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August 2020 – Luftlandeoperation

August 2020 – Luftlandeoperation

  • Landes- und Bündnisverteidigung
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Auf grauem Grund zeigen weiße Pfeile und Symbole die Stellen, wo die Luftlandeoperation und der Brückenschlag stattfinden.

Die Luftlandeoperation gehört zu den anspruchsvollsten Formen des Gefechts. Sie setzt weitgehende Planungen und ein reibungsloses Zusammenwirken zwischen Boden- und Luftkräften voraus.

Bundeswehr/PIZ Mediendesign

2. August

„Sommerdonner“ war ein großer Erfolg. Unsere Division hat alle Angriffsziele genommen.

20. August

Mehrere komplett ausgerüstete Fallschirmjäger warten an einer Buschlinie auf den Einsatz.

Fallschirmjäger in Wartestellung südlich der Elbe

Bundeswehr/Marco Dorow

Wir stehen seit knapp drei Wochen südlich der Elbe am gegenüberliegenden Ufer Willenburgs und werden langsam ungeduldig. Immer noch Waffenruhe wegen politischer Verhandlungen.

22. August

Die Wisweger setzten sich in der Stadt und westlich davon fest. Wir klärten bislang drei motorisierte Jägerbataillone im Feld auf. Die Kräfte in der Stadt sind schwer zu bestimmen. Ich denke, wir werden bald über die Elbe gehen.

23. August

Die Verhandlungen mit Wisweg sind gescheitert.

24. August

Mehrere Fallschirmjäger springen aus der geöffneten Heckklappe eines Flugzeugs in die Tiefe.

Fallschirmjäger springen vom Flugzeug ab in das Zielgebiet östlich von Willenburg.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Eine luftgestützte Operation wird nun ausgeplant. Ein Einsatzverband soll einen Brückenkopf freikämpfen ostwärts Willenburg. Sie schaffen damit die Voraussetzungen, um die Stadt zurückzunehmen. Wenn Wisweg auch Willenburg verliert, dürften die Würfel gefallen sein – zu unseren Gunsten.
Die Absetzzonen sind durch Fernspäher aufgeklärt und erkundet. Der Zeitplan steht ebenfalls. Fallschirmjäger werden in drei Wellen per Transportflugzeug abgesetzt, derweil Kampfhubschrauber sichern. Begleitende Lage-, Ziel- und Wirkungsaufklärung geschieht vor Ort.

29. August

Mehrere Soldaten feuern mit Mörsern Munition ab. Ein Feuerstrahl entsteht, Staub wirbelt auf.

Unterstützung vom anderen Elbufer: Das Mörserfeuer hält den Gegner nieder und hilft den Fallschirmjägern bei der Luftlandeoperation.

Bundeswehr/Marco Dorow

Der Fallschirmspezialzug ging wie immer als erster raus und sichert seit Mitternacht die Absetzzone. Der Einsatzverband startete um 08:00 Uhr. Eine halbe Stunde später war die erste Welle am Boden. Dank taktischer Feuerunterstützung durch die Artillerie, Mörser, Heeresflieger, Luftwaffe gelang es, die Fallschirmjäger mit geringen Verlusten in die Absetzzone zu bringen. Die Operation lief wie am Schnürchen. So nahm die zweite und dritte Welle zügig das Schlüsselgelände. Nun heißt es durchhalten, bis wir den Gewässerübergang geschafft haben.

von Christian Grothaus

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