Heer

September 2020 – Gewässerübergang

September 2020 – Gewässerübergang

  • September
  • Landes- und Bündnisverteidigung
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Auf grauem Untergrund sind weiße Symbole gezeichnet, Brücken über ein Gewässer sind erkennbar.

Der Gewässerübergang ist die Stunde der Pioniertruppe: Sie schlagen Brücken über Flüsse und andere Gewässer. Gleichzeitig verfügen die „Handwerker des Heeres“ auch über Mittel, schnell Infanteristen in Sturmbooten überzusetzen

Bundeswehr/ PIZ Mediendesign

1. September

Mehrere Schwimmschnellbrücken bilden eine Gefechtsfeldbrücke über ein Gewässer.

Trotz des Widerstands der Feinde und widriger Bedingungen an den Ufern gelingt es den Pionieren, eine Gefechtsfeldbrücke über die Elbe zu schlagen.

Bundeswehr/Marco Dorow

Einen Tag und die zweite Nacht halten die Fallschirmjäger nun schon die Stellung. Wir haben die Wisweger Minenarbeit in der Elbe unterschätzt. Außerdem bestreichen sie laufend die Ufer mit Artillerie. Immerhin können wir mit Steilfeuer und Luftwaffe helfen, den Feind niederzuhalten.

Der Regen tut ein Übriges. Die Böschungen sind vollkommen aufgeweicht und unsere Pioniere kommen nicht weiter. Wir müssen die Übergangsstelle verlegen und in den Uferzonen Gefechtsfeldbrücken zum Einsatz zu bringen. Allerdings gelang es, Aufklärer und Pioniere überzusetzen, die das Straßen- und Wegenetz erkunden. Die Nachbarbrigade hatte das Glück, über eine Furt gehen zu können. Am nördlichen Ufer haben sich dort bereits erste Kräfte festgesetzt.

2. September

Mehrere Soldaten fahren bewaffnet in einem großen, motorgetriebenen Schlauchboot über ein Gewässer.

Nachdem der Luftraum unter Kontrolle ist und die feindliche Artillerie nicht mehr wirken kann, setzen Pioniere Panzergrenadiere in Sturmbooten über die Elbe.

Bundeswehr/PAO EFP

In unseren Gefechtsstreifen beherrschen wir nun den Luftraum und auch die feindliche Artillerie schweigt. Meine Brigade ist noch mit zwei Bataillonen in der Sicherung. Die anderen sind im gewässernahen Verfügungsraum. Der Übergangsplan ist fertig. Wir bilden die Brückenkopfkräfte und gehen als erste rüber.

12:00 Uhr: Überschreiten der Ablauflinie. Zwei Kompanien des Panzergrenadierbataillons 31 und Pioniere stellen die Sturmangriffstruppe und setzen mit Schlauchbooten über.

13:00 Uhr: Die Männer sind drüben. Beschuss ist mäßig. Sieht gut aus. Der Leiter der Übergangsstelle gibt grünes Licht für Panzerbataillon 30 und 32. Sie werden im Watmodus übersetzen und den Brückenkopf konsolidieren.

Ein Panzer fährt mit aufgebautem Tauchschacht einem Gewässer entgegen. Der Kommandant blickt oben aus dem Tauchschacht.

Nicht alle Fahrzeuge der Brigade sind auf die Gefechtsfeldbrücken angewiesen. Kampfpanzer Leopard 2 überqueren die Elbe im Watmodus und verstärken jenseits des Ufers die Aufklärer und Fallschirmjäger.

Bundeswehr/Carsten Vennemann

15:30 Uhr: Der Brückenkopf ist befestigt. Ich bin mit Panzerbataillon 34 und restlichen Teilen des Panzergrenadierbataillons 31 über die Elbe gewatet. Verbindung mit Aufklärern und Fallschirmjägern hergestellt. Blickte in glückliche Gesichter.

16:00 Uhr: Uferzonen sind nun für drei Hohlplattenbrücken vorbereitet. Pro Stunde können rund drei Bataillone die Elbe queren. Willenburg, wir kommen!

von Christian Grothaus

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