Marine

Coronavirus und die Marine

Die Teilstreitkraft Marine informiert hier über ihre spezifischen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2.

Computer-Illustration eines Coronavirus: ein grauer Ball mit rauher Oberfläche und roten Zapfen, die daraus hervorragen.
Centers for Disease Control and Prevention

Allgemeines

Das Presse- und Informationszentrum Marine wird hier – quasi in einem aktuellen Blog – durchgehend über die marinespezifischen Aspekte der Pandemie informieren. Sowohl im öffentlichen Internet über diese Marine-Seiten der Bundeswehr-Website als auch im bundeswehrinternen Intranet (Intranet.mar) aktualisieren wir laufend wichtige Informationen zur Lageentwicklung.

Hintergründe zum Umgang der Bundeswehr mit dem Coronavirus, zur Amtshilfe der Streitkräfte und auch Informationen des Zentralen Sanitätsdienstes sind in einem Schwerpunkt der Bundeswehr-Website zu finden.

Per Twitter informieren der Inspekteur der Marine unter @chiefdeunavy, die Marine über @deutschemarine und der Leiter des Presse- und Informationszentrums Marine mit dem Account @marinespox regelmäßig über neue Inhalte auf den Webseiten der Marine und herausragende Aspekte der Lage.

Natürlich erhält jede Dienststelle in der Marine beispielsweise die Befehlsgebung auf dem Dienstweg, in der Regel per E-Mail. Die Flotte in See und im Einsatz ist über Satelliten- und Funkverbindungen angebunden.

Bild oben: Illustration eines Coronavirus, veröffentlicht vom USUnited States-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention. Textbanner ergänzt durch Bundeswehr

von  Presse- und Informationszentrum Marine  E-Mail schreiben

08.04.: Taschenkarte COVID-19

03.04.: Wochenbriefing: Umgang mit dem Coronavirus in der Marine

Zwei Marinesoldaten in blauer Arbeitsuniform in einem Supermarkt

„Helfende Hände“ der Marine in Wilhelmshaven

Bundeswehr/Patrik Stollarz

In den vergangenen zwei Wochen seit dem 24. März hat die Marine vor allem Strukturen zur regionalen Unterstützung der Bevölkerung während der Corona-Pandemie aufgebaut. Darüber berichtet die Redaktion Marine noch einmal in einem zusammenfassenden Rückblick.

03.04.: Sechster Infobrief Corona

Der Marineinspekteur stellt fest, es gebe erste Hinweise darauf, wie die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie Wirkung entfalteten und sich die Infektionsdynamik weiter abschwäche. „Die kommenden Tage und Wochen werden voraussichtlich zeigen, ob und wann der eingeschlagene Weg den gewünschten Erfolg bringt“, so Vizeadmiral Andreas Krause.

Über die Lage bei den Seestreitkräften erklärt Krause, dass die Ausbildung an den Schulen der Marine beispielsweise unter Nutzung digitaler Plattformen so organisiert sei, dass sie in Teilen weitergeführt werden könne. Was die anstehenden Grundausbildungen betrifft, erwartet er in der nächsten Woche eine bundeswehrgemeinsame Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise. Bezogen auf die Einsätze der Flotte meint Krause, es sei allen bewusst, dass die Vorgaben zur Quarantäne die Grenzen des Zumutbaren berührten – sie seien jedoch für den Gesundheitsschutz aller unabdingbar.

Der Inspekteur mahnt daher die Soldatinnen und Soldaten: „Insbesondere bei der Marine bedeutet jede weitere Infektion unter Umständen, dass eine gesamte Besatzung oder Einheit zweitweise nicht zur Auftragserfüllung zur Verfügung steht. Dazu sollte es nicht kommen – hier zähle ich auf Sie und Ihr Verantwortungsbewusstsein.“


01.04.: Informationsblatt der Marinesanität zu Covid-19

Der Sanitätsdienst der Marine erstellt seit dem 28. Februar, jeweils der Lage angepasst, unregelmäßig Informationsblätter zu Covid-19. Hier sein fünftes: Die weitere Ausbreitung der Krankheit in Deutschland sei nicht mehr aufzuhalten, daher sei das Ziel aller derzeit angeordneten und empfohlenen Vorkehrungen, die Infektionsausbreitung signifikant zu verlangsamen, um eine Überdehnung der Kapazitäten des Gesundheitssystems unter allen Umständen zu verhindern.

