Heer

Wenn sich das Auto überschlägt

Wenn sich das Auto überschlägt

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Hammelburg
Lesedauer:
2 MIN

Was passiert, wenn ich zu schnell fahre in Kurven und bei Nässe oder wenn ich mich mit dem Auto überschlage? Um diese Fragen ging es am Tag der Verkehrssicherheit Mitte September am Standort Hammelburg. Soldaten und Zivilbeschäftigte wurden über die Gefahren und Folgen unangepasster Fahrweisen aufgeklärt. Denn die meisten von ihnen sind Pendler.

Mehrere Tourenwagen, darunter ein roter VW, stehen in einer Reihe halb unter dem Dach einer großen Fahrzeughalle.

Ein Rallye-Team stellt seine Wagen vor.

Bundeswehr/Malte Egenolf

Berufspendler sind in der heutigen Zeit keine Besonderheit mehr. Doch gehören die Soldatinnen und Soldaten zu einer Berufsgruppe, die häufiger und weiter pendeln als andere. „Ziel des Verkehrssicherheitstages ist es, vor allem die jungen Autofahrer auf die Gefahren des Straßenverkehrs aufmerksam zu machen“, erklärt der Standortälteste Oberst Uwe Schönborn bei seiner Begrüßung Mitte September. „Ich freue mich, zu dieser Veranstaltung nicht nur die Soldaten des Standortes, sondern auch Kameraden aus den umliegenden Standorten sowie Zivilbeschäftigte und die Auszubildenden der Ausbildungswerkstatt Hammelburg begrüßen zu dürfen.“ In Hammelburg sind das Ausbildungszentrum Infanterie, das Vereinte Nationen Ausbildungszentrum und zwei Offizieranwärter-Bataillone stationiert.

Ziel ist es, negative Erfahrungen zu vermeiden

Ein Pkw touchiert auf nasser Straße aufgestappelte Schaumstoffwürfel. Sie werden in alle Richtungen aufgewirbelt.

Mit Schaumstoffwürfeln als Personenattrappe werden die Auswirkungen zu kurzer Bremswege simuliert.

Bundeswehr/Malte Egenolf

Wie schon bei der Auftaktveranstaltung in 2017 konnte Stabsunteroffizier Günther Ludwig vom Betreuungsbüro Hammelburg als Organisator externe Unterstützer gewinnen. Unter anderem führen das Polizeipräsidium Unterfranken und die Polizeiinspektion Hammelburg vor, welche Auswirkungen unterschiedliche Geschwindigkeiten auf den Bremsweg haben. Demonstriert wird dies mit Schaumstoffwürfeln als Fußgängerattrappe. An einem anderen Infostand beantworten Experten Fragen. Militärpolizisten des Feldjägerregiment 3 aus Veitshöchheim führen ihre Fahrkünste bei Einsatzfahrten vor.

Üben für den Ernstfall

Ein Kleinwagen liegt auf dem Dach, festmontiert auf der Ladefläche eines Kleinlasters.

Das Interesse am Überschlagssimulator der Kreisverkehrswacht Kelheim ist sehr groß.

Bundeswehr/Malte Egenolf

Andrang gibt es am Überschlagsimulator der Verkehrsgebietswacht Hammelburg und Kelheim. Hierbei erleben die Teilnehmer ohne Folgeschäden die Auswirkungen eines Überschlages am eigenen Körper. In einem Überschlagsimulator wird dafür ein Pkw auf den Kopf gedreht. Der darin sitzende Autofahrer kann üben, wie er nach einem solchen Verkehrsunfall, den Sicherheitsgurt lösen und sich selbst befreien kann. Das verhindert im Ernstfall Panikattacken. „Die Sensibilisierung junger Menschen ist aus meiner Sicht sehr wichtig“, bekräftigt Schönborn, „Ziel ist es, hier mögliche Folgen aufzuzeigen, um so negative Erfahrungen im Straßenverkehr zu vermeiden. Dafür steht diese Veranstaltung.“

Go-Kart- und Rallye-Teams stellen sich vor

Drei Teilnehmer fahren Go-Kart durch einen Parcour von schwarzen Autoreifen.

Neben der Information war auch Zeit für Spaß: Teilnehmer fahren Go-Kart.

Bundeswehr/Malte Egenolf

Das informative Angebot wird durch ein abwechslungsreiches Programm ergänzt. Teilnehmer der europäischen Tourenwagenmeisterschaft Pfister Racing sind auch dieses Mal wieder vor Ort. Highlight für viele ist hierbei die Möglichkeit, mit Go-Karts zu fahren. Das Team Hochwimmer stellt seine Rallyewagen vor und gibt einen interessanten Einblick in den Rallyesport.

„Dies war eine Veranstaltung unter dem Motto ‚Von uns - Für uns‘“, so Ludwig vom Betreuungsbüro zum Abschluss. „Die nächsten Events planen wir schon.“

von Norman Möller