Kampfjets der Bundeswehr - FCASFuture Combat Air System

Kampfjets der Bundeswehr - FCASFuture Combat Air System

Lesedauer:
2 MIN

RA: In einem ersten Modellentwurf sieht der neue Kampfflieger, der einmal Teil von FCASFuture Combat Air System werden soll und den Namen „New Generation Fighter“ tragen soll, ein bisschen so aus wie ein Science Fiction-Jäger aus Star Trek. Spitze Nase, schnittige Dreieckstragflächen und zwei Triebwerke lassen bereits jetzt erahnen, wohin die Reise geht – mit Überschall in den Luftkampf der Zukunft. Denn dieser ist bereits jetzt komplexer geworden: Computersysteme steuern einen Kampfjet, Drohnen operieren zum Teil autark. Da ist es mehr als erforderlich, dem ein System entgegenzusetzen, das mithalten kann. FCASFuture Combat Air System soll ein solches System werden. Rüdiger Knöpfel vom Bundesamt für Beschaffung, Informationstechnik und Ausrüstung in Koblenz ist Teil dieses Projekts.

RK: Wir reden hier von verschiedenen Systemeinheiten. Zu denen gehört ein bemanntes Kampfflugzeug, aber auch ein Schwarm unbemannter Luftfahrzeuge. Das ist die Idee. Aber da sind natürlich eine Menge Herausforderungen mit zu betrachten – der Datenlink, die Kommunikation, alles muss so sicher sein, dass es auch heutigen Zulassungskriterien entspricht. Und eine der ganz schwierigen Herausforderungen, die wir mit diesem Projekt haben, ist die Zulassung.

RA: Große Vorhaben bringen aber auch große Herausforderungen mit sich. Weil FCASFuture Combat Air System in einem Netzwerk operieren soll, muss das Thema Sicherheit natürlich ganz oben auf der To-Do-Liste stehen.

RK: Die neuen Fähigkeiten, die wir entwickeln wollen, liegen im Verbund mit den anderen unbemannten Systemen. Und dies ist dann der wirkliche Sprung in die Zukunft, den wir haben. Aber die Rückfallposition haben wir immer noch. Das heißt, es wird immer etwas da sein, was funktioniert.

RA: Und so soll es funktionieren: Der New-Generation-Fighter soll bemannt - oder optional unbemannt – sein und mit weiterentwickelten Waffen ausgestattet werden. Dazu kommt noch eine Reihe unbemannter Systeme, die sogenannten Remote-Carriers. Diese Komponenten sind in einem Systemverbund durch eine Combat-Cloud miteinander verbunden und in die FCASFuture Combat Air System-Architektur eingebunden – dem „System of Systems“. Die ersten Verträge sind zwischen Deutschland und Frankreich bereits unterzeichnet. Als neuer Partner ist jetzt auch Spanien mit im Projekt. Im Jahr 2040 soll dieses Hightech-Vorhaben startklar sein.

von Janette Wieland