Im angehängten Informationsblatt finden Angehörige der Marine Handlungsempfehlungen und Antworten auf marinespezifische Fragen: Wie sieht eine Isolation vor oder nach meinem Einsatz aus und was muss ich nach meiner Quarantänezeit beachten? Was soll ich tun, wenn ich erfahren habe, dass ich innerhalb der letzten zwei Wochen persönlichen Kontakt zu einer an Covid-19 erkrankten Person hatte? Wann ist es sinnvoll, mich auf Covid-19 testen zu lassen und wann nicht?

Außerdem bietet das Infoblatt Kontaktdaten zum Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr und zum Marinesanitätsdienst.

31.03.: Fünfter Infobrief Corona

Unter der Verantwortung des Inspekteurs der Streitkräftebasis als Nationaler Territorialer Befehlshaber hat sich die Bundeswehr auf Hilfeleistungen für die zivile Bevölkerung eingestellt. Dafür wurde unter anderem der regionale Führungsstab 1 (Nord) im Marinekommando in Rostock aufgestellt. Von hier aus werden die Hilfeleistungen für die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern koordiniert.

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle habe sich in der Marine bisher auf neun Personen erhöht und der Einsatz- und Übungsbetrieb der Flotte sei weitgehend unberührt. Krause: „Den Worten des Generalinspekteurs im heutigen Tagesbefehl schließe ich mich an: Führen Sie mit Auftrag! Geben Sie Ihren Männern und Frauen das Ziel vor, nicht den Weg. Treffen Sie vor Ort die Entscheidungen, die erforderlich sind, um den Betrieb bestmöglich aufrecht zu erhalten.“

26.03.: Besatzung des Tender „Mosel“ ist aus Quarantäne zurück

Ein graues Schiff fährt durch ein Gewässer.

Tender „Mosel“ in See

Bundeswehr

Die Besatzung des Tenders „Mosel“ hat nach zwei Wochen Quarantäne heute wieder ihren Dienst an Bord aufgenommen. Die Lage auf der „Mosel“ hat sich damit wieder entspannt, nachdem der Kommandant des Schiffs vor zwei Wochen einen positiv auf Covid-19 getesteten Soldaten gemeldet hatte. Die gesamte Besatzung wurde daraufhin sofort unter Quarantäne gestellt.

„Das zeigt, wie wichtig schnelles Handeln in einer solchen Lage ist. Dadurch konnten weitere Infizierte verhindert werden“, erklärte dazu der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause.

Doch auch weiter gilt, den Personalbestand aufzulockern, solange der Tender wie zurzeit im Heimatstützpunkt in Kiel liegt. Ein Teil der Besatzung arbeitet daher von zu Hause aus oder nimmt Urlaub – natürlich mit der Auflage, sich gesund zu halten und die allgemein gültigen Hygienemaßnahmen einzuhalten.

24.03.: Vierter Infobrief Corona

Marineinspekteur Krause berichtet in seinen vierten Infobrief Corona, dass die Zahl der Infektionsfälle bei der Marine auf sieben gestiegen sei. Die Dienststellen, Stäbe und Kommandos seien bei stark reduzierter Präsenz vor Ort funktions- und arbeitsfähig.

Das Marinekommando habe sich zudem zur Führung der Corona-Aktivitäten organisiert. Ab dem 25. März solle das Marinekommando Lagezentrum Corona eingerichtet werden, das im Schwerpunkt für die Koordination der Unterstützungsleistungen für den Nationalen Territorialen Befehlshaber und die ihm unterstellte Führungsorganisation zuständig sei.

20.03.: Dritter Infobrief Corona

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, berichtet in seinem dritten Infobrief, dass die Zahl der Infektionsfälle in der Marine weiterhin nicht gestiegen sei. Auch werde der Personalbestand, wie in der gesamten Bundeswehr, weiter aufgelockert, damit die ständige Arbeits- und Führungsbereitschaft auf allen Ebenen gewährleistet sei. Das Marinekommando als Höhere Kommandobehörde übernimmt damit verstärkt Aufgaben eines operativen Hauptquartiers für die Seestreitkräfte.

