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November 2020 – Urbane Operation

November 2020 – Urbane Operation

  • Landes- und Bündnisverteidigung
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Weiße Symbole auf grauem Grund: Ein großer, weißer Pfeil zeigt die Angriffsrichtung.

Achtung Überraschungsmoment: Urbane Operationen verlangen den Soldaten viel ab. Auf engstem Raum im bebauten Gelände muss jeder Handgriff sitzen. Es zählt jede Sekunde.

Bundeswehr/PIZ Mediendesign

9. November

Heute ein Kriegsspiel veranstaltet, um die Planung zur Befreiung Willenburgs zu erproben.

11. November

An einer Häuserecke steht ein Panzer. Soldaten steigen nacheinander in ein Fenster ein.

In Urbanen Operationen gehen die Grenadiere abgesessen von ihren Schützenpanzern vor, dabei handeln sie schnell und entschlossen.

Bundeswehr/Mario Bähr

Bevölkerung und Infrastruktur sollen selbstredend maximal geschont werden. Unsere Landsleute werden uns helfen, wo sie können. Verdeckt tun sie jetzt schon vieles. Auch unsere hybriden Maßnahmen greifen zusammen mit den konventionellen.

13. November

Satelliten- und Drohnenaufklärung sind sehr hilfreich. Unser Informantennetz trägt zusätzlich wichtige Erkenntnisse bei, etwa über Truppenkonzentrationen, Marschrouten, Stellungen oder Minensperren. Wir haben auch schon Aufklärer und Artillerieunterstützter tief in die Stadträume einsickern lassen.

14. November

Zwei Hubschrauber schweben dicht über einer Betonplatte, dahinter ein Nadelwald.

In einem Kampfhubschrauber Tiger sitzen zwei Soldaten, zwei Tiger bilden eine Rotte. Läuft am Boden der Angriff, zeigen die Tiger in der Luft feuergewaltig ihre Krallen.

Bundeswehr/Marco Dorow

Eine U-Bahn hat Willenburg nicht, aber die Kanalisation können wir nutzen. Mittlerweile sind zwölf hochwertige Ziele für die Operationsführung identifiziert. Zusammen mit den eingeteilten Kräften kommen die Hubschrauber zum Einsatz. Wir werden die Angriffsachsen entlang der Magistralen mit Truppen flankieren und unsere Artillerie unterstützt durch Blenden und Niederhalten.

16. November

Letzte Vorbereitungen stehen an. Das Panzergrenadierbataillon 31 wird als erstes hineingehen. Der Kommandeur lässt am Geländesandkasten Grundlagen wiederholen. Der Stoß entlang der Straße ist Grenadier-Einmaleins. Das Durchbrechen auf der Angriffsachse geschieht für die 31er allerdings teils unterirdisch. Das erfordert viel Koordinationsgeschick. Die Panzerbataillone 30 und 32 besetzen und halten Schlüsselpositionen. Sie überwachen den Angriff. 34 bildet die Reserve. Mal sehen, wie schwer es die Wisweger uns machen.

18. November

6:00 Uhr Angriffsbeginn! Es wird garantiert viel Unvorhergesehenes passieren. Und wieder einmal werden unsere Führer vor Ort die Lagen kreativ meistern. Ich bin ganz sicher.

von Christian Grothaus

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