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Bundeswehr und dann? Jobbörse bei der Panzerbrigade 12

Bundeswehr und dann? Jobbörse bei der Panzerbrigade 12

  • Berufsförderungsdienst
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Was können Soldatinnen und Soldaten nach der Zeit bei der Bundeswehr beruflich machen? Eine Ausbildung beginnen? Gar studieren? Oder doch gleich aktiv in die neue Berufswelt einsteigen? Diese Fragen stellen sich Soldaten kurz vor ihrem Dienstzeitende. Eine Jobbörse hilft bei der Wahl.

In der Sporthalle der Nordgaukaserne bot eine Jobbörse am 12. September Soldatinnen und Soldaten auf Zeit sowie freiwillig Wehrdienstleistenden die Möglichkeit, sich über den Einstieg in die zivile Berufswelt zu informieren.

300 interessierte Soldaten

Die siebte Messe des Karrierecenters der Bundeswehr Nürnberg war zugleich eine Premiere, denn erstmalig war die Panzerbrigade 12 in der Nordgaukaserne in Cham mit an Bord. Insgesamt 300 interessierte Soldaten aus ganz Bayern, die in naher Zukunft die Bundeswehr verlassen, besuchten die Messe. Oberst Klaus-Peter Berger, Stellvertreter des Brigadekommandeurs, begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „Dies ist kein Tag, an dem Sie zur Teilnahme befohlen wurden, sondern ein Informationsangebot für Sie, wie es nach der Bundeswehr weitergehen kann. Nutzen Sie dieses Angebot!“

Jobsuche wie ein Labyrinth

Eine Frau und ein Mann stehen an einem Pult und begrüßen die umstehenden Soldaten zur Jobbörse.

Oberst Klaus-Peter Berger (r.) und Regierungsamtfrau Diana Funk (2.v. r.) vom Karrierecenter der Bundeswehr in Nürnberg begrüßen die interessierten Soldaten.

Bundeswehr/Reinhard Jäger

Regierungsamtfrau Diana Funk, Vertreterin des Karrierecenters Nürnberg, dankte der Brigade für die umfangreiche organisatorische Unterstützung. Die Soldaten forderte sie auf, die Zeit zwischen Dienstzeitende und neuem zivilen Beruf wie ein Labyrinth zu sehen: „Es gibt immer einen Weg, die einen finden ihn jedoch schnell, andere kommen in Situationen, in den sie auch mal umkehren müssen.“ Die Jobbörse sei daher als Impuls zu verstehen, als Möglichkeit potenzieller Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich gegenseitig zu „beschnuppern“.

Bildungsträger und Fachschulen vertreten

Ein Polizist spricht mit einem Soldaten an einem Informationsstand.

Polizei und Sicherheitsdienste informieren über Einstiegsmöglichkeiten in ihre Berufsfelder.

Bundeswehr/Reinhard Jäger

Die Jobbörse bot den Teilnehmenden deshalb die Chance, sich an Ständen direkt bei den Anbietern über Fort- und Weiterbildung oder über Umschulungen zu informieren. Dazu gehörten die Volkshochschulen, betriebswirtschaftliche und technische Fachschulen sowie namhafte Bildungsträger aus den Bereichen Informationstechnologie, Logistik – und Kraftverkehrswesen, Pflege- und Heilberufe und Sicherheitsdienste.

Welche Voraussetzungen sind notwendig?

Ein Zivilist spricht mit Soldaten, die um ihn herumstehen.

Rainer Weiß (M.) vom Finanzamt Cham wirbt für Stellen beim Bayerischen Landesamt für Steuern.

Bundeswehr/Reinhard Jäger

Konkrete Informationen über die Arbeitsmarktsituation und die Voraussetzungen, die die Bewerber mitbringen müssen, gaben die anwesenden Firmen aus den Bereichen Logistik, Einzelhandel sowie dem Versicherungs- und Finanzdienstleistungswesen gerne weiter. Polizei, Bundespolizei und Wehrverwaltung vermittelten Einblicke in die Berufe des öffentlichen Dienstes. Bei den vor Ort anwesenden Beratern des Berufsförderungsdienstes konnten die Soldaten im Anschluss offene Fragen hinsichtlich der Förderung von Bildungsmaßnahmen und möglichen Förderplänen zur Erlangung des geplanten Berufszieles besprechen.

Neuer Berufsstart wird erleichtert

Soldaten stehen an einem Infostand um einen Mann in einer Polizeiuniform herum.

An manchen Ständen ist das Interesse der Soldaten besonders groß.

Bundeswehr/Reinhard Jäger

Berger machte im Gespräch deutlich, dass bei dieser Veranstaltung die Soldaten im Vordergrund stehen. Sie sollen durch frühzeitige Informationen die Möglichkeit bekommen, ihren Start ins Zivilleben nach dem Dienstzeitende auf schnellem Weg und sehr erfolgreich zu gestalten. Die Informationsveranstaltung ist auch als ein Bestandteil des Attraktivitätsprogramms der Bundeswehr zu sehen. Im Zivilleben erfolgreiche ehemalige Soldaten dienen als Vorbild und steigern die Attraktivität einer Tätigkeit als Zeitsoldat in der Bundeswehr. Jobmessen können darüber hinaus auch als Bestandteil der Integration der Bundeswehr in die Region verstanden werden.



von Constanze  Kumpf