Innovationsbüro Fachkräfte für die Region DIHK Service GmbH

Innovationsbüro Fachkräfte für die Region DIHK Service GmbH

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3 MIN
(Innovationsbüro)


Köln, 05.07.2016, BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr II 2.3.
Für Fachkräftesicherung gibt es kein einfaches Patentrezept. In vielen Regionen der Bundesrepublik sind deshalb in den letzten Jahren individuell zugeschnittene Projekte, Initiativen und Netzwerke entstanden. Diese zu unterstützen, das ist die Aufgabe des Innovationsbüros Fachkräfte für die Region.

Jan Kuper, Projektleiter Innovationsbüro Fachkräfte für die Region DIHK Service GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung (Quelle: Innovationsbüro Fachkräfte für die Region DIHK Service GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung)

Mit dem Innovationsbüro, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finanziert wird und bei der DIHK Service GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK e.V.eingetragener Verein) angesiedelt ist, besteht seitens des Bundesministeriums der Verteidigung eine breit angelegte Zusammenarbeit. In der Praxis bringen sich vor allem die Berufsförderungsdienste als Partner des Innovationsbüros – und somit für regionale Fachkräftesicherung – ein. Herr Jan Kuper ist Projektleiter des Innovationsbüros und Ansprechpartner für die Bundeswehr.

Sehr geehrter Herr Kuper, was kann man sich genau unter dem Innovationsbüro vorstellen? Was ist Ihre Hauptaufgabe?

Fachkräftesicherung ist eine regionale Aufgabe. Nur in den einzelnen Regionen sind die Kompetenzen und Informationen vorhanden, mit denen der Fachkräftebedarf der örtlichen Wirtschaft aktiv und passgenau gesichert werden kann. Genau hier setzt das Innovationsbüro an.

Unsere Aufgabe ist es, Akteure vor Ort – wie beispielsweise Arbeitsagenturen, Industrie- und Handelskammern, Bildungsinstitutionen oder die Berufsförderungsdienste – erfolgreich zu vernetzen sowie konkret gemeinsame Projekte anzustoßen und zu begleiten. Je nachdem, wo die Netzwerke in ihrer Arbeit stehen, unterstützen wir sie bei der Netzwerkgründung oder bei der Netzwerkorganisation. Dafür organisieren wir Workshops, Erfahrungsaustauschkreise und Tagungen. Besonders wichtig ist es uns, die Arbeit der Netzwerke transparent aufzuarbeiten und gute Praxisbeispiele öffentlich zu machen.

Innovationsbüro und Bundeswehr haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Wo sehen Sie gemeinsame Betätigungsfelder bzw. Projekte? Welchen Nutzen erhoffen Sie sich aus dieser Zusammenarbeit?

Den wesentlichen Nutzen unserer Zusammenarbeit sehe ich darin, dass wir Fachkräfte und Unternehmen zusammenbringen können. Jährlich beenden rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten ihren Wehrdienst. Sie sind gut ausgebildet und haben Berufserfahrung, häufig auch im Ausland. Damit sind sie attraktive Fachkräfte für Unternehmen.

Mit unserer Zusammenarbeit wollen wir regionalen Fachkräftenetzwerken und Unternehmen diese Menschen als potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstellen. Dazu bieten wir Anregungen aus erfolgreichen Projekten, wie beispielsweise Fachkräftemessen, die Soldatinnen und Soldaten mit Unternehmen zusammenbringen. Oder wir bieten der Bundeswehr und den Berufsförderdiensten Raum, um für die Fachkräfte von der Bundeswehr zu werben. Das sind dann z. B. Präsentationen und Stände im Rahmen unserer Netzwerkveranstaltungen.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland erlebt einen massiven Umbruch, die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt, die Zahl der Erwerbspersonen sinkt. Wie sehen Sie die zukünftigen Chancen der Soldatinnen und Soldaten nach ihrem Wehrdienst auf dem Arbeitsmarkt?

Gut ausgebildeten Fachkräften bieten sich immer mehr Chancen, beruflich erfolgreich zu sein. Das gilt zwar nicht für alle Regionen und Berufsbilder. Aber gerade in den Bereichen Transport und Logistik oder ITInformationstechnik und Technik, aber auch für Führungskräfte, insbesondere mit Auslandserfahrung, ist die Situation derzeit gut wie lange nicht. Insofern sind die Möglichkeiten für Soldatinnen und Soldaten auch gut. Unternehmen muss die Fachkräftequelle Bundeswehr nur noch bekannter gemacht werden. Daran arbeiten wir.

Sehr geehrter Herr Kuper, vielen Dank für dieses Gespräch.


Die Fragen stellte Markus Krämer, Referent BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr II 2.3