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Gut gebrüllt, Grantiger Löwe!

Gut gebrüllt, Grantiger Löwe!

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Datum:
Ort:
Cham
Lesedauer:
2 MIN

Fotografen und Bürger mit Videokameras am Straßenrand, Drohnen in der Luft und 220.000 Klicks auf Facebook waren Zeichen für ein Vorhaben mit öffentlichem Interesse:  Die Soldatinnen und Soldaten der Panzerbrigade 12 absolvierten mit all ihren Fahrzeugen die dreiwöchige Übung Grantiger Löwe in Grafenwöhr, Külsheim und Wildflecken.

Blick von oben: Gefechtsfahrzeuge fahren auf einer Straße hintereinander. Links und rechts des Wegs färbt sich das Laub.

Straßenmarsch: Die Gefechtsfahrzeuge rollen über Landes- und Bundesstraßen zum Übungsplatz Grafenwöhr.

Bundeswehr/Panzerbrigade 12

Die Planung für die dreiwöchige Brigadeübung begann bereits im vergangenen Jahr: Vorbefehle wurden erstellt, Ausbildungsvorhaben geplant, Besprechungen abgehalten. Realer Übungsbeginn war dann Anfang Oktober: Mehr als 200 Rad- und Kettenfahrzeuge der Panzerbrigade 12 mit ihren unterstellten Verbänden rollten an zwei Tagen durch Niederbayern und die Oberpfalz bis zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Für die Bataillone der Panzerbrigade 12 standen dort zu Beginn Gefechtsausbildung und Gefechtsschießen auf dem Programm. Die Stabs- und Fernmeldekompanie und der Brigadestab fuhren weiter auf den Standortübungsplatz Külsheim. Auch für sie hieß es: Gefechtsausbildung in Gruppen und Zügen. Ein Ausbildungshöhepunkt während dieser Phase war die Führerweiterbildung, bei der die Bogener Pioniere zeigten, wie sie mit ihrer Technik Gewässer überwinden.

Computergestützte Simulationsübung

Eine Soldatin und ein Soldat sitzen vor einem Bildschirm.

Deutsche und österreichische Soldaten arbeiten zusammen am neuen Führungsinformationssystem.

Bundeswehr/Reinhard Jäger

In der abschließenden Phase bildeten sich die Führungskräfte und Stäbe in einer computergestützten Simulationsübung am Gefechtssimulationszentrum des Heeres in Wildflecken weiter. Schwerpunkt dabei war die Anwendung einer neuen Version des Führungsinformationssystems SiTaWare, das die taktischen Abläufe simuliert. Neben der Gefechtsstandarbeit ging es insbesondere um die Anpassung der gemeinsamen Standards im neuen System. Auch das 35. Panzergrenadierbataillon aus der österreichischen Patenbrigade, der 4. Panzergrenadierbrigade in Linz, nahm daran teil. Vollständig integriert und mit deutschen Pionieren und Artilleristen verstärkt, lernten auch sie SiTaWare kennen und waren begeistert von den Möglichkeiten.

Verzögerungsgefecht in Grafenwöhr

Zwei Soldaten liegen in einem Waldgelände, ihre Waffen liegen auf Sandsäcken im Anschlag.

Die Panzergrenadiere beziehen auf dem Übungsplatz Grafenwöhr ihre Verteidigungsstellung.

Bundeswehr/Reinhard Jäger

Der Bataillonsgefechtsstand des Versorgungsbataillons 4 war weit entfernt auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken eingesetzt, um mit realen Entfernungen zu üben. Auch dort lag jederzeit das umfassende Lagebild vor, sodass die logistischen Leistungen jederzeit und am richtigen Ort erbracht werden konnten. Die vier Kampftruppenbataillone, Panzerbataillon 104 aus Pfreimd, Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach, Panzergrenadierbataillon 112 aus Regen und die österreichischen Kameraden aus Hörsching sowie das Artilleriebataillon 131 aus Weiden führten drei Tage lang ein komplexes Verzögerungsgefecht. Dabei übten die Soldaten, wie man feindlichen Kräften gezielt Raum preisgibt, um Zeit zu gewinnen. Das Aufklärungsbataillon 8 aus Freyung unterstützte das Gefecht vom Boden und aus der Luft. Das Panzerpionierbataillon 4 aus Bogen lenkte mit seinen Minensperren den Feind in die gewünschte Richtung.

Kommandeur zieht Fazit

Zwei getarnte Panzer schießen auf einem Gefechtsfeld.

Soldaten üben mit den Schützenpanzern Puma das Verzögerungsgefecht.

Bundeswehr/Reinhard Jäger

Ein zufriedenes Fazit nach Übungsende des Grantigen Löwen zog der Kommandeur der Panzerbrigade 12: „Taktisches Können, gemeinsames Führungsverständnis, umfassende Kommunikation und gegenseitige Information sind Basis für den Erfolg der Führung im Gefecht. Wir konnten uns ausbilden und üben, uns ausprobieren. Wir sind auf einem guten Niveau, aber besser geht immer. Also ausbilden, ausbilden, ausbilden und üben, üben, üben“, sagte Oberst Björn Schulz vor dem Führerkorps der Brigade in Wildflecken. Dazu passt, dass im nächsten Jahr mit der Brigaderahmenübung Frankendolch und der Divisionsrahmenübung Schneller Degen es genügend Gelegenheiten geben wird, sich zu verbessern.

von Constanze Kumpf

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