Krause, an die Marineangehörigen gewandt: „Seien Sie kameradschaftlich, was heute besonders bedeutet, Abstand zu halten. Seien Sie selbstlos und hilfsbereit, wenn wir gebraucht werden Schwächeren zu helfen.“

18.03.: Zweiter Infobrief Corona

Im zweiten Infobrief Corona hält Marineinspekteur Andreas Krause für die Lage in den Seestreitkräften fest, dass die Zahl der Infektionsfälle seit gestern nicht gestiegen sei. Der Übungs- und Ausbildungsbetrieb der Flotte bleibe grundsätzlich unberührt.

Die Lage für die fern der Heimat operierenden Einheiten sei derzeit besonders herausfordernd, so Krause. Ihnen gelte das Augenmerk der Marineführung. An alle Marineangehörigen gewandt, appelliert der Inspekteur: „Besondere Umstände verlangen Kreativität und besondere Lösungen. Nutzen Sie die sich bietenden Möglichkeiten des Handelns im Sinne der Sache und nehmen Sie Ihre Verantwortung vor Ort wahr!“

18.03.: Auflockerung beim Marinepersonal

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu erschweren, wird die Marine das Personal in den Dienststellen an Land ausdünnen, um Reserven zu schaffen. Das hat heute das Marinekommando für die Marine angeordnet, nachdem das Lagezentrum COVID-19 im Verteidigungsministerium die Kategorie „Schutz-Auflockern“ ausgelöst hatte. Die Einzelheiten dieser bundeswehrweiten Maßnahme regeln die Kommandeure und Dienststellenleiter vor Ort in eigener Verantwortung. Ziel der Maßnahme ist, die Einsatz- und Führungsfähigkeit der Marine sicherzustellen.

Ab sofort also werden viele Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seestreitkräfte ihren Dienst von zu Hause aus verrichten. In der Regel, aber nicht generell, wird ein Schichtbetrieb aufgebaut, wobei eine Durchmischung der einzelnen Schichten so lange wie möglich unterbleiben soll. Dadurch bildet die Marine personelle Reserven, auf die sie bei Erkrankungen Einzelner zurückgreifen kann.

17.03.: Erster Infobrief Corona

Mit einem ersten Infobrief Corona hat sich Vizeadmiral Krause am 17. März an alle Marineangehörigen gewandt. Die im neuen Rundschreiben enthaltenen Informationen wollen der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, und das Marinekommando täglich aktualisieren und veröffentlichen. Der Infobrief soll die Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seestreitkräfte durchgehend auf dem jüngsten Stand der Lage halten.

Das Schreiben enthält vor allem aktuelle Angaben zu Weisungen in der Bundeswehr und spezifisch in der Teilstreitkraft Marine. Auch hält es die generellen Absichten der Marineführung fest.

16.03.: Tagesbefehl des Inspekteurs

Porträtaufnahme eines Admirals in dunkelblauer Uniform ohne Mütze

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause

Bundeswehr/Björn Wilke

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, hat in einem Tagesbefehl vom 13. März zum Umgang mit SARSSchweres Akutes Respiratorisches Syndrom-CoV-2 die Einsatzfähigkeit der Marine und Gesundheitsschutz abgewogen. Auch der Dienstbetrieb in den Streitkräften und der Marine sei von der fortwährend steigenden Zahl an Infizierten am Coronavirus betroffen, so Krause. „Für die Marine und die Bundeswehr hat die Gewährleistung der Führungs- und Einsatzfähigkeit der Streitkräfte, bei gleichzeitiger Sicherstellung des bestmöglichen Gesundheitsschutzes unserer Angehörigen und ihrer Familien oberste Priorität“, erklärt er.

Dazu würden in Abstimmung mit Verteidigungsministerium, Sanitätsdienst und den anderen Organisationsbereichen der Bundeswehr alle notwendigen Maßnahmen ergriffen. Der Inspekteur zählt dazu die Isolation von Risikopatienten, intensivere Hygienemaßnahmen und Anpassungen des Dienstbetriebes.

Laborarbeiten mit Pipette

Coronavirus und die Bundeswehr

Die Bundeswehr ist seit Auftreten des Coronavirus in Wuhan eng in verschiedene Maßnahmen der Bundesregierung eingebunden.