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Gebirgsjäger legen Rundwanderweg um Übungsplatz an

Gebirgsjäger legen Rundwanderweg um Übungsplatz an

  • Bundeswehr und Gesellschaft
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Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
2 MIN

1.800 Meter Weg, drei Brücken und ein Steig werden durch etwa 30 Ingolstädter Gebirgspioniere im Kirchholz gebaut. Der bereits bestehende Wanderweg um das Kirchholz wird so zu einem Rundwanderweg geschlossen. Der Standortälteste und stellvertretende Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Peter Eichelsdörfer, lädt am 2. September zum Spatenstich.

Drei Soldaten verteilen mithilfe eines Baggers und einer Schubkarre den Sand auf einem neuen Weg.

Die Gebirgspioniere der 4. Kompanie aus Ingolstadt beginnen mit dem Bau des Umgehungsweges.

Bundeswehr/Achim Kessler

„Wir stehen heute hier, um ein Versprechen einzulösen und damit den Wegebau offiziell beginnen zu können“, begrüßt Eichelsdörfer die Gäste. Der Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall, Dr. Christoph Lung, der Bürgermeister der Gemeinde Bayerisch Gmain, Armin Wierer, wie auch der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Maik Keller, und der Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum) Bad Reichenhall, Udo Brickl, begleiten diesen wichtigen Termin.

Versprechen einhalten

Eine Karte des Standortübungsplatzes Kirchholz, auf dem der neue Umgehungsweg farblich eingezeichnet ist.

Auf der Karte des Standortübungsplatzes Kirchholz ist der Rundweg dargestellt. Rote Linie: bestehender Weg. Schwarze Linie: Wegebauprojekt.

Bundeswehr/Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr

Der Standortübungsplatz Kirchholz ist am 1. Juli 2020 offiziell zum Militärischen Sicherheitsbereich erklärt worden. Dies gründet auf eine Überprüfung im Juli 2019 durch das Landeskommando Bayern als Behörde für die innere und äußere Sicherheit auf Übungsplätzen. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass der Schutz und die Sicherheit von unbeteiligten Dritten, also der Bevölkerung, nicht mehr gewährleistet werden kann, wenn nicht bauliche Maßnahmen am Wegesystem um den Übungsplatz Kirchholz erfolgen würden. Nur durch eine lückenlose Umgehung des Übungsplatzes in Form eines Rundweges könnten die Interessen der Bevölkerung und gleichzeitig die Besonderheiten der Kur- und Tourismusregion Rechnung getragen werden. Nur so könnten Wanderer das Gebiet gefahrlos passieren und die Soldaten gleichzeitig ohne Störung üben. Gesagt, getan.

Doppelter Nutzen

Drei Männer im Anzug und zwei in Uniform halten jeweils eine Schaufel mit Sand in der Hand, vor ihnen ein Sandberg.

Gemeinsamer Spatenstich für den Umgehungsweg: Regierungsoberamtsrat Udo Brickl (v.l.n.r.), Bürgermeister Armin Wierer, Oberst Maik Keller, Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung und Oberst Peter Eichelsdörfer.

Bundeswehr/Achim Kessler

Brigadekommandeur Keller erklärt: „Das Kirchholz bleibt mit diesem Rundweg nutzbar für die Bevölkerung“. Ziel sei es, im Herbst die Wegebauarbeiten an der nordöstlichen sowie südwestlichen Grenze des Standortübungsplatzes Kirchholz abzuschließen und an den bereits bestehenden Wanderweg um den Übungsplatz Kirchholz anzuschließen. „Auch beim Gebirgswegebau greift das System der Gebirgsjägerbrigade 23“, so der Oberst. Die Soldaten der 4. Kompanie des Gebirgspionierbataillons 8 aus Ingolstadt würden mit Unterstützung des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 und der Stabs-/Fernmeldekompanie dieses Projekt umsetzen, auch seien die Untere Naturschutzbehörde und das BwDLZBundeswehr-Dienstleistungszentrum Bad Reichenhall mit einbezogen worden. Zudem würde die Bundeswehr doppelt profitieren. Die Gebirgspioniere könnten neben der Sicherung des Übungsplatzes praktische und pioniertechnische Aus- und Weiterbildungen zur Ertüchtigung von Gebirgswegen betreiben.

Bereits 80 Meter Weg fertig

Zwei Soldaten und drei Zivilisten stehen um einen anderen Soldaten herum, der auf einen Plan zeigt und etwas erläutert.

Oberstleutnant Georg Pyttlik (2.v.r.) erläutert den Gästen die geplanten baulichen Maßnahmen.

Bundeswehr/Achim Kessler

Während der Veranstaltung erklärt Oberstleutnant Georg Pyttlik, Diplom-Berg- und Bauingenieur und Projektleiter, den Gästen die Baumaßnahmen. Es gibt drei Bauschwerpunkte. Neben dem normalen Gebirgswegebau und der Wegeinstandsetzung müssen drei Brücken mit einer Länge von bis zu 20 Metern teils auf Bohrpfähle errichtet werden. Dazu wird im Nordosten des Übungsplatzes aufgrund des starken Gefälles der Bau eines Steiges erforderlich sein. Bereits jetzt seien, so Pyttlik, nach der Baustelleneinrichtung 80 Meter des Umgehungsweges fertig.

Der Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall resümiert: „Der Unmut in der Bevölkerung war groß, aber mit dem Wegebau zeigt die Bundeswehr, dass sie sich aktiv um eine gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung bemüht“. Abschließend geben Keller, Eichelsdörfer, Brickl, Dr. Lung und Wierer mit einem gemeinsamen Spatenstich offiziell den Startschuss für den Wegebau.

von Sarah Hofmann

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