50 Jah­re Bun­des­wehr und Um­welt­schutz

Bundeswehr und Umweltschutz – gelebte Partnerschaft seit 50 Jahren. Schauen Sie zum Jubiläum mit uns darauf, wie vielfältig der Umweltschutzgedanke das Handeln der Bundeswehr im täglichen Dienstbetrieb bestimmt.

Ein rostiges Wrack eines Panzers als Ziel auf einem Truppenübungsplatz
Bundeswehr/Jonas Weber

50 Jahre Umweltschutz in der Bundeswehr

Umweltschutz geht alle an. Auch die Bundeswehr. Aber wie passen Bundeswehr und Umweltschutz überhaupt zusammen? In ihrer 65-jährigen Geschichte hat sich die Bundeswehr frühzeitig diesem Thema gestellt und immer mehr umweltbewusste Verantwortung übernommen. 

Ein Soldat in Uniform läuft über einen Truppenübungsplatz, im Vordergund Gräser.

Rund 60 Prozent der von der Bundeswehr genutzten Truppenübungsplätze sind als Natura-2000-Flächen bei der EU gemeldet.

Bundeswehr/Andrea Bienert

Erneuerbare Energien, Lärmschützende Schießhallen, Flora-Fauna-Habitate, Vogelschutzgebiete oder Insektenhotels – davon träumte die Bundeswehr 1970. Es ist das Geburtsjahr des Umweltschutzes in der Bundeswehr. Es begann mit dem ersten Umweltschutzbeauftragten der Bundeswehr. Ab 1990 nahmen in den damaligen Standortverwaltungen die Umweltschutzsachbearbeiter bundesweit ihre neue Tätigkeit auf. Daraus wurde ein allumfassendes Themengebiet, das buchstäblich bei jeder Aufgabe der Bundeswehr miteinbezogen wird. Umweltschutz, Naturschutz, Altlastenbearbeitung, Nachhaltiges Bauen, sowohl im Grundbetrieb wie auch im Auslandseinsatz, um nur einige Beispiele zu nennen.

Photovoltaik und Geothermie

Ein großes Panel mit Solarzellen steht auf einer Wiese in einer Kaserne.

Nutzung erneuerbarer Energie in der Altmark Kaserne

Bundeswehr/Marcus Rott

Auch das Thema Erneuerbare Energiequellen ist bei der Bundeswehr ganz oben gelistet. Zahlreiche Photovoltaik-Anlagen sind in den letzten Jahren errichtet worden. Des weiteren verfügt die Bundeswehr mittlerweile über einige Geothermie-Anlagen. Die Staufer-Kaserne in Pfullendorf gilt als erste CO2-neutrale Liegenschaft der Bundeswehr, die ihren Energiebedarf nahezu vollumfänglich durch Geothermie und Photovoltaik abdeckt.

Ökologisches Netzwerk

Ein Mann in Uniform und ein zweiter Mann sehen sich knienen auf einem Truppübungsplatz Kräuter an

Ein Fachmann erklärt seltene Kräuter auf dem Truppenübungsplatz Heuberg auf der Schwäbischen Alp

Bundeswehr/Martin Stollberg

Der Naturschutzgedanke bei der Bundeswehr wurde im Zusammenhang mit den Truppen- und Standortübungsplätzen geboren. Heute mündet das umfangreiche Regelwerk der Umweltschützer der Bundeswehr in europäische Managementpläne des ökologischen Netzwerkes Natura 2000 zum Schutz seltener und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Knapp zwei Prozent dieser Schutzgebiete in Deutschland befinden sich in Bundeswehr-Liegenschaften. Den Einflüssen der militärischen Nutzung auf relativ kleiner Fläche stehen hier großflächige Rückzugsgebiete gegenüber, in denen die Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten und das Landschaftsbild erhalten und gefördert werden.

