Heer

Rückendeckung aus der Heimat

Rückendeckung aus der Heimat

  • Bundeswehr und Gesellschaft
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Datum:
Ort:
Lüneburg
Lesedauer:
2 MIN

Das Dienstzimmer von Hauptmann Tobias S. in der Theodor-Körner-Kaserne in Lüneburg ist seit vier Monaten abgeschlossen. Normalerweise herrscht hier reger Betrieb, doch aktuell befindet er sich im Auslandseinsatz in Afghanistan. So wird Hauptmann S. das Weihnachtsfest fernab seines Heimatstandortes im 4.500 Kilometer entfernten Kundus verbringen.

Ein Mann in Uniform steht auf einem Schotterplatz. Im Hintergrund stehen amerikanische Militärfahrzeuge.

Hauptmann Tobias S. ist bis Februar 2020 im Ausbildungscamp Kundus in Afghanistan eingesetzt und wird Weihnachten fernab der Heimat verbringen.

Bundeswehr/Gerrit Sauer

„Es ist gute Tradition, dass wir unsere Soldaten, die sich im Auslandseinsatz befinden, mit einem kleinen Weihnachtsgruß aus der Heimat bedenken“, erklärt der Bürgermeister der Hansestadt Lüneburg Eduard Kolle. Jüngst wurde er in der Theodor-Körner-Kaserne von Oberstleutnant Hendrik Staigis, Kommandeur des Aufklärungslehrbataillons 3 „Lüneburg“, empfangen und überreichte bei dieser Gelegenheit Carepakete für derzeit in Afghanistan stationierte Soldaten aus Lüneburg.

Dank und Anerkennung

Ein älterer Mann in Zivilkleidung übergibt Geschenkpakete an einen Mann in Uniform.

Bürgermeister Eduard Kolle (r.) übergibt die Weihnachtspakete an Bataillonskommandeur Oberstleutnant Hendrik Staigis.

Bundeswehr/Timo Radke

 „Wir möchten mit diesem kleinen Geschenk unsere Anerkennung für unsere Soldaten zum Ausdruck bringen und ihnen zeigen, dass wir voll und ganz hinter ihnen stehen“, führt Bürgermeister Kolle aus. „Unseren Kameraden geht es den Umständen entsprechend gut, aber alle freuen sich natürlich auch, Ende Februar wieder nach Hause zu kommen“, berichtet Kommandeur Staigis, der im regelmäßigen Austausch mit seinen Soldaten, die im Einsatz ihren Dienst leisten, steht. „Dass sie das Weihnachtsfest nicht mit ihren Lieben verbringen können, ist für meine Soldaten und ihre Familien natürlich eine Belastung“, weiß Staigis auch aus seinen eigenen Einsatzerfahrungen zu berichten. Umso mehr, hofft Bürgermeister Eduard Kolle, sorgt ein kleiner Gruß aus der Heimat für Ablenkung. Und vielleicht kommt ja sogar ein wenig weihnachtliche Stimmung in der Ferne auf: „Wir sind froh, dass in den ganzen letzten Jahren unsere Soldaten aus dem Auslandseinsatz immer wieder wohlbehalten nach Lüneburg zurückgekehrt sind. Das ist für uns und vor allem für die Angehörigen das Wichtigste“, erklärt Staigis und wünscht seinen Männern weiterhin viel Soldatenglück für die nun verbleibenden zwei Monate im Auslandseinsatz. Aktuell befinden sich drei Soldaten des Lüneburger Aufklärungsverbandes in Afghanistan. Zwei Soldaten sind in Masar-i Scharif stationiert, ein weiterer im Ausbildungscamp in Kundus.

Pakete für das Weihnachtsfest

Ein Gruppenbild mit der Verteidigungsministerin und Soldaten. Links davon steht ein geschmückter Weihnachtsbaum.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besucht Tobias S. (5. v. r.) und Kameraden in Afghanistan.

Bundeswehr/Gerrit Sauer

Da das Lüneburger Bataillon in der Theodor-Körner-Kaserne derzeit einen Teil der Schnellen Eingreiftruppe der NATONorth Atlantic Treaty Organization vorhält, sind die Kapazitäten hauptsächlich für diese Aufgabe gebunden. „Im Falle einer Alarmierung haben wir eine Verlegezeit von nur fünf Tagen, deshalb brauchen wir unsere Kräfte hier vor Ort. Ende 2020 kommen allerdings einige Auslandseinsätze mehr auf uns zu. Unser Bataillon entsendet dann voraussichtlich 20 bis 25 Kameraden nach Afghanistan und in den Kosovo“, erklärt Staigis. Nun würden aber erst einmal die Carepakete auf den Weg nach Kundus und Masar-i Scharif geschickt – damit sie die Kameraden pünktlich zu Weihnachten erreichen: „Ich freue mich sehr auf das Geschenk und danke für die Rückendeckung aus der Heimat“, sendet Hauptmann S. herzliche Grüße aus dem weit entfernten Afghanistan in Richtung Lüneburg.

von Timo Radke

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