Heer

Afghanistan: Ein Tag, der alles veränderte

Den 29. April 2009 wird Oberstleutnant Jörn Deigner nie mehr vergessen. An dem Tag verlor einer seiner Soldaten sein Leben. In Afghanistan wurde der Hauptgefreite Sergej Motz in einem Gefecht mit den Taliban getötet. Deigner war sein Zugführer.

Ein Militärfahrzeug steht auf einem staubigen Weg. Ein Soldat läuft mit einer Waffe im Anschlag zur Rückseite des Fahrzeugs.
Bundeswehr

Ein Zugführer erinnert sich

Ein Soldat mit Schussweste und Sonnenbrille steht auf einem Sandhügel. Hinter ihm erstreckt sich eine Landschaft.

Er ist 2009 als Oberleutnant Zugführer in Afghanistan –Jörn Deigner.

Bundeswehr

Zeit für Trauer hatten die Soldaten des ISAFInternational Security Assistance Force Kontingentes eigentlich erst wesentlich später. „Wir konnten ja nicht einfach nach Hause gehen, der Einsatz ging für uns weiter“, so Deigner. Erst Wochen, vielleicht sogar Monate später setzte er sich nach eigenen Worten dann bewusst mit den Geschehnissen auseinander. „In Afghanistan habe ich einfach funktioniert. Das war vielleicht auch gut so“, erinnert er sich. Zurück in Deutschland kam dann die Trauer und auch die Begegnung mit den Eltern des gefallenen Kameraden. „Ich konnte der Mutter auf die Frage nach dem Warum keine zufriedenstellende Antwort geben.“