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Prämierter Verbesserungsvorschlag

Hydraulik erleichtert die Arbeit an der Panzerkette

Hydraulik erleichtert die Arbeit an der Panzerkette

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Datum:
Ort:
Munster
Lesedauer:
1 MIN

Oberstabsfeldwebel Robert Nitzsche wurde am 19. April für einen technischen Verbesserungsvorschlag am Schützenpanzer Puma ausgezeichnet. Es ist nicht seine erste Idee im Kontinuierlichen Verbesserungsprogramm (KVPKontinuierliches Verbesserungsprogramm der Bundeswehr) der Bundeswehr.

Zwei Soldaten stehen auf einem Sportplatz und reichen sich die Hände. Einer übergibt dem anderen dabei eine Auszeichnung.

Oberstabsfeldwebel Robert Nitzsche (l.) darf sich für seinen Verbesserungsvorschlag über eine Geldprämie und einen Handschlag des stellvertretenden Kommandeurs der Panzertruppenschule Munster, Oberst Jesko Peldszus, freuen.

Bundeswehr/Michel Baldus

Oberstabsfeldwebel Nitzsche leitet den Prüftrupp an der größten Heeresschule. Im Jahr 2021 hat er insgesamt 31 KPV-Vorschläge eingereicht und damit maßgeblich zum Sieg der Dienststelle beim 3. KVPKontinuierliches Verbesserungsprogramm der Bundeswehr-Cup der Dienststellen beigetragen. Nicht alle Vorschläge des Programms werden prämiert. Umso erfreulicher, dass es dieser Vorschlag geschafft hat. Sein Titel: Verbesserung der Arbeitssicherheit beim Schützenpanzer durch Verwendung eines Hydraulikwerkzeugs zur Entfernung der Kettenendverbinder. Der erfahrene Portepeeunteroffizier Nitzsche erhielt dafür eine dreistellige Geldprämie.

Druck ersetzt mühsame Handarbeit

Ein gelber Metallzylinder mit Hebel ist durch einen roten Schlauch mit einem metallenen Adapter verbunden.

Ein hydraulisches Abdrückwerkzeug, wie es ähnlich bereits für den Kampfpanzer Leopard 2 verwendet wird, soll nun auch beim Schützenpanzer Puma zum Einsatz kommen.

Bundeswehr/Michel Baldus

Nitzsche war aufgefallen, dass die Kettenendverbinder beim Schützenpanzer schnell verschleißen und vergleichsweise häufig erneuert werden müssen. Bisher wurden sie in aufwendiger Handarbeit mit Vorschlaghammer und Abschlagwerkzeug gewechselt, was für die Panzerbesatzung mit hoher Verletzungsgefahr und körperlicher Anstrengung verbunden war. Nitzsche schlug ein hydraulisches Abdrückwerkzeug für den Schützenpanzer vor, wie es ähnlich bereits für den Kampfpanzer Leopard 2 verwendet wird. Ein hoher Zugewinn an Arbeitssicherheit und eine deutliche Verbesserung der Arbeitsabläufe seien das Ergebnis, so der Preisträger. Sein Vorschlag wurde durch die fachlich zuständige Stelle im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) positiv bewertet und wird nun praktisch erprobt.

Höhere Arbeitssicherheit

Am Verbindungsstück einer Panzerkette ist ein Metallgestänge angeschraubt, an dem eine Schlauchkupplung sitzt.

Vorher kamen Vorschlaghammer und Brechstange zum Einsatz. Das hydraulisch arbeitende Abdrückwerkzeug erleichtert die Arbeit und erhöht die Arbeitssicherheit enorm.

Bundeswehr/Michel Baldus

Hauptmann Bastian Block, der KVPKontinuierliches Verbesserungsprogramm der Bundeswehr-Beauftragte der Panzertruppenschule, lobt: „Der Vorschlag von Oberstabsfeldwebel Nitzsche ist ebenso einfach wie wirksam und trägt gerade dadurch zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitssicherheit und zur Reduktion von Ausfallzeiten bei.“

An der Panzertruppenschule gewann der Vorschlag des Oberstabsfeldwebels bereits die dritte höher prämierte Auszeichnung in diesem Jahr. Ein erfolgreicher Vorschlag kann, in Abhängigkeit von der Gesamtersparnis, mit einer Prämie von bis zu 25.000 Euro belohnt werden. „Insgesamt befindet sich die Panzertruppenschule auf der Mission der Titelverteidigung“, so Block. Dabei komme es aber beständig auf das Mitmachen aller Angehörigen der Dienststelle an.

von Bastian Block

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