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Borkenkäferplage: Panzergrenadierbrigade 37 hilft

Borkenkäferplage: Panzergrenadierbrigade 37 hilft

  • Katastrophenhilfe
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Datum:
Ort:
Sachsen
Lesedauer:
2 MIN
Ein Soldat bearbeitet einen gefällten Baum mit einem Schäleisen, ein Forstarbeiter zersägt den freigelegten Stamm.

Mit Schäleisen und Kettensägen unterstützen die Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 den Staatsbetrieb Sachsenforst bei der Bekämpfung der Borkenkäfer.

Bundeswehr/André Klimke

Die Soldaten suchen zusammen mit den Waldarbeitern vom Borkenkäfer befallene Bäume, fällen und entrinden diese, bereits gefälltes Holz wird entastet und das Schadholz aus den Wäldern gebracht. Stürme und Wetterextreme haben seit 2017 zu einer Borkenkäferplage ungekannten Ausmaßes geführt.

Förster Alexander Clauß ist täglich im Forstrevier Schönheide im Wald unterwegs, um neue Nester des Borkenkäfers zu entdecken und befallene Bäume sofort aus dem Wald zu entfernen. Dabei haben er und sein Team jetzt von vier Soldaten des Panzerpionierbataillons 701 aus Gera Unterstützung. „Wir haben Kettensägen und anderes Material dabei, was wir zum Fällen der Bäume brauchen“, so Oberfeldwebel Christian Dudacy. Er ist für die Geraer Soldaten verantwortlich. Gegenwärtig ist geplant, dass die Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 für drei Wochen in den sächsischen Wäldern unterstützen werden.

Aktuell herrschen beste Bedingungen für die Borkenkäfer. Da Trockenheit und Wärme die natürlichen Abwehrkräfte der Nadelbäume reduzieren, können sich die Insekten stark vermehren. „Die Lage könne je nach Witterungsverlauf unbeherrschbar werden“, erklärt Förster Alexander Clauß. „Aufgrund der Trockenheit können sich die Bäume nicht mehr mit Wasser versorgen und dadurch auch kein Harz produzieren.“ Das Harz der Bäume sei der natürliche Schutz gegen den Borkenkäfer, so Clauß.

Befallene Bäume werden gefällt

Ein Soldat entfernt in einem Wald die Rinde von einem gefällten Baum.

Mit einem Schäleisen entfernt Stabsgefreiter Max Windisch die Rinde von einem befallenen Baum.

Bundeswehr/André Klimke

Die Soldaten sind an den sogenannten Hotspots eingesetzt. In diesen Bereichen hat das großflächige Baumsterben noch nicht begonnen. Es sind nur einzelne Bäume von den Käfern befallen. Um die großflächige Ausbreitung zu verhindern, ist es entscheidend diese Bäume rechtzeitig zu entfernen. Dabei wird jede helfende Hand gebraucht und das bringt Clauß deutlich zum Ausdruck. „Es ist eine sehr kräfteraubende und anstrengende Arbeit. Das acht Stunden am Tag bei einer Temperatur von 25 bis 28 Grad zu machen, ist eine starke Leistung.“ In anderen Bereichen des Revieres hat sich der Borkenkäfer bereits großflächig ausgebreitet. „Dort fällen wir das Schadholz mit speziellen Holzerntemaschinen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit“, so Clauß.

Derweil schärfen die Soldaten des Panzerpionierbataillons 701 ihre Schäleisen, um anschließend die frisch gefällten Bäume zu entrinden. „Das ist eine sehr anstrengende Arbeit“, so Dudacy. „Je nachdem wie stark der Baum befallen ist, geht die Rinde etwas besser ab oder auch nicht. Muskelkater ist auf jeden Fall programmiert“, scherzt er und bespricht sich mit Revierförster Clauß, was als Nächstes zu tun ist.

von Andrè Klimke

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