Bundeswehr-Umweltschutz aktuell

Ob die Förderung erneuerbarer Energien, die Sicherung wertvoller Biotope oder eine  ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft – staatliche Politik zum Schutz von Umwelt und Klima ist heute in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Bei der Bundeswehr ist diese gesetzliche Schutzaufgabe organisatorisch im Organisationsbereich IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen integriert – dieser trägt den Umweltschutz also schon im Namen. Fachthemen wie Technischer Umweltschutz, Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Naturschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit, Landschaftspflege oder  Kontaminationsbearbeitung stehen auf der täglichen Agenda der dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aber auch die anderen Bereiche der Bundeswehr setzen den Umweltschutzgedanken auf vielfältige Weise um. Sei es beispielsweise beim Meeresschutz, beim Boden- und Gewässerschutz oder auch beim nachhaltigen Einkauf: Für die gesamte Bundeswehr gehört der Umweltschutz zum Alltag.

Umweltschutz: Eine Aufgabe – viele Facetten

Seit 2012 tragen der Organisationsbereich IUDInfrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr und das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr den Umweltschutz im Namen. Doch nicht nur dort, sondern in der gesamten Bundeswehr werden permanent große, umfassende Projekte und kleine, lokale Aktionen als Beitrag zum Umweltschutz umgesetzt. Dieser tägliche Einsatz geht auch über die Landesgrenzen hinaus, indem der Umweltschutzgedanke auch in den Einsatzgebieten der Bundeswehr fortgesetzt wird und dort, wo immer möglich, dieselben Richtlinien wie in Deutschland angewendet werden. Doch was heißt das ganz konkret? In unseren Beiträgen erhalten Sie einen Einblick in die große Bandbreite der verschiedensten Aspekte des Umwelt-, Natur- oder Klimaschutzes bei der Bundeswehr.

Ein Bundeswehrpanzer Dachs zieht eine rund vier Tonnen schwere Schleppe um Baumwuchs auf dem Gelände niederzuhalten.

Un­ser Bei­trag für den Um­welt­schutz

Umweltgerechtes Handeln im Dienstbetrieb.

  • >135.000 hektar Natura 2000 Fläche

  • 1.000 Altlasten-Sanierungen

  • 1.000 Fachkräfte

Eckdaten zum Umweltschutz

Auch bei einem so komplexen und vielschichtigen Thema wie dem Umweltschutz lassen sich Maßnahmen und Fortschritte sehr gut anhand von Zahlen dokumentieren. Jedes Jahr werden in verschiedenen Berichten, unter anderem den Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichten, entsprechende Daten zusammengetragen und veröffentlicht. Zehn exemplarische Eckdaten aus ganz unterschiedlichen Bereichen des Umweltschutzes und jeweils eine kurze Hintergrundinformation dazu, belegen welche Bedeutung das Thema für die Bundeswehr hat. Gleichzeitig zeigen sie auch die Fortschritte.

Eine Tafel mit sechs digitalen Anzeigen zur Leistung der Photovoltaik Anlage in der Altmark Kaserne.

Zahlen, Daten und Fakten

Ausgewählte Kennzahlen geben einen Einblick.

Umweltschutz in Bildern

Porträts

Mehr als 1.000 Menschen beschäftigen sich in der Bundeswehr mit den unterschiedlichsten Bereichen des Umweltschutzes. Das reicht von denjenigen die Grundlagendokumente oder Vorschriften erarbeiten, über Verantwortliche für nachhaltiges Bauen und Beschaffen, bis zu denjenigen die sich vor Ort auf Truppenübungsplätzen oder in Liegenschaften direkt um Fauna und Flora kümmern. So breit gefächert wie die Aufgaben sind auch die verschiedenen Berufe sowie Aus- und Fortbildungen um einen Beitrag zum Umweltschutz in der Bundewehr zu leisten.

Ein Soldat mit Gehörschutz und einem Lärm-Messgerät steht auf einer Standortschießanlage hinter zwei Soldaten.

Unsere Umweltschützer

Lernen Sie einige Umweltschützer kennen.

Medien zum Thema

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