Heer
Modernisierung des Heeres

Digitale Zukunft: Lambrecht startet Sommerreise

Digitale Zukunft: Lambrecht startet Sommerreise

  • Digitalisierung
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Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
3 MIN

„Die heutigen Einblicke sind für mich enorm wichtig, damit wir die Weichen für die Digitalisierung unserer Landstreitkräfte richtig stellen“, sagt die Bundesministerin der Verteidigung. Sie besucht auf ihrer ersten Station der Sommerreise den Stab Test und Versuch in Munster. Verschlüsselter Sprechfunk oder die automatisierte Datenübertragung sind Arbeitsschwerpunkte in Niedersachsen.

Ministerin Lambrecht spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund stehen Soldaten.

Die erste Station der Sommerreise führt die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht nach Niedersachsen. Der Stab Test und Versuch in Munster erprobt digitale Technik, die später die ganze Truppe nutzen könnte.

Bundeswehr/Carl Schulze

Oberst Michael Sack ist Kommandeur des Stabes Test und Versuch. Zum Auftakt ihrer Sommerreise begrüßt der Oberst die Ministerin in der Örtztal-Kaserne. Lambrecht informiert sich über die Leistungsfähigkeit des Battle Management Systems (BMSBattle Management System), des Führungsinformationssystems der Landstreitkräfte, und erhält bei einer dynamischen Vorführung einen Einblick in Innovationen aus dem Testbetrieb und spricht mit Soldatinnen und Soldaten.

Battle Management System wird erprobt

Ein Soldat und eine Zivilistin stehen nebeneinander und schauen in die Ferne.

Der Kommandeur Stab Test und Versuch, Oberst Michael Sack, begrüßt die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht in der Örtzetal-Kaserne. Der Stab Test und Versuch erhöht die Nutzerakzeptanz bei neu eingeführten Technologien.

Bundeswehr/Carl Schulze

„Unsere jungen Männer und Frauen sind im Privaten modernste Technik gewohnt. Diese Anforderung stellen sie natürlich auch an die Bundeswehr“, macht Lambrecht zu Beginn ihres Besuches deutlich. Das sei verständlich und auch nötig, man müsse aber auch die militärischen Besonderheiten im Blick behalten. Digitale Innovationen müssten gefechtsfeldtauglich und sicher sein. Und genau hier komme der Stab Test und Versuch zum Tragen. Mit dessen Expertise schaffe man den Spagat zwischen kürzeren Innovationszyklen und Einsatzreife. Wichtigstes Vorhaben ist derzeit die Erprobung des Battle Management Systems. In verschiedenen einsatzähnlichen Testszenarios wird in Munster das neue System auf Herz und Nieren geprüft. Das BMSBattle Management System wird bereits jetzt in der Truppe eingeführt und trägt zu einer Verbesserung der Führungsfähigkeit und zu einem durchgängigen digitalen Lagebild bei. Ist die digitale Technik in den Fahrzeugen eingebaut und sie miteinander vernetzt, können sie das BMSBattle Management System zur Kommunikation mit den Gefechtsständen nutzen.

Für den täglichen Einsatz geeignet

Ein Soldat mit einem Roboter, der einem Hund ähnelt.

Roboterhund Wolfgang ist noch Zukunft. Aber schon heute wird getestet, ob Wolfgang zum Beispiel ferngesteuert Bilder des Gefechtsfeldes liefern könnte.

