Nationaler Territorialer Befehlshaber

Nationale Territoriale Verteidigung und Heimatschutz

Nationale Territoriale Verteidigung und Heimatschutz

Die Nationale Territoriale Verteidigung beschreibt, mit welchen Maßnahmen die Bundeswehr im grundgesetzlich festgehaltenen Spannungsfall zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge beiträgt.

Polizisten laufen geschützt hinter ein Panzer der Bundeswehr her

Bundeswehr und zivile Kräfte wie Polizei, THW und andere Blaulichtorganisationen üben regelmäßig gemeinsam den Ernstfall

Bundeswehr

„Es hängt alles miteinander zusammen.“ (Generalleutnant Martin Schelleis)

Die Nationale Territoriale Verteidigung beschreibt, mit welchen Maßnahmen die Bundeswehr im grundgesetzlich festgehaltenen Spannungsfall zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge beiträgt. Hierunter fällt zum Beispiel die Unterstützung der zivilen Verteidigung, die im Bundesministerium des Innern und für Heimat verantwortet wird, durch die Bundeswehr. Dazu gehört aber insbesondere auch Enablement und Military Mobility. Enablement meint die militärischen Unterstützungsleistungen, die zur Einsatzfähigkeit von Streitkräften nötig sind. Military Mobility bezieht sich auf die Sicherstellung militärischer Verlegefähigkeit in Deutschland und in Einsatzräumen.

Der Heimatschutz umfasst den Beitrag der Bundeswehr zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge in Friedenszeiten. Konkret gehört dazu unter anderem der Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur. 

Grundsätzlich müssen der Aufmarsch eigener oder alliierter Streitkräfte und die Führung von militärischen Operationen im Bundesgebiet immer möglich sein. Durch die Erfüllung dieser Aufgaben trägt der Nationale Territoriale Befehlshaber zur Resilienz Deutschlands und zur Abschreckung bei.

Die Refokussierung der Bundeswehr auf die Landes- und Bündnisverteidigung stärkt die Bedeutung des Heimatschutzes. Um die neuen Anforderungen zu erfüllen, etablierte Generalleutnant Martin Schelleis, im Oktober 2020 die einsatzorientierte NATO-kompatible J (Joint)-Struktur in der SKBStreitkräftebasis. Damit schuf er einen operativen Stab für seine Aufgaben als NatTerrBefhNationaler Territorialer Befehlshaber. Gleichzeitig führt das Kommando weiter den Organisationsbereich SKBStreitkräftebasis. Das verbessert die Führungsfähigkeit als NatTerrBefhNationaler Territorialer Befehlshaber durch ein fusioniertes, nationales territoriales Lagebild. Außerdem wird die Rolle von Reservistinnen und Reservisten für den Heimatschutz wichtiger. So wird die Territoriale Reserve mit ihren Verbänden neu strukturiert und es wurde das Angebot des Freiwilligen Wehrdienst Heimatschutz eingeführt.

Soldaten arbeiten in einem Lagezentrum schauen auf Monitore und telefonieren

Heimatschutz

Die Bundewehr hilft zivilen Kräften, Polizeien und Behörden und stellt eigene Ansprechstellen und Strukturen für den Heimatschutz.

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