Cyber- und Informationsraum

Leiter der Erfassung - Oberfeldwebel Matthias L.

Leiter der Erfassung - Oberfeldwebel Matthias L.

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Datum:
Ort:
Stadum
Lesedauer:
2 MIN

Oberfeldwebel Matthias L. aus der 2. Kompanie des Bataillons für Elektronische Kampfführung 911 in Stadum ist auf der Übung als Leiter der Erfassung eingesetzt. In dieser Funktion erfasst er verschiedene Funksprüche und priorisiert, welche schnellstmöglich ausgewertet müssen.

Ein Porträtbild eines Soldaten

Auf der Übung klärt Oberfeldwebel L. Funksprüche auf und verschriftlicht diese . Mit den gewonnen Informationen können eigene Truppen geschützt werden.

Bundeswehr/Sebastian Wanninger

Oberfeldwebel Matthias L. aus der 2. Kompanie des Bataillons für Elektronische Kampfführung 911 in Stadum ist auf der Übung als Leiter der Erfassung eingesetzt. Das bedeutet, er erfasst verschiedene Funksprüche und priorisiert, welche schnellstmöglich ausgewertet müssen.

Herr Oberfeldwebel, sie sind als Erfasser in Ihrem Bataillon eingesetzt. Schildern Sie doch einmal kurz was sie dort genau machen?

Als Erfasser überwache ich bestimmte Frequenzen, die mir vom Leiter der Erfassung zugeordnet werden. Die Priorität der Aufträge entscheidet darüber, in welcher Reihenfolge ich die Eingänge abarbeite. Eine spezielle Software zeichnet die Funkverkehre auf, damit ich sie im Anschluss an die Übersetzung verschriftlichen kann. Durch die Aufzeichnung habe ich die Möglichkeit, mir die aufgenommenen Files dann auch mehrfach anzuhören, um sie besser als Text festzuhalten. Diese gewonnenen Informationen liegen dann in Textform bei uns vor.

Und was passiert dann mit Informationen, die sie gewonnen haben?

Ein Soldat an einem Computer

In den Kabinen werden die Funksprüche ausgewertet und die Informationen gebündelt.

Bundeswehr/Sebastian Wanninger

Die gesammelten Informationen werden dann als Text von uns zur Auswertung übersandt. Dort werden diese bearbeitet, zugeordnet und weiter aufbereitet. Besonders meldewürdige Dinge werden sondiert und an die Einsatzmeldezelle weitergeleitet. Anschließend wird das „Produkt“ dort fertiggestellt, indem der Einsatzmeldezellenoffizier oder -feldwebel eine Meldung mit allen wichitgen Informationen an den Bedarfsträger. Der Bedarfsträger ist dabei derjenige, der die Informationen angeordert hat und sie benötigt, um besser handeln zu können. Durch Informationsüberlegenheit aus den gewonnen Informationen schaffen wir es, den Bedarfsträgern ein umfassendes Lagebild zu geben und so zum Beispiel unsere Truppenteile vorzeitig vor einem bevorstehenden Angriff zu warnen.

Und speziell auf der gerade laufenden Übung?

Auf der gerade laufenden Übung bin ich als Leiter der Erfassung eingeteilt. Ich suche nach Ausstrahlungen im elektromagnetischen Spektrum und arbeite hierbei sehr eng mit der Technischen Erfassung zusammen. Ich gebe den beiden Erfassern Aufträge, wo und worauf sie genauer achten sollen und halte ständigen Kontakt zu den anderen Teilen unserer EloKaElektronische Kampfführung Task Force. Als Leiter der Erfassung kann ich zudem eingehende Signale sondieren und bei Auffälligkeiten direkt eine Warninformation an die Einsatzmeldezelle abgeben. Ein Beispiel hierfür könnte ein Anschlagsvorhaben sein oder aber auch die Aussendung eines Gefechtsbefehls und einen damit verbundenen bevorstehenden Angriff des Gegners. Auf diese Weise kann unsere Truppe das vorhandene Personal gezielter einsetzen und so im Ernstfall hoffentlich Material und vor allem Leben schützen.

Das heißt, die Inhalte der Funksprüche werden ausgewertet. Können Sie denn als Erfasser auch feststellen woher diese Funksprüche kommen?

Ja, wir haben die Möglichkeit, mittels Triangulation unter Nutzung des Hauspeilers und zwei mobilen Peiltrupps, eine Fernpeilung der Sendestelle auszulösen. Mit Hilfe der bekannten Standorte und Abstände unserer Peiler können wir Winkelmessungen zu beliebig anderen Punkten im Raum durchführen und so deren Lage eindeutig bestimmen.




von Sebastian  Wanninger  E-Mail schreiben
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