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Fallschirmjäger am Himmel: 2.200 Sprünge in einer Woche

Fallschirmjäger am Himmel: 2.200 Sprünge in einer Woche

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Saarland
Lesedauer:
1 MIN

Um die Einsatzbereitschaft der Soldaten aufrechtzuerhalten, absolvieren die Fallschirmjäger der Luftlandebrigade 1 regelmäßig Sprungübungen. Die jährliche Brigadesprungwoche Süd ist immer ein besonderes Highlight, mit dabei Soldatinnen und Soldaten befreundeter Streitkräfte.

Ein Fallschirmspringer gleitet unter einem bedecktem Himmel zum Boden.

Ein Gleitfallschirmspringer der Luftlandebrigade 1 landet mit einer Deutschlandflagge, darauf das Wappen der Stabs- und Fernmeldekompanie der Brigade.

Bundeswehr/Mario Leinen

Die Leitung der diesjährigen Sprungwoche Süd vom 19. bis 23. August übernahm die Stabs- und Fernmeldekompanie. Das Transportflugzeug des Typs C-160 Transall sowie das Kurzstrecken-Transportflugzeug M28 Skytruck brachten die Soldaten bei bestem Wetter zu ihren jeweiligen Absetzpunkten. In über 200 Anflügen absolvierten sie knapp 1.400 Sprünge mit dem Automatikfallschirm T-10. Die Freifallspringer der Luftlandebrigade sprangen im nahegelegenen Zweibrücken aus einer Cessna 208 aus bis zu 3.600 Meter Höhe ab. Dabei kamen diese speziell ausgebildeten Soldaten ebenfalls auf eine beachtliche Sprungzahl von fast 800 Sprüngen.

40 Soldaten aus vier Ländern

Drei Fallschirmspringer stehen mit ihrer Ausrüstung nebeneinander.

Oberst Aslak Heisner (v.l.n.r.), Brigadegeneral Dirk Faust und Oberst Andreas Steinhaus eröffnen die Sprungwoche auf dem Flugplatz Düren bei Saarlouis.

Bundeswehr/Hans-Dieter Schumacher

Neben den deutschen Fallschirmjägern nahmen auch 40 Soldaten von verbündeten Streitkräften aus Österreich, Frankreich, Polen und den USAUnited States of America am Sprungdienst teil. Die ausländischen Soldaten konnten somit das Deutsche Springerabzeichen erwerben.

Fallschirmspringer stehen in zwei Reihen an, um ein Flugzeug über die geöffnete Heckklappe zu besteigen.

Das Kurzstrecken-Transportflugzeug M28 Skytruck bietet Platz für bis zu 14 Fallschirmspringer.

Bundeswehr/Mario Leinen

Eine Besonderheit: Die Bundestagsabgeordneten Alexander Müller und Oliver Luksic besuchten die Sprungübung der Luftlandebrigade 1. Als Mitglieder im Verteidigungsausschuss und Verkehrsausschuss informierten sie sich über den Verband in Saarlouis. Die Politiker sahen den Soldaten bei ihren Absprüngen auf dem Flugplatz Düren zu und machten sich so ein Bild von den Fähigkeiten der Soldaten. Brigadegeneral Dirk Faust erläuterte dabei den Abgeordneten den Fallschirmsprungdienst, das Fallschirmsystem T-10 sowie das Transportflugzeug M28 Skytruck.

Mehr als 20 Fallschirmspringer haben sich vor einer Wand aufgebaut, die mit einem Fallschirm dekoriert ist.

Die Teilnehmenden der Sprungwoche aus verschiedenen Ländern erleben einen angenehmen Kameradschaftsabend, im Hintergrund die Wappen der beteiligten deutschen Kräfte.

Bundeswehr/Mario Leinen

Zum Ende der erlebnisreichen Woche verbrachten die Soldaten der Luftlandebrigade 1, gemeinsam mit ihren Gästen, einen Kameradschaftsabend in der Saarlouiser Graf-Werder-Kaserne. Bei kühlen Getränken, dem typisch saarländischen „Schwenker“, das bedeutet Grillen, und Gesprächen in vielen verschiedenen Sprachen fand die Brigadespringwoche 2019 ihren Ausklang.

von Mario Leinen