Cyber- und Informationsraum

Tetrapol-Truppführer Feldwebel Gewehr – schnellstmögliche Funkverbindung für die Truppe

Tetrapol-Truppführer Feldwebel Gewehr – schnellstmögliche Funkverbindung für die Truppe

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Kastellaun
Lesedauer:
2 MIN

Passt es oder passt es nicht? Die Einfahrt ist eng, aber der Fahrer des Tetrapol-Trupps kennt seinen 10-Tonner und parkt ihn souverän in der Bunkeranlage ein. Vorher hat er den Anhänger mit der Antennenmastanlage vor dem Bunker abgestellt. Jetzt macht sich ein vierköpfiges Team bereit zum Aufbau der Antenne. Je schneller sie sind, desto eher steht die verschlüsselte Kommunikation über Funk für alle Truppenteile zur Verfügung.

Ein Porträtbild eines Soldaten

Feldwebel Gewehr ist Truppführer Tetrapol und verantworltlich für den Aufbau des Systems.

Bundeswehr/Stefan Uj

Der Truppführer der Tetrapol-Gruppe, Feldwebel Daniel Gewehr, leitet das Team an und koordiniert alle Abläufe, damit das Bündelfunksystem schnellstmöglich aufgebaut und funktionsfähig ist. „Wir können den Antennenmast bis zu 25 Meter hoch ausfahren und ermöglichen damit die Kommunikation mit Handfunkgeräten in einem Radius von bis zu 25 Kilometern. Auch die KfzKraftfahrzeug-Funkgeräte laufen über Tetrapol“, erklärt Gewehr. „Und durch den Einsatz eines Independent Digital Repeater sowie mit Hilfe des GatePro-Geräts kann eine Reichweitenerweiterung bedarfsgerecht um bis zu 15 Kilometern sichergestellt werden.“ Aber selbst ohne die Antenne sei es im Walkie-Talkie-Betrieb möglich, die Kommunikation in einem Umkreis bis zu 2,5 Kilometern aufrecht zu erhalten, ergänzt er.

Teamarbeit ist alles

Soldaten stehen an einem IT-Gerät

Ein eingespieltes Team schafft den Aufbau in unter einer Stunde. Dabei ist Teamarbeit gefragt.

Bundeswehr/Stefan Uj

Der 25-Jährige ist direkt nach dem Abitur 2014 zur Bundeswehr gegangen. Fast durchgängig ist er im ITInformationstechnik-Bataillon 282 fachlich geprägt worden, bis auf einen Zwischenstopp an der ITInformationstechnik-Schule der Bundeswehr in Pöcking. Dort hat er eine Ausbildung zum ITInformationstechnik-Systemelektroniker und ITInformationstechnik-Administrator absolviert. „Je schneller wir das System aufbauen, desto eher ist die Kommunikation für alle Truppenteile sichergestellt“, so Truppführer Gewehr. „Mit einem sehr gut eingespielten Team dauert der Aufbau nur etwa 30 bis 40 Minuten. Wir stehen vor der Herausforderung, dass wir zwei neue Kameraden im Team haben, die mit den Abläufen noch nicht so vertraut sind.“ Auf die Frage, wie häufig er selbst die Antenne aufgebaut hat, antwortet Gewehr lächelnd: „Sicher schon mindestens 50 Mal, irgendwann kennt man alle Schritte wie im Schlaf.“ Heute hat der Tetrapol-Trupp 1,5 Stunden gebraucht, um das System aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Aber das spornt den Truppführer nur an. Sein Ziel für den nächsten Übungstag: „Morgen wollen wir die Aufbauzeit von heute unterbieten!“

von Martina Pump  E-Mail schreiben

Feldwebel Daniel Gewehr

Dieser Beitrag wird nicht dargestellt, weil Sie Twitter in Ihren Datenschutzeinstellungen deaktiviert haben. Mit Ihrer Zustimmung aktivieren Sie alle Twitter Posts auf bundeswehr.de.

Zwei Soldaten bauen eine Satellittenschüssel auf

Silent Thunderstorm

Das Informationstechnikbataillon 282 aus Kastellaun übt die Verlegung von IT-Systemen unter Bedingungen der Landes- und Bündnisverteidigung.