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Der Generalinspekteur der Bundeswehr besucht Fallschirmjäger in Celle

Der Generalinspekteur der Bundeswehr besucht Fallschirmjäger in Celle

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Celle-Wietzenbruch
Lesedauer:
2 MIN

Nachdem der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, im Dezember 2018 die einjährige Schirmherrschaft der lokalen Garnisonstradition der Stadt Celle als „Grünkohlkommandeur 2019“ übernommen hatte, führte ihn sein Weg erneut nach Celle. Im September besuchte er Lehrgangsteilnehmer am Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit.

Fünf Soldaten stehen ausgerüstet und mit Tarnfarbe im Gesicht in einer Reihe, rechts ein General in Flecktarnuniform.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn (r.), besucht die Soldaten des Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit.

Bundeswehr/Andrea Neuer

Der Kommandeur des Ausbildungs- und Übungszentrums, Oberst Jörn Rohmann, empfing den General mit einem kurzen Vortrag. Anschließend ließ der Kommandeur den Übungsbetrieb für sich selbst sprechen: Auf dem nur wenige Minuten entfernten Übungsplatz Scheuen trainieren 18 junge Fallschirmjägeroffiziere das Zusammenwirken mit Luftfahrzeugen, in diesem Fall mit Hubschraubern, im Zuge einer luftgestützten Operation. Zielgruppe der Ausbildung sind vor allem Soldatinnen und Soldaten der Division Schnelle Kräfte und der niederländischen 11. Luchtmobilen Brigade.

Die Grundlagen für die luftgestützte Operation waren zuvor im simulationsgestützten Verfahren und Planungsaufgaben erarbeitet worden. „Virtuelle Realitäten, Nutzung von Führungs- und Informationssystemen und eine reale Umgebung bilden in Celle das Ausbildungskonzept für luftbewegliche Operationen“, betont Rohmann.

Individualität statt allgemeiner Standards

Vier Soldaten stehen im freien Gelände und unterhalten sich.

General Eberhard Zorn im Gespräch mit dem Kommandeur und Ausbildern: „Ausbildung wird individuell angepasst.“

Bundeswehr/Andrea Neuer

„Es gibt keinen standardisierten Übungsdurchgang Luftbeweglichkeit. Die Komplexität der taktischen Aufgabe, die Ausbildungsinhalte und -höhe richten sich nach dem individuellen Bedarf der jeweiligen Übungstruppe“, erklärt Rohmann. Inmitten der übenden Truppe macht sich der Generalinspekteur ein eigenes Bild vom fortschreitenden Aufbau des erst 2016 in Dienst gestellten Ausbildungs- und Übungszentrums Luftbeweglichkeit und der Expertise des eingesetzten Personals: „Ich bin hochzufrieden mit dem, was hier bisher erreicht wurde. Hier müssen wir weiter investieren in die Infrastruktur und in die Technik, vor allem in die Simulationstechnik“, sagt Zorn.

Vernetzung untereinander

Zahlreiche Soldaten mit Waffen und Tarnfarbe in Gesicht stehen im Freien einem General gegenüber und hören ihm zu.

General Eberhard Zorn (r.) nutzt die Gelegenheit, um mit den Lehrgangsteilnehmern zu sprechen.

Bundeswehr/Andrea Neuer

„Das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit in Celle ist die zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres für alle Aspekte luftbeweglicher Operationen. In diesem Übungsdurchgang sieht man dabei besonders deutlich, wie zielführend es ist, sich mit anderen Ausbildungseinrichtungen zu vernetzen und mit ihnen zusammenzuarbeiten“, sagt der Kommandeur. Mit den Simulations-, Übungs- und Infrastrukturmöglichkeiten, inklusive Flugplatz, verfüge das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit über ein europaweites Alleinstellungsmerkmal und biete sich damit auch als geeignete Basis für einen multinationalen Ausbau an.

von Andrea Neuer

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