so Singh-Bhangu über ihre Zukunftspläne. 

7 Fragen an Manavdip Singh-Bhangu

Beamtin im gehobenen technischen Verwaltungsdienst

Mit wem würden Sie gerne einen Monat tauschen?

Ehrlich gesagt: mit niemandem. Ich habe einen Job, eine schöne Beziehung und bin gesund. Mehr benötige ich erst mal nicht.

Welche Person bewundern Sie am meisten?

Meine Mutter. Sie ist eine intelligente, starke und liebevolle Person.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an anderen am meisten?

Empathie und Optimismus.

Was können Sie überhaupt nicht leiden?

Engstirnigkeit, Nieselregen, leere Akkus.

Wozu können Sie nicht „Nein“ sagen?

Zu Eiscreme und zu Grillfackeln.

Wie sieht es auf Ihrem Schreibtisch aus?

Chaotisch. Ich glaube, es heißt „Der Kluge hält Ordnung und das Genie beherrscht das Chaos“. Leider bin ich kein Genie. Schwierige Kombination.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Sie morgens zur Arbeit gehen?

Auf das zur-Arbeit-gehen. Mein Arbeitsweg ist sehr schön, vor allem der Blick von der Koblenzer Balduinbrücke. Dass ich die Möglichkeit habe, meinen Arbeitsweg zu Fuß zurück zu legen, ist toll. So startet man gerne in den Tag.

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