Bundeswehr/Carl Schulze

Knapp 100 Soldaten gehören dem Stab Test und Versuch in Munster an. „Für uns ist es wichtig, dass wir überprüfen, ob die technischen Produkte und Innovationen wirklich in der Truppe zielführend eingesetzt werden können. Also, ob die Technologien auch dem entsprechen, was die Soldaten wirklich benötigen“, erklärt Sack den Hauptauftrag seiner Soldaten. Die Innovationen, die später die ganze Truppe erreichen, müssten tauglich sein für den täglichen Einsatz. „Digitalisierung ist weit mehr als nur Funkgeräte“, so Sack. Die Digitalisierung habe das Ziel, das Heer in der Führungsfähigkeit weit nach vorn zu bringen. Es gehe darum, Daten und Sprache gleichzeitig in einer enormen Bandbreite zu übertragen. „Lagebilder in Echtzeit sind das Ziel.“ Mit dem BMSBattle Management System gehe man einen großen Schritt in die Zukunft und den gehe man nicht allein. 27 Partnernationen nutzen bereits die Software Sitaware, auf der das deutsche modifizierte BMSBattle Management System beruht. Damit wird die Verzahnung mit den Landstreitkräften der NATO-Partner erleichtert. „Das ist absolut notwendig, um mit unseren Partnernationen auf Augenhöhe im Gefecht zu kommunizieren und zu bestehen“, so Kommandeur Sack.

Neben aller Digitalisierung legt Lambrecht Wert auf den persönlichen Austausch mit den Soldaten und spricht nach der Vorführung mit einigen Mitgliedern des Teststabes.

Die Chancen der Digitalisierung noch mehr nutzen

Eine Zivilistin steht vor einem Mikrofon, vor ihr stehen Journalisten mit Kameras und großen Mikrofonen.

Bei jedem Besuch während der Sommerreise eine gute Tradition – der Austausch mit Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen

Bundeswehr/Carl Schulze

Am Ende des Auftakts der Sommerreise zieht Lambrecht ein positives Resümee. „Die veränderte Sicherheitslage stellt alle vor eine große Herausforderung.“ Für sie sei es wichtig gewesen, sich über den Stand und die Einsatzbereitschaft der Technik zu informieren. Hier in Munster werde getestet, was später in der Truppe zu Einsatz komme und mit der Erfahrung der Soldaten weiterentwickelt werde. Genau solche Innovationen könnten helfen, das Leben der Soldaten zu schützen. Es gelte, die Digitalisierung – vor allem im Heer weiter nach vorn zu bringen. „Das Sondervermögen und der gestiegene Verteidigungshaushalt geben uns jetzt den richtigen Schub, um große Fortschritte zu machen. Das wird helfen, die Zusammenarbeit mit Partnern zu verbessern und zu steigern“, sagt Lambrecht.

„Wir wollen noch mehr die Chancen der Digitalisierung nutzen. Hier in Munster werden die Voraussetzungen dafür geschaffen.“

Impressionen

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Wegweiser in Form eines taktischen Zeichens mit weißer Schrift auf schwarzem Grund

Der Stab Test und Versuch ist dem Amt für Heeresentwicklung unterstellt. Seine Hauptaufgabe ist die Erprobung des Battle Management Systems.

Bundeswehr/Carl Schulze
Ein Roboter, der einem Hund ähnelt lackiert mit Flecktarnfarben.

Roboterhund Wolfgang könnte Munition transportieren, kleine Drohnen weiter in das Einsatzgebiet tragen oder auch mit Waffen bestückt werden

Bundeswehr/Carl Schulze
Die Ministerin in einer Gesprächsrunde.

Bei ihrem Besuch in Munster liegt Ministerin Christine Lambrecht der persönliche Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten besonders am Herzen

Bundeswehr/Carl Schulze
Vier bewaffnete Infanteristen stehen vor einem Gefechtsfahrzeug, vor ihnen ein Roboterhund.

Neue Technik testen die Soldaten in Munster im gesamten Fähigkeitsspektrum. Sie muss gefechtsfeldtauglich und sicher sein.

Bundeswehr/Carl Schulze
Ein Soldat mit einem Tablet und eine Zivilistin stehen nebeneinander. Sie schauen beide auf den Bildschirm.

Das „Herrchen“ von Roboterhund Wolfgang beschreibt der Ministerin die Möglichkeiten eines Einsatzes des Roboters

Bundeswehr/Carl Schulze
Eine Zivilistin und ein Soldat reichen sich die Hand.

Auch das ist guter Brauch: Zum Abschluss des Besuches erhält Ministerin Christine Lambrecht von Kommandeur Oberst Michael Sack ein Schmuckwappen.

Bundeswehr/Carl Schulze

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von René Hinz

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