Cyber- und Informationsraum
CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise 2022

Den Fortschritt im Blick – Fregattenkapitän Robert K.

Den Fortschritt im Blick – Fregattenkapitän Robert K.

Datum:
Ort:
Bydgoszcz
Lesedauer:
4 MIN

Wie können unterschiedliche Systeme und Technologien der Bündnisnationen und deren Partnern zusammenwirken? Wie kann dieses Zusammenspiel weiter optimiert werden? Es sind Fragen wie diese, die Fregattenkapitän Dr. Dr. habil.habilitatus Robert K. sich stetig stellt. Als Direktor der Übung ist er für die langfristige Weiterentwicklung der CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise zuständig.

Der Soldat steht an einem Mikrofon. Hinter ihm werden verschiedene Flaggen der CWIX projiziert.

43 Nationen und internationale Institutionen mit Teilnehmenden aus Militär, Politik, Industrie und weiteren zivilen Stellen waren an der CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise beteiligt

Bundeswehr/Kjell Tandetzke

Die Übung Coalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise (CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise) findet jährlich statt. Diese multinationale Übung von NATO-Staaten und weiteren Partnern hat im Wesentlichen das Ziel, die technische Interoperabilität zwischen den Beteiligten zu testen und zu optimieren. Sie hat damit einen ganz wesentlichen Anteil an der heute fast immer multinationalen Zusammenarbeit in Einsätzen und im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung. Das reibungsarme Interagieren von Truppen, Prozessen und Technologien ist Basis für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der NATO und damit auch für die Bundeswehr als Teil des Bündnisses.

 „Ich würde sagen, die NATO lebt nicht nur von der Interoperabilität – sie lebt diese ganz entschieden und wirklich aus“, ist der Fregattenkapitän überzeugt. Der 43-jährige weiß wovon er spricht, denn als Direktor der CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise leitet er die Geschicke der Übung aus dem USUnited States-amerikanischem Norfolk, dem Sitz des NATO Allied Command Transformation, dem zuständigem NATO-Kommando. Für den Fregattenkapitän, der 1998 in die Bundeswehr eintrat, ist „die Funktion eine sehr tolle und spannende Aufgabe.“ Vor allem, weil sie vielfältig und herausfordernd zu gleich ist.

Ausrichtung immer mit Weitblick

Robert ist sich sicher: „Das Wichtigste sind der Weitblick und die Weiterentwicklung der Übung.“ Immer in enger Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter, der das laufende Übungsgeschehen verantwortet und sich um die vorbereitenden Konferenzen kümmert, konzentriert sich Robert auf die langfristigen Fragen: „Wo wollen wir mit der CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise hin und welche Schwerpunkte wollen wir heute und – viel wichtiger – morgen setzen?“ Diese Schwerpunkte werden bei der Übung „Focus Areas“ genannt und konzentrieren sich jeweils auf verschiedene Bereiche, die im Zuge der Testungen und Experimente betrachtet werden. Focus Areas sind u.a. die militärischen Dimensionen Land, See, Luft, Cyber und Weltraum – in CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise 2022 waren erstmalig alle Dimensionen vertreten – können aber auch bestimmte Fähigkeitsbereiche wie Communications oder Joint Intelligence, Surveillance and Reconnaissance (JISRJoint Intelligence, Surveillance and Reconnaissance) abdecken und bilden weiterhin alle Facetten vom Federated Mission Networking (FMNFederated Mission Networking) ab.

Den Stellenwert der Focus Areas für das Übungsgeschehen hatte er sehr schnell nach Übernahme seiner Aufgabe erkannt: „Eine der ersten Maßnahmen war, dass ich die Focus Area Space vorangetrieben habe.“ Diesen Schritt begründet er mit der erheblichen Abhängigkeit der Streitkräfte von der Dimension Weltraum, „man denke nur an die Satellitentechnik.“ Solche Entscheidungen trifft Robert nie allein. Als Direktor der Übung hat er viel Einfluss und sein Wort Gewicht, übergeordnete Fragen zu Ausrichtung und Zukunft der Übung trifft er immer in Absprache mit den nationalen Ansprechpartnern der einzelnen Teilnehmernationen in der Senior Management Group, deren Leiter und Direktor er ist.

Ständiger Austausch für ein Ziel

Robert steht auf einer Bühne und hält einen Vortrag zur Focus Area Space.

Als Direktor der Übung CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise hat Fregattenkapitän Dr. Dr. habil.habilitatus Robert K. künftige Entwicklungen im Blick. So zum Beispiel die wachsende Bedeutung des Weltraums

Bundeswehr/Kjell Tandetzke


Darüber hinaus ist der Admiralstabsoffizier im steten Austausch mit den verschiedenen Akteuren der CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise. Sei es mit den Organisatoren seitens der NATO oder weiteren Ansprechpartnern des Bündnisses, aber eben auch den Verantwortlichen der einzelnen teilnehmenden Länder. Gegenwärtige Interessen muss er zusammenbringen, gleichzeitig zukunftsweisende Interessen antizipieren, denn „keine CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise steht für sich allein, das könnte sie auch gar nicht. Wir bilden Entwicklungen ab und müssen den Fortschritt vorantreiben – das funktioniert nur in einer aufeinander aufbauenden Logik,“ so Robert. Das bedeutet, dass während jeder CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise sowohl auf die vorherigen Übungen und eingeführte Systeme zurückgegriffen wird, gleichzeitig aber auch künftige Standards erprobt werden und mit Prototypen experimentiert wird. Für die langjährige Weiterentwicklung von FMNFederated Mission Networking bedeutet dies beispielsweise, dass bei CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise Systeme der aktuellen Spezifikation, der sogenannten Spiral 3, für den Aufbau von Missionsnetzen genutzt wurden, neue Implementierungen der kommenden Spiral 4 getestet und an der Finalisierung der Spiral 5 gearbeitet wurde – „durch die multinationale Zusammenarbeit in CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise können wir bereits heute Mängel in künftigen Spezifikationen erkennen und beheben, bevor die Nationen mit der Entwicklung und Anschaffung entsprechender Systeme beginnen.“

Das alles erfordert viel Abstimmung und Koordinierung. Immerhin gehe es darum, das Gebilde von 30 NATO-Staaten und deren Partnernationen in seiner Komplexität zu einen, so Robert, „weil das die Grundlage für die Allianz ist.“ Ein elementarer Baustein für funktionierende Interoperabilität sei eben die CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise, über die Robert sagt: „Unser Hauptziel ist Day-Zero-Interoperability, in Deutschland auch gerne Kaltstartfähigkeit genannt.“ Mit dem neuen strategischen Konzept NATO 2022 und dem Ziel, die kollektive Einsatzbereitschaft weiter zu erhöhen, steigt die Bedeutung von CWIXCoalition Warrior Interoperability eXploration, eXperimentation, eXamination eXercise noch weiter. Das zu erreichen sei im Bündnis eben deutlich komplexer und anspruchsvoller, als es das für einen einzelnen Staat wäre, da man, sinnbildlich gesprochen, sich erst auf eine Sprache einigen und sich sicher sein müsse, dass man auch immer das Gleiche meint. Jede Vorbereitung hilft im Ernstfall schneller und vor bösen Überraschungen gewappnet zu sein. Robert dazu: „Interoperabilität ist niemals final abgeschlossen. Weder heute, morgen und eben auch nicht übermorgen. Der technische Fortschritt erzwingt, dass wir uns stetig weiterentwickeln – und das tun wir!“

von Kjell Tandetzke  E-Mail schreiben

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