Heer

Juni 2020 – Einsatzlogistik

Juni 2020 – Einsatzlogistik

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Heer
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Auf grauem Untergrund sind weiße Symbole gezeichnet. CSS steht für Combat Service Support also Einsatzunterstützung.

Einsatzlogistik bedeutet, bereits in der taktischen Gefechtsplanung die Versorgung mit Kraftstoff, Verpflegung und Munition also den Nachschub einzuplanen.

Bundeswehr/PIZ Mediendesign

5. Juni

Unsere Ausrüstung ist modern, aber zu komplex geworden. Die Waffensysteme sind störanfällig. Es gibt auch zu viele Einzelkomponenten. Nur das Einfache und Handhabbare hat Erfolg, heißt es doch völlig zu Recht. Nach dem Krieg müssen wir das wieder stärker beherzigen.

Ein Soldat reinigt mit einem Wasserstrahl den vorderen rechten Radlauf eines aufgebockten Geländefahrzeuges.

Einsatzlogistik beschreibt nicht nur den Nachschub an Material, auch Reparaturen und Abtransport von Schadmaterial gehören dazu.

Bundeswehr/Marco Dorow

Die schiere Zahl der Logistikkräfte unseres Heeres sollte mehr und mehr durch Mobilität und Schnelligkeit ersetzt werden. Qualität statt Quantität: So lautete unsere Strategie. Der Kriegsbeginn ließ uns keine Zeit, das komplett umzusetzen.

Im Frieden klappt die Zusammenarbeit mit zivilen Transportfirmen gut, jetzt aber nicht. Wir bräuchten die komplette Umstellung auf Kriegswirtschaft.

Mit einem Gabelstapler wird Munition verfahren.

Munition ist ganz klar ein Schwerpunkt der Einsatzlogistik, aber sie allein ist nicht der Schlüssel zum Erfolg.

Bundeswehr/Marco Dorow

In Sachen Logistik gibt es bei der Stabsarbeit kaum etwas zu verbessern. Meldelinien für Mengenverbrauchsgüter laufen zügig. Die Umrechnungs- und Intensitätsfaktoren von G3 und G4 sind stimmig. Manchmal hakt es bei der vollständigen Übersicht der Bestände. Ist aber kein Wunder, denn die Vernetzung ist noch nicht so, wie sie sein könnte.

Ein Soldat sitzt vor einem Computer.

Wie bei moderner Lagerhaltung funktioniert auch die Einsatzlogistik nur computerunterstützt.

Bundeswehr/Marco Dorow

Die Information in Echtzeit wäre der Schlüssel. Die Ideen hierzu sind gut. Per Internet of Things zum Beispiel fordern die Maschinen selbstständig Treibstoff und Munition an. Sogar über Just-in-Time-Lieferung mittels Gefechtsfeldroboter haben wir nachgedacht. Aber, es sind nicht alle Schnittstellen da und auch Sensoren, Drahtlosnetze und Software haken noch.

Zwei Soldaten betanken an einem Tankfahrzeug einen Panzer.

Dicht hinter den Kampflinien werden die Gefechtsfahrzeuge mit Kraftstoff versorgt. Das funktioniert nur, wenn alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Bundeswehr/Marco Dorow

Noch viel Science-Fiction für Mittlands Heer. Nach wie vor gilt es, der kämpfenden Truppe Verbrauchsgut in richtiger Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu übergeben. Ganz vorn arbeiten wir immer noch nach alter Väter Sitte. Die Bataillone befehlen Aufnahme von Verbrauchsgut kompanieweise. Funktioniert auch tadellos. Über Versorgungspunkte werden die Munitionsversorgungsplätze bestückt.

von Christian  Grothaus

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