Heer
Beförderung zum Korporal

Ein Traum geht in Erfüllung

Ein Traum geht in Erfüllung

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Datum:
Ort:
Holzminden
Lesedauer:
2 MIN

Für vier bewährte, leistungsstarke Mannschaftssoldaten hieß es am 9. Februar in Holzminden: Antreten zur Beförderung zum Korporal. Nicht nur für Oberstleutnant Stephan Meister, Kommandeur des Panzerpionierbataillons 1, war dies ein besonderer Tag. Für Multitalent René-Mike Wohlt geht mit dem neuen Dienstgrad ein beruflicher Traum in Erfüllung.

Zwei Soldaten stecken einem dritten Soldaten Dienstgradabzeichen auf die Schultern.

Für René-Mike Wohlt (r.) geht ein beruflicher Traum in Erfüllung: Der zweifache Familienvater ist einer von vier frisch beförderten Korporalen im Holzmindener Panzerpionierbataillon 1.

Bundeswehr/Katharina Flor

Rund 100 Holzmindener Panzerpioniere treten an diesem grauen Mittwochmorgen in der Pionier-Kaserne am Solling zum Appell an. Alle vier Kompanien stellen kleine Abordnungen, an ein großes Antreten des Bataillons ist aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht zu denken. Für Oberstleutnant Stephan Meister, Kommandeur des Kampfunterstützungsverbandes aus Südniedersachsen, kommt es trotzdem darauf an, einen würdigen Rahmen zu schaffen.

In wenigen Minuten wird der Bataillonskommandeur der „1er“ die ersten vier Mannschaftsdienstgrade zum Korporal befördern. Unter ihnen ist auch Familienvater René-Mike Wohlt aus der 3. Panzerpionierkompanie des Bataillons. Der 45-Jährige hatte sich im vergangenen Jahr für die Beförderung beworben. Als Bediener eines Fahrzeugkrans ist Wohlt einer der Spezialisten im Verband, die sich auch im Dienstgrad nun von ihren Kameradinnen und Kameraden sichtbar unterscheiden.

Mit Blick auf die Steigerung der Attraktivität des Dienstes und die Neuausrichtung der Laufbahn der Mannschaften ist für Stephan Meister die Beförderung zum Korporal ein „attraktiver Moment“. „Es bestand Handlungsbedarf, da unsere Mannschaftssoldaten heute deutlich länger in den Streitkräften dienen als früher“, so der Holzmindener Kommandeur.

Bestenauswahl mit Perspektive

Ein Soldat im Tarnanzug spricht zu einer angetretenen Formation von Soldaten, die im Hintergrund erkennbar ist.

Oberstleutnant Stephan Meister (2.v.r.) freut sich über die Beförderung der ersten Korporale im Panzerpionierbataillon 1 aus Holzminden. Der Bataillonskommandeur betont das Prinzip der Bestenauswahl.

Bundeswehr/Katharina Flor

„Wir wählen die leistungsstärksten Soldatinnen und Soldaten aus, die Verantwortung übernehmen“, macht Meister deutlich. Bei den Holzmindener Panzerpionieren sind aktuell 15 Dienstposten mit der Beförderungsmöglichkeit zum Korporal ausgeschrieben. Zukünftig werden 22 Soldatinnen und Soldaten die Möglichkeit haben, durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln für eine Beförderung zum Korporal ausgewählt zu werden.

René-Mike Wohlt ist nicht der einzige Spezialist, der an diesem Morgen in Holzminden die ersehnte Beförderungsurkunde in Empfang nehmen darf. Seine drei Kameraden aus den Nachbarkompanien fahren und bedienen den Brückenlegepanzer Biber oder den Bergepanzer im Instandsetzungszug des Bataillons.

„Etwas ungewohnt ist es schon“

Zwei Soldaten fahren in einem Schlauchboot mit Motor auf einem Fluss. Im Kielwasser folgt ein zweites Schlauchboot.

Als Sturmbootfahrer ist René-Mike Wohlt in seinem Element. An den neuen Dienstgrad muss er sich erst gewöhnen.

Bundeswehr/Katharina Flor

Kurz nach dem Appell in der Pionierkaserne und nach zahlreichen Glückwünschen seiner Vorgesetzten und Kameraden steht der frisch beförderte Korporal Wohlt vor dem Kompaniegebäude der „Dritten“. „Und? Wie fühlt sich das an?“, wird der erfahrene Mannschaftssoldat gefragt. Die druckfrische Beförderungsurkunde in den Händen hat der Panzerpionier aus Holzminden sofort eine Antwort parat: „Etwas ungewohnt ist es schon. Es wird wohl eine Zeit brauchen, bis ich mich wieder korrekt am Telefon melde“, gibt René-Mike Wohlt mit einem Lächeln zu.

von Martin Waltemathe

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