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Verantwortung für viel Technik und 40 Soldaten

Verantwortung für viel Technik und 40 Soldaten

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Datum:
Ort:
Munster

Die Welt aus der Sicht der Vögel – das liefert LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung auch. Das unbemannte Aufklärungssystem klärt Ziele aus der Luft auf. Fähnrich Carolin Orthey und Oberleutnant Christopher Reichel sind angehende Offiziere. In der Ausbildung lernen sie das LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung-System praktisch kennen.

Ein Soldat baut eine Tragfläche an ein weißen Fluggerät an, das auf der Startrampe liegt.

Über die aufgebaute Startrampe startet das Aufklärungssystem LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung nach der Freigabe.

Bundeswehr/Marco Dorow

Der Auftrag lautet: Es muss ein geeignetes Fahrzeugversteck und ein Aufbauplatz für die Bodenkontrollstation sowie das Katapult, mit dem das Fluggerät gestartet wird, gefunden werden. Die Start- und Landezone für das unbemannte Luftfahrzeug muss mindestens 400 mal 300 Meter groß sein. Wenn Aufbau und Inbetriebnahme abgeschlossen sind, kann es losgehen. Dabei wird der acht PSPferdestärken starke Motor des Fluggerätes auf maximale Drehzahl gebracht. Nach einem „Start frei!“ wird das Katapult ausgelöst, das Fluggerät hebt ab und der Aufklärungsauftrag beginnt. Reserveoffiziersanwärterin Fähnrich Carolin Orthey ist überwältigt, was alles zum LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung-System gehört. Das ist nämlich deutlich mehr als nur das Fluggerät.

Warum LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung-Zugführer?

Eine Soldatin mit Tarnschminke im Gesicht und Helm steht vor einem Fahrzeug.

Fähnrich Carolin Orthey ist Reserveoffiziersanwärterin. Sie hat bereits drei Jahre bei der Bundeswehr gedient und lässt sich nun drei weitere Jahre als Aufklärerin ausbilden.

Bundeswehr/Marco Dorow

„Die Bundeswehr hat mir in den drei Jahren gezeigt, wie ich Verantwortung übernehme“, sagt die Reserveoffiziersanwärterin Fähnrich Karolin Orthey. „Ich habe in kurzer Zeit sehr viel gelernt, etwa über Personal und Material.“ Immerhin habe so ein LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung-Zug etwas um die 40 Soldatinnen und Soldaten und verfüge über die verschiedensten Fahrzeuge. Orthey hat sich für die dreijährige Ausbildung zur Reserveoffizieranwärterin entschlossen. Auch Oberleutnant Christopher Reichel ist dabei und sehr stolz Aufklärungsoffizier zu werden.

Ein Soldat mit Tarnschminke im Gesicht und Helm steht vor einem Fahrzeug.

Oberleutnant Christopher Reichel möchte nach seinem Lehrgang einen LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung-Zug übernehmen.

Bundeswehr/ Marco Dorow

„Meine Vorgesetzten haben mich angespornt, Offizier zu werden“, erklärt Reichel. Sie waren es auch, die ihm die Heeresaufklärungstruppe als Truppengattung nahegelegt haben. Diese Entscheidung war goldrichtig, da sich der Oberleutnant bei den Aufklärern sehr wohl fühlt. Aufklären von generischen Kräften, Soldaten, ihrer Technik aber auch des Geländes macht für den jungen Oberleutnant den Reiz der Truppengattung aus. Außerdem sei die Verantwortung als Offizier herausfordernd, so Reichel. Dazu faszinieren ihn die technischen Möglichkeiten. „LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung liefert hochwertige Aufklärungsergebnisse aus der Vogelperspektive.“ In einer Höhe von bis zu 1.200 Metern kann die Drohne fliegen.

Führungswille notwendig

Major Moritz Unkel, Hörsaalleiter des Offizierslehrgang Teil 3, erklärt: „Es muss unbedingt ein Führungswille vorhanden sein, da ein LUNALuftgestützte unbemannte Nahaufklärungsausstattung-Zug eine beachtliche Größenordnung an Personal und Material mit sich bringt.“ Auch sei der Zugführer für die Ausbildung der jungen Soldaten verantwortlich. Eine wichtige Rolle spiele auch die geistige Flexibilität, denn bis zu 13 Fahrzeuge zu verstecken und ein unbemanntes Luftfahrzeug einzusetzen, ist keine leichte Aufgabe. „Ich erwarte, dass der Soldat einen hohen Anspruch an sich selbst hat, außerdem muss er körperlich robust sein“, beschreibt Unkel. „Er muss jede Woche mit dem Gedanken rangehen, sich und jeden seiner Soldaten etwas besser zu machen.“

von Alexander Evert

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